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Jod in der Küche – von Kyra Kauffmann

Jod in der Küche

Jod ist wichtig, als Bestandteil der Schilddrüsenhormone steuert es viele Prozesse wie  Energiestoffwechsel, Herzrhythmus, Blutdruck, Wachstum und die Gehirnentwicklung. Wird der Körper unzureichend mit Jod versorgt, kommt es zu Störungen des Stoffwechsels, zu Organveränderungen und Krankheiten. Daher ist eine Jodversorgung unerlässlich und wie das in der Küche zu gewährleisten ist, verrät Kyra Hoffmann in diesem Artikel „Jod in Der Küche“ aus dem LCHF Magazin unseren Leserinnen und Lesern.

Jod in der Küche – Gesund und köstlich

 Von Kyra Kauffmann, Heilpraktikerin     www.naturlheilkundliche-medizin.de

 

Nachdem ich in den letzten Beiträgen im LCHF Magazin über die Bedeutung von Jod für die Gesundheit der Schilddrüse, aber auch der Brust und der Eierstöcke geschrieben habe, kommen wir nun endlich zu dem, was Jod auch ist – nämlich ein Spurenelement, dessen natürliche Quellen unsere Küche sehr bereichern können.

 

Jod in der Küche

Jod in der Küche

Den täglichen Jodbedarf von mindestens 200 mcg Jod über die Nahrung zu decken ist schwierig. So enthalten Obst, Gemüse und Getreideprodukte kaum nennenswerte Mengen an Jod.

 

Nur wenn mehrmals wöchentlich Seefisch, Meeresfrüchte und Meeresalgen auf dem Speiseplan stehen, kann der Jodbedarf über die Nahrung gedeckt werden.

 

Jodsalz ist nicht ausreichend

 

Jodsalz kann einen Beitrag zur Deckung des Jodbedarfs leisten. Nur: Auch wenn der gesamte tägliche Salzkonsum (in der Regel ca. 5 g) nur mit Jodsalz erfolgte, wäre dies max. 125 mcg Jod. Es bleibt also eine Lücke von 75 mcg.

 

Der Irrglaube, das Jod in unserem Speisesalz sei toxisch und nicht „natürlich“, hat viele Menschen dazu gebracht, jodfreies Speisesalz zu verwenden.

 

Jeder, der sich nur halbwegs an den Chemieunterricht in der Mittelstufe erinnert weiß, dass Jod ein Element aus der 7. Hauptgruppe ist und als Element natürlich „chemisch“ ist. Jod ist Jod, egal, ob es in Algen gebunden oder im Seefisch vorkommt. Dies nur am Rande.

 

Natürlich sollte – wenn Jodsalz verwendet wird – darauf geachtet werden, dass das Salz möglichst unraffiniert (unbehandelt) ist. Ich empfehle ein gutes Meersalz mit Jod (reines Meersalz enthält fast kein Jod!) oder Steinsalz mit Jod aus dem Reformhaus oder Bioladen zu verwenden.

 

Alternativ lässt sich Jodsalz auch ganz einfach selbst herstellen: Man nehme ein Päckchen unraffiniertes Steinsalz oder Meersalz in ein Gefäß und mischt zwei Esslöffel Trockenalgen (z.B. Rotalgen) unter das Salz. Schon hat mein sein eigenes Jodsalz, das sich zum Würzen hervorragend eignet.

 

Die TOP 10-Jodlieferanten:

Diese Nahrungsmittel enthalten mehr als ca. 100 mcg Jod pro 100 mg:

 

  1. Kabeljau
  2. Scholle
  3. Krabben
  4. Meeresalgen
  5. Seelachs
  6. Shrimps
  7. Jakobsmuscheln
  8. Miesmuscheln
  9. Hummer
  10. Wolfsbarsch

Anmerkung: Es ist für mich selbstverständlich, dass nur Fisch- und Meeresfrüchte in der Küche verwendet werden, deren Vertriebsfirmen ein Qualitäts-Güte-Siegel für Nachhaltigkeit in Wildfang und Zucht sowie für biologische Aufzucht aufweisen. Genauso wie ich auch bei meinem Fleisch- und Gemüseeinkauf auf die Herkunft achte, so lege ich beim Fischkauf großen Wert auf Qualität.

 

Wer also einen Bogen um Seefisch und Meeresfrüchte macht, dem bleiben eigentlich nur noch die Meeresalgen als Jodlieferanten.

 

Algen – das neue Superfood

 

Erfreulicherweise gibt es mittlerweile in Deutschland eine Reihe von Anbietern von Bio-zertifizierten Meeresalgen aus Wildsammlung, die auf Schadstoffe, wie Quecksilber, kontrolliert sind. Damit kann man sichergehen, dass man ein qualitativ hochwertiges Produkt erwirbt.

 

Meeresalgen sind sehr vielfältig in der Küche verwendbar. Ihr Jodgehalt schwankt sehr stark von gering in Grünalgen (z.B. Nori) bis sehr hoch in Braunalgen (Kombu).

