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Kochbuch für Diabetiker aus dem Jahr 1917

Kochbuch für Diabetiker aus dem Jahr 1917

Welche Empfehlungen gab es für Diabetiker, als es noch kein Insulin, Metformin und Co. gab? Es gab eine einfach umzusetzende Therapie. Und die war äußerst erfolgreich, um mit dem gestörten Kohlenhydratstoffwechsel umzugehen: Möglichst wenige Kohlenhydrate essen! Das passende Kochbuch dazu wurde schon 1917 verlegt. (Wer hätte das gedacht 😉?)

Kochbuch für Diabetiker

 

Empfehlungen für Diabetiker

Empfehlungen für Diabetiker – Das Kochbuch aus dem Jahr 2017

Im  Jahr 1917  erschien das Kochbuch „Diabetic Cookery“ von Rebecca Wolff Oppenheimer. Darin wurde sehr genau beschrieben, was Diabetiker essen sollten und was nicht. Streng verboten waren zum Beispiel folgende Lebensmittel: Zucker, alle mehlhaltigen Lebensmittel, Stärke, Kuchen, Pudding, Mehl, Brot, Kekse und Reis… (Kommt dir das vielleicht bekannt vor?)

 

Aus dem Kochbuch für Diabetiker - 1917 - LCHF - Keto

Aus dem Kochbuch für Diabetiker – 1917 – LCHF – Keto

Erlaubte Lebensmittel waren zum Beispiel: Butter, Olivenöl, Brie, Cheddar, Speck, Gans, Lachs und Schweinefleisch…

 

Fällt dir etwas auf? Genau! Die Diabetiker bekamen eine Ernährung empfohlen, die sich heute LCHF (Low Carb – High/Healthy Fat) bzw. Keto nennt. Also: Back to the roots…

 

Hier kannst du das Buch „Diabetic Cookery“ online lesen oder downloaden.

Aktuelle Empfehlungen für Diabetiker

Die medizinischen Leitlinien zur Ernährung bei Typ-2-Diabetes empfehlen, etwa 45 bis 60 Prozent der täglich benötigten Energiemenge in Form von Kohlenhydraten zu sich zu nehmen. Fette sollten nicht mehr als 35 Prozent des Tagesbedarfs ausmachen, Eiweiß 10 bis 20 Prozent, wenn keine Nierenschäden vorliegen. „Beim Diabetes sind aufgrund des Insulinmangels die Blutzuckerwerte erhöht. Der Kohlenhydratstoffwechsel wird durch den Insulinmangel gestört und muss durch die Diabetestherapie wieder ins Gleichgewicht gebracht werden“, heißt es auf dieser Website. Problem erkannt, doch wo bitteschön ist das logische Weiterdenken?

Die aktuelle Situation für Diabetiker

Zu hohe Blutzuckerwerte werden überwiegend mithilfe von zwölf verschiedenen Wirkstoffklassen therapiert. In einer Studie (1) wurde evaluiert, ob und inwieweit die Betroffenen davon profitieren. Es wurden Daten aus den Jahren 2006 bis 2013 von über 1,6 Millionen privat krankenversicherter US-Amerikanern mit Typ-2-Diabetes ausgewertet. Die Medikation wurde erfasst, die Höhe des HbA1c und die Häufigkeit von schweren Hypoglykämien. Im Untersuchungszeitraum stieg der Einsatz von blutzuckersenkenden Medikamenten zur Behandlung von Typ-2-Diabetes-Patienten drastisch an. Leider hatte das keinen Einfluss auf die Blutzuckerwerte. Bei jüngeren Patienten trat sogar das Gegenteil ein, da wies jeder vierte Patient einen HbA1c-Wert von über 9% auf. Auch konnte keine Verbesserung bei der Rate der Hypoglykämien erzielt werden. Stellt sich die Frage: Ist es sinnvoll auf Medikamente zu setzen? Oder hatten unsere Vorfahren alles besser im Griff, als sie auf natürliche Ernährung setzten?

