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Nicht artgerechte Menschenhaltung und Ernährung

Küchenalltag

Der Ausdruck „artgerechte Menschenhaltung und Ernährung“ provoziert etwas, weil er aufhorchen lassen soll.

 

Artgerechte Menschenhaltung bezeichnet eine Form der Haltung von Lebewesen, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Menschen orientiert und insbesondere auf ihre persönlichen Bedürfnisse eingeht. Das bedeutet, soziale Kontakte zu haben und sich frei bewegen zu können. 

 

Viele Menschen erleben die augenblickliche Isolierung zur Umwelt zum ersten Mal in ihrem Leben. „Ein Leben ohne intensive Beziehungen entspricht nicht der gesellschaftlichen Norm“, sagt die Soziologin Caroline Bohn, die sich als selbstständige Beraterin auf das Thema Einsamkeit spezialisiert hat.

 

Psychologen unterscheiden zwei Formen von Einsamkeit:

  • Die emotionale Einsamkeit, wenn ein Partner fehlt, mit dem man sich eng verbunden fühlt.
  • Bei der sozialen Einsamkeit mangelt es grundsätzlich an sozialen Beziehungen, an Unterstützung durch Freunde, Nachbarn und / oder Kollegen.

 

Artgerechte Ernährung bedeutet, die Nahrung zu uns zu nehmen, für die wir geschaffen sind. Also natürliche Nahrung zu essen und keine industriell verarbeiteten Lebensmittel. Machen wir das, normalisiert sich unser Gewicht, ohne das wir hungrig sind. Das nennt sich hormonell gesteuerte Gewichtsregulierung.

 

Die Evolution als Kalenderjahr dargestellt

Erst vor Kurzem haben wir uns aus dem Gefüge, das die Evolution für uns optimiert hat, gelöst und ein neues geschaffen. Doch betrachten wir mal die Evolution bildlich als ein Kalenderjahr, wird klar, dass wir auf das neue Zusammenleben noch nicht optimiert sind.

 

Zeitpunkt Jahreskalender Geschehen
Vor 5 – 7 Millionen Jahren 1. Januar Homo
Vor 200.000 Jahren 19. Dezember Homo sapiens
Vor 40.000 Jahren 29. 12. um 12.00 Uhr Homo sapiens sapiens (der moderne Mensch)
Vor 10.000 Jahren 31.12. um 10.00 Uhr Ackerbau im mittleren Osten
Vor 5.000 Jahren 31.12. um 17.00 Uhr Ackerbau im Norden
Vor 2.000 Jahren 31.12. um 20.00 Uhr Moderne Zeitrechnung
Um 1900 31.12. um 23.50 Uhr Industrielle Lebensmittelproduktion
Um 1970 31.12. um 23.57 Uhr Fettreduzierte Lebensmittel = Lightprodukte (1)

 

Können Sie sich jetzt vorstellen, dass wir bei artgerechter Ernährung auf gar keinen Fall von industriellen hergestellten Lebensmitteln oder gar Lightprodukten sprechen?

 

Doch was ist, wenn die Selbstbestimmung abhanden gekommen ist, wenn wir blind den aktuellen Ernährungsempfehlungen, dem Arzt, dem Apotheker oder der Werbung vertrauen? Was passiert, wenn wir nur agieren und nicht mehr reagieren? Die Gesundheit leidet!

 

Und was passiert, wenn wir unserer Freiheit beschnitten werden. Wenn kaum noch soziale Kontakte stattfinden? Die menschliche Seele verkümmert, Krankheiten aller Art können die Folge sein.

 

Was ist Gesundheit?

Schauen wir uns die offiziellen Definitionen zur Gesundheit an:

Otawa – Charta

„Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. …

… Die Art und Weise, wie eine Gesellschaft die Arbeit, die Arbeitsbedingungen und die Freizeit organisiert, sollte eine Quelle der Gesundheit und nicht der Krankheit sein. Gesundheitsförderung schafft sichere, anregende, befriedigende und angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen.“ …

 

WHO

„Gesundheit ist der Zustand des umfassenden körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein des Fehlens von Krankheiten und Gebrechen.“

 

Lebensglück ist Gesundheit

Neun Zehntel unsere Lebensglücks beruhen allein auf der Gesundheit, schrieb schon Arthur Schoppenhauer vor über 150 Jahren. Daran hat sich bis heute nichts verändert. Massiv verändert haben sich jedoch die Ernährungsgewohnheiten. Massen von Kohlenhydraten und künstlichen Zusatzstoffen fanden Einzug in unsere Mahlzeiten. Für viele Menschen begann damit die gesundheitliche Katastrophe. Blähungen, Aufstoßen, Völlegefühl sind und waren noch die harmlosen Übel. Diabetes, Fettleber und entzündliche Erkrankungen beeinflussen uns massiver. Außerdem schlichen sich Kilos auf die Hüften, die kaum einer wieder loswurde.

