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MS? Wie ketogene Ernährung helfen kann!

Unser Stoffwechsel benötigt Energielieferanten, um funktionieren zu können. Wer kommt als Lieferant in Frage? Kohlenhydrate (Zucker und Stärke) oder Fett. In den letzten Jahrzehnten war zu beobachten, dass immer mehr Kohlenhydrate verzehrt und die Menschen immer kränker wurden. Gibt es Zusammenhänge, auch bei der MS-Erkrankung und ist ein Leben ohne größere Mengen an Kohlenhydrate überhaupt möglich?

 
Sobald Kohlenhydrate drastisch reduziert werden, schaltet der Organismus auf ein Notprogramm um und produziert in der Leber sogenannte Ketonkörper. Diese übernehmen nun die Hauptversorgung des Gehirns mit Energie. Experten vermuten, dass die Ketonkörper zudem die Zuckerverwertung in den Krebszellen blockieren und dadurch die rasche Zellteilung hemmen können.  Nervenzellen verwerten die Ketonkörper ebenfalls zur Energiegewinnung. Aus ihrer Verstoffwechselung resultieren deutlich weniger freie Radikale.

Freie Radikale und MS

Was sind freie Radikale? Sie entstehen im Körper durch Überlastung der Verbrennungsprozesses in den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen. Diese freien Radikalen werden für viele Krankheiten verantwortlich gemacht, u.a. für MS, Krebs, Alzheimer, Rheuma und Arterienverkalkung.

 

Bei der Multiplen Sklerose werden die freien Radikale für die Schädigung der Myelinscheide verantwortlich gemacht. Nervenfasern werden normalerweise von einer schützenden Hülle umgeben, die aus Fett und Eiweiß besteht und als Myelin bezeichnet wird. Diese Hülle wird auch Myelinscheide genannt. Sie isoliert die Nervenfasern und sorgt dadurch für eine schnelle Weiterleitung der elektrischen Signale. Bei MS können durch eine Fehlfunktion des Immunsystems körpereigene Zellen die Myelinscheiden der Nervenfasern und/oder die Nervenzellen selbst angreifen.

Eine Studie

2016 haben Kalifornische Forscher an Mäusen sowie an einer kleinen Studie (1) mit 60 Patienten herausgefunden, dass eine dem Fasten ähnliche Diät für mehr Myelin und weniger Symptome sorgen kann. Und das ist der Punkt, wo die ketogene Ernährung ins Spiel kommt, denn sie ist eine dem Fasten ähnliche Ernährungsform.

 

Die Forscher überprüften die Sicherheit und potenzielle Wirksamkeit der Ernährung am Menschen in einer Pilotstudie. Sie schloss 60 Personen mit Multipler Sklerose ein und wurde von Markus Bock an der Charité Universitätsmedizin Berlin geführt.

 

Die Neurologen der Berliner Charite erforschen schon seit einigen Jahren die „ketogene Ernährung“, dazu gibt es einen kurzen, jedoch äußerst informativen  Video-Clip aus dem Jahr 2014.

 

Bleibt zu hoffen, dass die ketogene Ernährung, die einer strikten LCHF-Ernährung entspricht, weiterhin so gute und vielversprechende Resultate liefert. Die Erfahrenheit am eigenen Körper vieler Patienten spricht dafür.

Bücher zum Thema

Welche Bücher behandeln das Thema ketogene Ernährung? Zum Beispiel „Das Ketoprinzip„, „Multiple Sklerose erfolgreich behandeln„, „Ketogene Ernährung bei Krebs“ oder „Krebszellen lieben Zucker, Patienten brauchen Fett„.

 

Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de und www.LCHF-Akademie.de

 

(1) http://www.cell.com/cell-reports/abstract/S2211-1247(16)30576-9

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info@lchf-deutschland.de

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