Typ-2-Diabetiker sind besonders gefährdet, wenn sie Insulin spritzen

Da in den USA auffallend häufig Patienten mit Typ-2-Diabetes wegen einer Hypoglykämie behandelt wurden,  gab die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA die Studie (2) „Safe Use Initiative“ in Auftrag. Es sollte evaluiert werden, welche Kriterien bei Typ-2-Diabetikern mit einem erhöhten Hypoglykämie-Risiko einhergehen. Es wurden sechs Kriterien herausgefunden, welche die Patienten für eine Hypoglykämie prädisponieren. In erster Linie eine schon stattgefundene Notfallbehandlung wegen einer Hypoglykämie und vor allem der Gebrauch von Insulin. Die anderen vier Faktoren: die Einnahme von Sulfonylharnstoff-Präparaten, schwere Nierenerkrankungen, die Anzahl von Besuchen der Notaufnahme und ein Alter von 77 Jahren und mehr. Sobald ein oder mehrere Faktoren zutreffen, ist das Risiko für eine Unterzuckerung deutlich erhöht. Beim Vorliegen aller sechs Faktoren erhöht sich das Risiko in den Folgemonaten um fünf Prozent. Daraus ergibt sich die Frage: Was kann unternommen werden, um zu verhindern, dass Insulin gespritzt werden muss?

Was hilft, um eine Hypoglykämie zu vermeiden?

Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Die Kohlenhydrate reduzieren, auf eine moderate Eiweißzufuhr achten und gerne mehr Bewegung ins Leben bringen. Doch Ernährungsberatung von den offiziellen Stellen findet nur dahingehend statt, dass die Patienten lernen, wie viel Insulin sie für wie viel Broteinheiten spritzen müssen. Was passiert nach der Diagnose Typ-2-Diabetes?

Was passiert nach der Diagnose?

Die Typ-2-Diabetiker erhalten nach der Diagnose Medikamente, um den Blutzucker zu senken. In der Regel wird mit Metformin begonnen. Schlägt die Behandlung nicht wie gewünscht an, wird häufig auf Insulin umgestiegen. Den Betroffenen wird gesagt, dass sie abnehmen und sich mehr bewegen sollen. Bei der üblichen Ernährungsberatung wird gerade bei Insulin-Patienten nur gelehrt, wie viele Kohlenhydrate die Lebensmittel enthalten, um die Insulinmenge dementsprechend zu dosieren. Das erweckt den Eindruck, dass Insulin-Patienten nicht unerwünscht sind. Dazu sagt Prof. Dr. Stephan Martin:

Es ist ja auch verständlich, dass man von Kassenseite vor der Finanzierung von Programmen zurückschreckt, die im Extremfall dazu führen, dass der Betroffene seinen Typ-2-Diabetes besiegt. Denn gelingt es einem Patienten mit Typ-2-Diabetes, durch eine dramatische Gewichtsabnahme von einer Insulintherapie wegzukommen, verliert die Krankenkasse die sogenannte HMG20, eine Insulinkopfpauschale von 2249 Euro…

Was können hohe Insulindosen bewirken?

Viele Patienten mit Typ 2-Diabetes benötigen infolge der Insulinresistenz hohe Dosen des Hormons. In einer retrospektiven Studie (3) in Diabetes, Obesity and Metabolism im Jahr 2014 war das mit einem erhöhten Risiko auf kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs und einen vorzeitigen Tod verbunden. Jede Erhöhung  der Insulindosis um eine internationale Einheit pro Kilo Körpergewicht war mit einen Anstieg der Mortalität um 54 Prozent, der schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 37 Prozent und der Krebser­krankungen um 35 Prozent assoziiert.

Wie können hohe Blutzuckerwerte verhindert werden?

Eine Ernährungsumstellung Richtung Low Carb bringt für viele Menschen Erfolg. Low Carb bedeutet, die Zufuhr von Kohlenhydraten zu reduzieren. Doch was wird ihnen von offizieller Seite geraten? Hier empört sich Prof. Dr. Stephan Martin wie folgt:

Warum wird in den von den Krankenkassen bezahlten und zum Teil sogar selbst durchgeführten Ernährungsberatungen mehr als 50 Prozent der Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten empfohlen?