 

Die japanische und koreanische Küche setzt viele verschiedene Meeresalgen in ihren Gerichten ein. Wer die Gelegenheit hat, einen Blick in japanische oder koreanische Supermärkte zu werfen, wird über die Vielfalt staunen.

 

Mein Tipp: In der Düsseldorfer Immermannstraße gibt es eine Reihe koreanischer und japanischer Supermärkte mit umfangreichem Algenangebot – oft kann man diese auch direkt vor Ort verkosten. Oder man probiert sich in den zahlreichen Restaurants im japanischen Viertel direkt durch die essbare Algenwelt.

Wer es nicht so exotisch mag, kann sich im Übrigen auch in der bretonischen oder walisischen Küche umtun. Algengerichte gehören hier zum festen Bestandteil.

 

„Laverbread“ ist das walisische Traditionsgericht schlechthin – man isst es zu jeder Tageszeit.

 

Als Einstieg für Algen-Neulinge empfehle ich immer Meeresspaghetti. Sie sind ein guter Nudelersatz und werden auch von Kindern in der Regel sehr geliebt.

 

Jod in der Küche

Jod in der Küche: Queller

Wer in Nord- oder Ostseenähe lebt, der kann sich den einheimischen Queller in den Sommermonaten selbst ernten. Der Queller (Salicornia) wächst in den Salzwiesen und ist eine Köstlichkeit. Er lässt sich als Salat- oder Gemüseersatz verwenden. Wer einmal nach Rantum auf Sylt kommt, kann sich vom Sternekoch Joannes King mit einem köstlichen Quellergericht verwöhnen lassen.

 

Natürlich lässt sich der Jodbedarf auch problemlos mit Tabletten und Pillen decken. Aus meiner Sicht ein ungesunder Trend. Daher empfehle ich lieber ein Jod-Rezept, statt Jod auf Rezept. Daher kommt hier meine persönliche Empfehlung:

 

Knusprige Gemüse-Algenrolle auf Avocado-Creme

Zutaten:

2 Möhren

1 Lauchzwiebel

1 EL Meeressalat, frisch

1 weiche Avocado,

1 Knoblauchzehe

1 Strauchtomate

1 Limone

2 Frühlingsrollenblätter (aus dem Asialaden)

1 EL Sojasauce

2 EL Olivenöl

1 Eigelb

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Meeressalat waschen und abtropfen lassen.

Die Möhren schälen und in sehr dünne Streifen schneiden.

Die Lauchzwiebeln teilen. Den grünen Teil in längliche Lamellen und

den weißen Teil in kleine Würfel schneiden, waschen und beiseite stellen.

Eine Pfanne aufstellen und das Pflanzenöl hinzugeben und bei hoher Temperatur die

Möhren, die Lauchzwiebellamellen und den Meeressalat anschwitzen und die Möhren bissfest garen. Mit etwas Sojasauce ablöschen und auf einem Sieb abtropfen lassen.

 

Die Frühlingsrollenblätter ausbreiten und die Ränder mit etwas Eigelb und Wasser einstreichen.

Die abgetropfte Gemüsefüllung auf die beiden Blätter geben, sodass diese zusammen, aber über die Länge der Teigblätter verteilt sind, mit einem Abstand zum Rand von etwa jeweils 2 cm.

Den unteren Teigrand und die Ränder links und rechts über die Füllung schlagen und die Teigblätter nach oben hin aufrollen. In einer Pfanne, im Ofen oder in der Fritteuse beidseitig goldbraun und knusprig backen.

 

Die Tomate waschen, vierteln, entkernen und in kleine Würfel schneiden.

Die Avocado schälen, in eine Schüssel geben, die vorher mit der Knoblauchzehe

ausgerieben wurde und mit einem Schneebesen, Gabel oder Kartoffelstampfer die Avocado zu einer Masse verarbeiten. Den Saft der Limone sowie die Tomaten- und Lauchwürfel untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Auf einem Teller mittig anrichten und die Knusperrolle einmal schräg zerschneiden und auf die Avocado-Creme geben.

 

Das Rezept stammt von meinem Bruder und Co-Autor Anno Hoffmann, der als Koch seit vielen Jahren in Venedig jodreiche Kochrezepte entwickelt.

 

Viele weitere Rezepte finden Sie in unseren Büchern: Jod – Das Standardwerk, Systemed Verlag Lünen 2019 oder in:

Jod – Das Kochbuch, Systemed Verlag Lünen 2017

 

Guten Appetit!        .

 

Kyra Kauffmann

 

Prävention – Gesundheit – Immunsystem

Der Online-Schnupperkurs LCHF

Gesundheit und Ernährung

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Margret Ache und Iris Jansen www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland AkademieLCHF KongressLCHF MagazinFacebook,  Instagram und YouTube

 

 

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