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Gesünder essen: So meiden Sie Zuckerfallen

Bei einer Ernährungsumstellung spielt der Zucker eine große Rolle. Denn es gibt heute so viele versteckte Zuckerquellen, dass es leicht ist, in Zuckerfallen zu tappen. Wussten Sie, dass Ketchup bis zu 23 g Zucker auf 100 g enthält? Oder Fruchtjoghurt bis zu 18 g Zucker auf 100 g?

Schädliches Duo: Zucker und Fett

Fett – versteckter Zucker

Aus der Evolution ist unser Gehirn darauf programmiert, dass süß schmeckende Lebensmittel für uns ungiftig und energiereich sind. Dadurch wurde häufig unser Überleben gesichert. Doch in der heutigen Zeit geht es längst nicht mehr ums Überleben. Wir essen, weil wir uns belohnen wollen, aus Langeweile, wegen der Geselligkeit oder unbewusst, wenn wir am Computer oder vor dem Fernseher sitzen. Besonders die Kombination von Zucker und Fett ist hinterhältig. Für die meisten von uns, ist (war) es gut möglich 100 g Chips zu essen. Das sind 51 g Kohlenhydrate und 37 g Fett, mal so eben nebenbei. Stellen Sie sich mal vor, Sie müssen das Fett alleine essen, das sind fast vier Hotelpackungen Butter und 51 g Zucker, das ist ein ¼ volles Wasserglas. Auf diese Art würden Sie diese Mengen wahrscheinlich nicht mehr essen wollen.

Weitere Zuckerfallen sind zum Beispiel: Tomatensauce, fertiges Salat-Dressing, Rotkohl im Glas, Tiefkühlpizza oder Apfelsaft.

 

Achtung bei „zuckerfreien“ Produkten und Süßstoffen

Die Idee, den Zucker wegzulassen und stattdessen zuckerfreie Alternativen zu wählen, ist ein allgemein verbreiteter Gedanke. Doch Vorsicht, denn zuckerfrei bedeutet noch lange nicht kohlenhydratfrei. Schauen Sie immer auf die Inhaltsangaben, denn alle Kohlenhydrate werden zu Zucker umgebaut. Nun könnte der Gedanke aufkommen, dann esse ich alles Natürliche. Doch auch hier lauern Gefahren, es gibt zum Beispiel Giftpilze in der Natur. Sie merken schon, bei allem was wir machen und essen, ist Verstand gefragt.

Obst – Fruchtzucker – Zuckerfallen

Die kohlenhydratfreien Süßstoffe sind clever vermarktet worden und die Lebensmittelindustrie hat uns weismachen wollen, dass alle völlig ungefährlich sind. Doch hier ist Vorsicht geboten, es gibt sehr große Unterschiede. Hier ein Zitat von Dr. Monika Charrak aus dem Artikel: Süßstoffe in Dr. Almond Produkten? Keine Panik!

Chemisch gesehen gehören nämlich ALLE momentan zugelassenen künstlichen Süßstoffe zu vollkommen unterschiedlichen Stoffklassen.

Ein Leben ohne Zucker, geht das?

Kommen Sie ohne Zucker aus? Auf jeden Fall! Wir benötigen nicht ein einziges Gramm Zucker. Wenn Sie Süßes gut vertragen, also nicht mit der Gier nach mehr und mehr reagieren, dann wählen Sie am besten natürliche Süße wie Sahne, dunkle Schokolade oder wenn Sie Paleo essen auch Honig. Doch meiden Sie Agavensirup, Kokoszucker, Fruchtzucker oder Maltodextrin. Wird ihr Süßhunger schnell geweckt, sollten Sie ganz auf süße Sachen verzichten. Das ist zwar in den ersten Tagen sehr hart, doch danach werden Sie mit Ihrer Zuckersucht besser umgehen können. Mit der Zuckersucht ist es leider so wie mit allen anderen Suchterkrankungen.
Vermeiden Sie also diese Zuckerfallen. Doch geben Sie sich etwas Zeit für Veränderung. Wie Sie wissen, ist Rom auch nicht an einem Tag erbaut worden ;-).

 

Ein sehr informatives Buch über Zucker ist „Pur, weiß, tödlich“ von John Yudkin und Dr. Robert Lustig.

 

Die Zeichnung ist von Anne Slobodda, vielen Dank dafür.

 

Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de

 

Titelbild: © stockphoto-graf – Fotolia.com

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