Die Ernährungs-Docs zeigen, wie man vom Insulin wieder wegkommt

In einem Videoclip zeigen die Ernährungs-Docs vom NDR, wie gut Typ-2-Diabetes mit einer Umstellung der Ernährung behandelt werden kann. Lesen Sie auch die beeindruckende Gesundheitsreise von Bettina Meiselbach, die ihre Diabetes-Erkrankung in den Griff bekam und nebenbei mehr als 50 Kilogramm abnahm.

Wer setzt noch auf eine Low Carb-Ernährung bei Typ-2-Diabetiker?

Kochbuch für Diabetiker aus dem Jahr 1917

Kochbuch für Diabetiker aus dem Jahr 1917

Zum Glück gibt es auch Kliniken, die schon auf die Low Carb-Ernährung bei Diabetes setzen, so das Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum unter Prof. Dr. med Stephan Martin, der dieses Statement von sich gab:

„Mit einer kohlenhydratarmen Diät nehmen Typ-2-Diabetiker genauso gut ab wie mit einer fettarmen. Doch für den Stoffwechsel ist „low carb“ günstiger.“

Seine Empfehlungen für Diabetiker:

„Möglichst wenige Kohlenhydrate aufnehmen, um mit einem geringen Anstieg des Blutzuckers und damit einem niedrigen Insulinspiegel durch den Tag zu kommen. So entsteht nicht ständig wieder Lust aufs Essen. „Low-Carb“ oder mediterrane Kost sind dazu die Stichworte…“. (4)

Und wenn du nun Rezepte mit wenigen Kohlenhydraten suchst, dann schau dir gerne unsere Rezepte an, hier. Wir haben fleißig für dich gesammelt und du kannst aus über 500 kostenlosen und erprobten Rezepten wählen.

 

Wenn du lieber eine Printausgabe zum Blättern haben möchtest, dann sieh dich gerne bei den Expert Fachmeiden um, hier. Dort findest du Kochjournale oder auch das Kochbuch von Anne Aobadia „Aus Liebe zum Essen„.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren der gesunden Ernährung, die für mehr Leichtigkeit im Leben geeignet ist,

deine

Margret

 

Leseratte oder Bücherwurm?

Du kennst bestimmt den Film „e-m@il für Dich“ In dieser anrührenden Liebesgeschichte mit Tom Hanks und Meg Ryan in den Hauptrollen ist ein kleiner Verlag das zentrale Thema. Die Eröffnung einer Filiale  einer Buchladenkette führt zur Schließung des kleinen Buchladens von Kathleen Kelly (gespielt von Meg Ryan). Und da sind wir beim Thema: Unterstütze bitte einen kleinen Verlag wie Expert Fachmedien und belohne ihn für den Mut,  mit dem Bereich Gesundheit und Ernährung Neuland betreten zu haben. Und dieser Verlag stellt jetzt eine Frage an dich: Leseratte oder Bücherwurm?

Leseratte oder Bücherwurm

Leseratte oder Bücherwurm

Warum stellt der Verlag Expert Fachmedien diese Frage? Weil er gerade zwei wundervolle Aktionen für dich als Leseratte und / oder Bücherwurm im Büchershop hat:

Bei der Bestellung eines Buches aus dem Shopangebot erhältst du ein LCHF Magazin nach Wahl gratis dazu.

Und so funktioniert es:

Du kannst dir hier eine Gratisausgabe eines LCHF Magazins sichern. Das Magazin legst du mit einem Klick in deinen Warenkorb. Dann suchst du dir das Buch aus, das du bestellen möchtest und legst es auch in deinen Warenkorb.
Die Artikelnummer deines Lieblingsmagazins gibst du in das Feld für Bemerkungen beim Kaufabschluss ein und schon hast du es geschafft. Deine Buchbestellung wird fertig gemacht und du legst dir dein Magazin dazu.

 

Es gibt jetzt auch für kurze Zeit die Möglichkeit dir dein eigenes Wunschpaket (bestehend aus 4 LCHF Magazinen) zusammenzustellen. Wir haben ein Hammer Angebot für dich:

4 Magazine nach Wahl bekommst du für nur 10 Euro!

Und so funktioniert es:

Du gehst über diesen Link in den Buchshop und legst dir das Magazinpaket in deinen Warenkorb. Dann suchst du dir die für dich interessanten Magazine aus. Die Artikelnummern gibst du in das Feld für Bemerkungen beim Kaufabschluss ein. Und das war es im Grunde schon. Deine Magazine werden zusammengepackt und dir zugesandt.