 

Massiv verändert hat sich auch unser Lebensstil: höher, schneller, weiter sind nur einige Schlagwörter. Doch macht uns das glücklicher? Ist das mit einer artgerechten Menschenhaltung kompatibel? Wohl nur, wenn höher, schneller, weiter unseren persönlichen Werten entspricht. Was eher selten der Fall ist.

 

Wo fängt artgerechte Haltung an? Puzzleteil 1, die Ernährung

Beim googeln von artgerechter Haltung kommen wir nicht an der Ernährung vorbei. Und damit sind wir bei dem Thema Ernährungsrevolution, denn die war und ist auf Grund der oben genannten Missstände nötig.

 

Ernährungsrevolutionäre unter sich – Iris Jansen – Diet Doctor Andreas Eenfeldt – Margret Ache

Der Schwede Sten Sture Skaldeman löste mit seiner persönlichen Krankheitsgeschichte eine Ernährungsrevolution in Schweden aus. Er wurde gesund und nahm ab, nachdem er genau entgegengesetzt der Vorschläge der Ernährungsgesellschaft aß. Tausende von Menschen taten es ihm gleich und stellten fest: Sie haben den Schlüssel zur Gesundheit und zum Lebensglück in der Hand. Dr. Annika Dahlqvist und Dr. Andreas Eenfeldt trieben die Ernährungsrevolution weiter voran. Besonders der als Diet Doctor weltbekannte Andreas Eenfeldt setzt sich für die artgerechte Menschenernährung ein. Unermüdlich kämpft er mit seinem ständig wachsenden Team für die Revolution der Gesundheit durch eine artgerechte Ernährung. Er macht die Low-Carb-Ernährung einfach und mit mehr als 200.000 täglichen Besuchern auf seinen Websites verschafft er sich Gehör.

 

Also ist die artgerechte Ernährung das erste Puzzleteil zum Thema artgerechte Haltung des Menschen. Und Ernährung können wir im wahrsten Sinne des Wortes jederzeit selbst in die Hand nehmen. Machen Sie mit? Prima! Beenden Sie die nicht artgerechte Menschenhaltung, in dem Sie Fertiggerichte und Fast Food boykottieren. Wählen Sie die Ernährung, die Ihrem Körper gut tut und Sie gesunden lässt oder gesund hält.

 Puzzleteil 2, die sozialen Kontakte

Der Mensch ist ein soziales Wesen. In der Evolution des Homo sapiens war es überlebenswichtig, Mitglied einer Horde zu sein. Isolation konnte ein Todesurteil sein. Ausschließlich in der Gruppe gelang es unseren Vorfahren, sich zu behaupten, Der US-amerikanische Psychologe John Cacioppo von der University of Chicago bezeichnet Einsamkeit als „sozialen Schmerz“. Und diesen „sozialen Schmerz“ empfinden im Augenblick viele Menschen.

Bitte versuchen Sie über die Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen Kontakte zu halten. Nutzen Sie die modernen Medien wie Skype und Face to Face… Doch denken Sie bitte auch kritisch darüber nach, ob die auferlegte Isolation der richtige Weg ist und folgenden Sie nicht nur dem Mainstream. Halten Sie Augen und Ohren auf und bilden Sie unbedingt Ihre eigene Meinung.

 

Was kann sofort umgesetzt werden?

Schon Mahatma Gandhi sagte: „Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“ In Bezug auf die Ernährung heißt es: Das was Sie heute essen, bestimmt morgen Ihre Gesundheit.“ Also, fangen Sie noch heute an, sich Gedanken über die Ernährung zu machen. Horchen Sie in sich hinein, was tut Ihrem Körper gut und was nicht. Mit welchem Essen haben Sie keine Blähungen, sind lange satt und energievoll?

 

Sie haben Ihre Gesundheit selbst in der Hand, nutzen Sie die Chance. Haben Sie Lust sich weiterzubilden, um ein aktiver Teil der Ernährungsrevolution zu werden, dann schauen Sie bitte hier:

 

Die Online-Kurse der LCHF Deutschland Akademie

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, folgende Kurse ausschließlich Online zu absolvieren:

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Fettes Wissen mit Ulrike Gonder

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Läuft wie geschmiert! Alltagstaugliches Wissen und praktische Tipps rund um das Thema gute Fette – böse Fette.

 

Dieser Kurs richtet sich an Interessierte und Fachleute, an Hobby- und Profiköche, an Butterfans und Ölliebhaber, ja eigentlich an alle, die fettreiche Lebensmittel, Fette und Öle in guter Qualität einkaufen, sinnvoll aufbewahren und in ihrer Küche so verwenden wollen, dass gesunde und leckere Mahlzeiten entstehen.

 

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Keto-Coach mit Julia Tulipan und Daniela Pfeifer

Menschenhaltung

Keto-Coach

Die Ausbildung „Coach für ketogene Ernährung“, kurz Keto-Coach genannt, ist als Erweiterung und Vertiefung von bereits bestehen- dem Grundlagenwissen zu Low-Carb, aber vor allem als umfassende Wissenserweiterung in das Thema ketogene Ernährung gedacht. Ziel der Ausbildung ist, sowohl die historischen Hintergründe als auch die biochemischen Grundlagen und theoretisches Wissen zu vermitteln und vor allem eine Anleitung zur praktischen Umsetzung zu geben.

