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Die LCHF-Schule

Viele Interessenten einer gesunden Ernährung sind gerade eingeschult worden. Wir unterstützen Sie dabei, den neuen Lebensabschnitt zu planen und verraten Ihnen, an was Sie denken sollten.
Der Eintritt in die LCHF-Schule ist ein großer und sehr wichtiger Schritt in Ihrem Leben für das Erreichen eines neuen Lebensstils. Deshalb geht´s beim Planen des Schulanfangs nicht nur um Organisatorisches, sondern auch um Gefühle: Der Abschied von den Kohlenhydraten und der Fettangst muss verarbeitet werden.LCHF Schule 1 Das ist eine echte Herausforderung und bedarf der Unterstützung. Deshalb gibt es die LCHF-Grundschule, die Ihnen jede Menge Tipps gibt, damit Sie die ersten Hürden spielerisch schaffen.
Und auf geht´s ins erste Schuljahr.

Viel Spaß beim Lernen.

Wir möchten Ihnen helfen sich gesünder zu ernähren. Sie werden durch diese Ernährung wahrscheinlich auch mehrere Kilos Körperfett verlieren, zumindest wenn Sie übergewichtig sind. Vor allem aber werden Sie sich jünger, gesünder und energiegeladener fühlen. Als Extrabonus dieser Ernährungsform wird sich Ihr Immunsystem verbessern. Wir laden Sie ein, sich gesund und schlank zu essen, mit guten Lebensmitteln. Fast Food und chemische Zusätze sind tabu. Jetzt erzählen wir Ihnen, was Sie bei dieser Ernährung essen können und wie es funktioniert.

1. Was ist LCHF?
Für die, die sich gerade erst mit der Thematik Ernährungsumstellung beschäftigen, ist es vielleicht unklar, was genau LCHF bedeutet. LCHF steht für „Low Carb Healthy Fat“, das bedeutet: Der Anteil der Kohlenhydrate in der Nahrung wird gesenkt, der Anteil der
hochwertigen, gesunden Fette wird erhöht. Die Erhöhung der Fettzufuhr ist sehr wichtig, dadurch werden wir schneller satt und essen insgesamt weniger. Die Eiweißzufuhr bleibt unverändert.
Es gibt drei einfache Grundregeln.
Die schwedische Ärztin Dr. Annika Dahlqvist ist eine der bekanntesten Personen dieser
Ernährungsform. In ihrem letzten Buch fasste sie diese drei Regeln zusammen:

Vermeiden Sie Kohlenhydrate in Form von Zucker und Stärke, soweit es Ihnen möglich
ist. Stärke findet sich in Kartoffeln, Reis, Mais und Getreide. Kohlenhydrate erhöhen den Blutzucker und das Insulin im Körper, dadurch kommt es zu großen Blutzuckerschwankungen.

Anstatt viele Kohlenhydrate als Sattmacher zu essen, ist es gesünder mehr gutes Fett zu essen. Es macht uns satt und hält den Blutzuckerspiegel stabil. Es sollte immer natürliches Fett sein, kein künstlich hergestelltes Fett wie Margarine. Ebenso wenig sollten wir Fette mit hohem Gehalt an Omega-6-Fettsäuren essen, zum Beispiel Sonnenblumen- und Maiskeimöl, denn diese Fette schaden unserer Gesundheit.

Jeglicher Konsum künstlicher Zusätze, also alle Lebensmittel mit E-Nummern, sollte vermieden werden. Denn es handelt sich um Chemikalien, die für unsere Gesundheit schädlich sind.