 

Einzelausgaben unserer Magazine gibt es hier zum Sonderpreis von 3 Euro.

 

Wir wünschen dir viel Spaß beim Schmökern und danken dir von Herzen für die Unterstützung des Verlages in diesen schwierigen Zeiten.

 

Neuigkeiten

 

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Margret Ache und Iris Jansen www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland AkademieLCHF KongressLCHF MagazinFacebook,  Instagram und YouTube

 

 

 

(1) http://care.diabetesjournals.org/content/40/4/468

(2) http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/article-abstract/2649265

(3) http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/dom.12412/Abstract

(4) http://www.derwesten.de/gesundheit/mit-der-richtigen-strategie-diabetes-ausbremsen-id10752496.html)

 

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info@lchf-deutschland.de

Gründerin von LCHF Deutschland und der LCHF Deutschland Akademie

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2 COMMENTS
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    Gnubbel 19. Februar 2022

    Ja, es ist schon ein Sch***gefühl, wenn einem der Arzt in den Finger piekst, und plötzlich steht da so eine astronomische Zahl auf dem Display. Da zieht’s einem erstmal den Teppich unter den Füßen weg, da ist Schluss mit lustig. Und dann sagt der Arzt noch: Einmal Diabetes, immer Diabetes! Bämm! Nun, hätte ich ihm das damals geglaubt, würde ich heute, ein gutes Jahrzehnt später, vermutlich fleißig Insulin spritzen, falls mich nicht der Krebs oder eine andere Delikatesse schon abgeräumt hätte. Die Auswahl ist ja bei Diabetes recht üppig. Aber ich habe mich stattdessen dafür entschieden, ohne Diabetes weiterzuleben. Habe einen Vertrag mit mir selbst gemacht und das Programm gnadenlos durchgezogen. Und was soll ich sagen: Es funktioniert! Der Diabetes ist weg, die Fettleber ist weg, und selbst von der Insulinresistenz ist nichts mehr übrig. Und: Es war gar nicht schlimm, im Gegenteil, es hat richtig Spaß gemacht, und das neue Leben fühlt sich aber sowas von fluffig an. Selbst Unterzucker ist für mein keto-trainiertes Gehirn kein Thema mehr; ich radle mitunter mit Zuckerwerten durch die Wälder, mit denen andere in die Notaufnahme kämen. Nur ein Souvenir gebe ich nicht mehr her: meinen Diabetikerausweis. Mit dem habe ich nämlich schon in so mancher Gaststätte meinen Teller selbst zusammenstellen dürfen. Glaubt mir eh keiner, dass ich schon seit über zehn Jahren kerngesund bin.

    Und dann lausche ich den Gesprächen in der Bekanntschaft, wie sie fachsimpeln über Insulinpumpen und Hypoglykämien und dass der Arzt ganz zufrieden mit ihren Werten ist (wäre ich an dessen Stelle auch, ist ja nicht mein Zucker). Naja, die Prothese drückt halt noch ein bisschen, aber was will man machen. Der Arzt hat ja gesagt: Einmal Diabetes, immer Diabetes. Und wenn ich ihnen am eigenen Beispiel erklären will, dass das gar nicht wahr ist, winken sie nur genervt ab. Nun gut, ich habe meinen Frieden damit gemacht, es gibt noch genug andere Themen, über die man plaudern kann. Ist schließlich deren Leben, nicht meins.

    Aber vielleicht passiert ja das Wunder, dass das hier jemand liest und genau wie ich damals sagt: Wenn der das kann, dann kann ich das auch!, und es dann angeht und seinen Diabetes in die Wüste schickt. Wie es geht, steht ja auf diesen Seiten ausführlich beschrieben (ein Vorteil, den ich damals nicht hatte). Werde ich wohl nie erfahren, aber ein bisschen träumen darf man doch noch 😉

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