 

Die Ausbildung zum zertifizierten Coach für ketogene Ernährung richtet sich an folgende Berufsgruppen: Ärzte und Ärztinnen, DiätologInnen und ÖkotrophologInnen, wie auch im ernährungsmedizinischen Bereich tätige PharmazeutInnen, SportwissenschaftlerInnen, ErnährungswissenschaftlerInnen, DiätassistentInnen, DiabetesberaterInnen, ErnährungsberaterInnen mit einem Abschluss an einem anerkannten Ausbildungsinstitut im In- oder Ausland, PhysiotherapeutInnen und Diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal.  AbsolventInnen der Basisausbildung zum Gesundheits- und Ernährungscoach.

 

Sollte keine der oben genannten Berufsbezeichnungen auf Sie zutreffen, kann ein Antrag auf die Feststellung der individuellen Befähigung zur Teilnahme gestellt werden.

 

Hier erfahren Sie mehr.

Vitamin-D-Coach mit Prof. Dr. med Jörg Spitz, Margret Ache und Romina Scalco

Online

Vitamin-D-Coach

Etwa 90 Prozent der Deutschen leiden unter einem Vitamin-D-Mangel. Die aktuellen Studien zeigen, dass Vitamin D zahlreichen Krankheiten vorbeugt, von Atemwegserkrankungen über Diabetes, Herzinfarkt und Krebs bis hin zu Osteoporose und Sonnenallergie.

 

In der Ausbildung zum Vitamin-D-Coach lernen Sie fundiertes Wissen über die neuesten Erkenntnisse zur Wirkung von Vitamin D, wie Vitamin D vor Krankheiten schützt und wie ein Vitamin-D-Mangel verhindert, bzw. therapiert werden kann.

 

Ziel der Ausbildung ist, die gesundheitlichen Vorteile einer guten Vitamin-D-Versorgung an andere Menschen weiterzugeben.

 

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Hier geht es zur LCHF Deutschland Akademie mit einem weiteren interessanten Angebot.

 

Neuigkeiten

 

 

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Titelbild: ©-rodjulian – Fotolia.com

 

 

 

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1 COMMENT
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    Gnubbel 23. April 2020

    Ja, die soziale Komponente kann gar nicht genug betont werden. Nicht nur permanente nervliche und seelische Überforderung erzeugt den toxischen Dauerstress; auch Einsamkeit, Armut, Jobverlust, mangelndes Selbstwertgefühl und sogar Lärm und Umweltbelastungen bringen genau die gleichen Schäden hervor und können einem darüber hinaus auch die besten Ernährungserfolge komplett zunichte machen. Der Mensch ist eben nicht nur an natürliche Nahrung angepasst, sondern auch an die Geborgenheit und Akzeptanz in der Gruppe, an eine saubere Umwelt, mit deren natürlichen „Schadstoffen“ sein Immunsystem fertig wird, aber auch an einen strukturierten, planbaren Tagesablauf mit einem gesunden Wechsel von Anspannung und Entspannung. Wir wundern uns oftmals, wie andere Völker mit Hunger und Armut klar kommen und trotzdem zufriedener sind als wir: Die brauchen keinen „Sozialstaat“, die haben ein intaktes soziales Umfeld, das ihnen nicht nur die Sicherheit gibt, in Notlagen aufgefangen zu werden, sondern auch die Anerkennung, mit der sie sich ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen können. Und die haben ein „Tagewerk“, von dem sie sich am Abend zufrieden erholen können. Wer also trotz genetisch korrekter Ernährung mit einem hartnäckigen Gewichtsproblem kämpft, der sollte sich mal überlegen, ob es nicht der Mangel an genau diesen essenziellen Lebensbedingungen ist, der ihm so zu schaffen macht.

    Ob es allerdings Sinn macht, nun auf die Straße zu rennen und sich einem heimtückischen Virus auszusetzen, von dem immer noch viel zu wenig bekannt ist, was es für Schäden im Organismus anrichtet, wage ich zu bezweifeln. Was ich für viel wichtiger halte, ist, dass wir die seelische Verbundenheit wieder herstellen, die uns im Wust des Alltags und bei unserer Fixierung auf das liebe Geld größtenteils abhanden gekommen ist. Und dazu braucht man nicht unbedingt körperliche Nähe; es reicht mitunter schon aus, wenn man weiß, dass es da draußen Menschen gibt, die mit aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt, die sich mitfreuen, wenn man glücklich ist, und einem Trost geben, wenn man in seelischer Not ist. Nutzen wir doch einfach die Umstände, die wir eh nicht ändern können, um zur Besinnung zu kommen, um darüber nachzudenken, was im Leben wirklich wichtig ist und wie viel man getrost verpassen kann. Und vor allem lernen wir wieder das wichtigste Wort in der Geschichte der Menschheit zu buchstabieren: Solidarität.

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