2. Wie sieht LCHF in der Praxis aus?
Minimieren Sie die Kohlenhydrate, entweder sofort oder allmählich. Um Hunger zu
vermeiden essen Sie mehr natürliche, gerne fette Lebensmittel. Vermeiden Sie komplett Kartoffeln, essen Sie stattdessen besser ein extra Stück Fleisch oder etwas mehr Butter. So leicht ist das. Damit der Teller stets gut gefüllt ist, legen sie immer Gemüse, das über der Erde wächst, hinzu. Blumenkohl, Brokkoli und Weißkohl sind besonders zu empfehlen. Spinat, Spargel, Tomaten und Gurken sind ebenfalls gut. Mit Knollengemüse sollten Sie vorsichtig sein. Alles was unter der Erde wächst enthält viel Stärke.

Beim Start mit LCHF gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder minimieren Sie die
Kohlenhydrate sofort oder schrittweise. Wählen Sie den Weg der zu Ihnen passt. Bei der langsamen Variante können zum Beispiel zuerst die Kartoffeln weggelassen werden und stattdessen gibt es mehr Salat oder Brokkoli. Das ist doch ein einfacher Einstieg, oder? Danach lassen Sie das Bier zum Essen weg und ersetzen Nudeln durch Blumenkohlmus (Blumenkohl mit Butter und Sahne gestampft). Und in der Woche danach lassen Sie den Reis weg. So haben Sie es nach einigen Wochen geschafft alle großen Kohlenhydratquellen auszuschließen.

Das ist ein „schmerzfreier“ Start bei Ihrer Gesundheitsreise. Wir, von LCHF Deutschland, denken, dass dieser Weg mit einer langsamen Anpassung für viele
der geeignetere Weg ist, sich auf die neue Ernährungsform umzustellen. Für die, die den Sprung ins kalte Wasser wagen und sofort die Kohlenhydrate strikt minimieren, kann es bedeuten, sich zu Beginn etwas unwohl zu fühlen. Der Körper benötigt häufig eine Woche zum Umstellen. Dem Gehirn kann in den ersten Tagen die Glukose fehlen, doch dann kommt es gut mit dem neuen Brennstoff, den Ketonkörpern, klar.

Wählen Sie Ihren eigenen Weg.
Jeder sollte für sich entscheiden, welches der richtige Weg ist. Wir alle sind
unterschiedlich, das gilt es zu berücksichtigen. Ratschläge sind gut, doch sich auf das
eigene Gefühl zu verlassen, ist besser. Schließlich soll die neue Ernährung so sein, dass wir uns wohl fühlen und jeglichen Stress damit vermeiden. Manchmal liegt die Kunst auch darin, wieder zu lernen, auf den eigenen Körper zu hören. Das ist für uns eine neue Erfahrung. Es ist leider für viele Menschen normal, einen aufgeblähten Magen zu haben, unter Völlegefühl zu leiden. So gilt es wieder zu erlernen, was normal ist, nämlich uns nach den Mahlzeiten wohl zu fühlen.

In diesem Sinne: Wählen Sie Ihren Weg und bleiben Sie dabei. Wenn Sie sich jetzt für LCHF entscheiden, dann beginnen Sie mit dieser Ernährung in den nächsten 72 Stunden. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie den Weg weitergehen werden. Alles andere wird sich regeln.

Da Sie ja schon auf der Bank der LCHF-Schule sitzen, ist Ihre Entscheidung schon gefallen, oder?

Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de

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info@lchf-deutschland.de

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2 COMMENTS
  • Avatar
    Frank Linnhoff 31. August 2015

    Ja, ich kann den Ratschlag nur bestätigen, in mehreren Schritten von der üblichen kohlenhydratreichen Kost auf die LCHF-Kost überzugehen. Ich hatte dies Anfang dieses Jahres nicht getan, weil ich in einer Panikreaktion, als Diabetes bei mir diagnostiziert wurde, von einem Tag auf den anderen auf eine strikt kohlenhydratfreie Ernährung umstellte. Das hatte schnell gewirkt, aber in den ersten Wochen ziemliches Unwohlsein bei mir verursacht. Panik ist ein schlechter Ratgeber. Da ist es besser, einen kühlen Kopf zu behalten und sich gut beraten zu lassen.

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