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Krebs: 43 % der Frauen und 51 % der Männer erkranken

Krebs ist eine Krankheit, die von Jetzt auf Gleich das Leben verändert. Und diese Diagnose trifft immer mehr Menschen, nicht nur in Deutschland.

 

Krebs und seine nackten Zahlen

Im Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016 (1) ist zu lesen:

 

In Deutschland erkrankten im Jahr 2013 schätzungsweise 482.500 Menschen neu an einer bösartigen Krebserkrankung (ohne weißen Hautkrebs); in den Krankenhäusern wurde etwa 1,27 Millionen Mal eine bösartige Krebserkrankung behandelt; Krebserkrankungen waren 2013 in Deutschland für ca. 800.000 verlorene Lebensjahre vor dem 70. Lebensjahr verantwortlich.

 

Noch dramatischer sind diese Zahlen (2)

 

Derzeit erkranken in Deutschland etwa 43 % der Frauen und 51 % der Männer im Laufe ihres Lebens an Krebs.

 

Was hat Ernährung mit Krebs zu tun?

 

Was hat das nun mit der Ernährung zu tun? In dem Buch „Krebszellen lieben Zucker – Patienten brauchen Fett“ hat Frau Prof. Kämmerer das beindruckend dargestellt. Für viele Krebspatienten bringt die Ernährungsumstellung auf ein striktes LCHF, bzw. eine ketogene Ernährung viele gesundheitliche Vorteile. Warum ist das so? Frau Professor Kämmerer gibt Auskunft:

Weil der geänderte Stoffwechsel von Krebspatienten vor allem von Entzündungsreaktionen und einer Insulinresistenz gekennzeichnet ist und der Körper mehr Fett benötigt und weniger Zucker. Eine Ketose wirkt entzündungshemmend (senkt die Aggressivität des Krebswachstums und reduziert den Abbau von Körpermasse), senkt den Insulinspiegel (wichtiger Wachstumsfaktor für Krebs), hält den Blutzuckerspiegel niedrig („Treibstoff“ für Teilungsvorgänge), senkt die Blutfette (werden im Zusammenhang mit Metastasierung diskutiert) und bewirkt ein „emotionales Hochgefühl“, was der Heilung ja zuträglich ist. Auch die körperliche Leitungsfähigkeit steigt wenn man in der Ketose ist, was dann den wichtigen Sport bei Krebs erleichtert.

Was genau ist eine ketogene Ernährung?

Die ketogene Ernährung ist eine kohlenhydratlimitierte, protein- und energiebilanzierte und fettreiche Form der Ernährung.  Bei dieser Ernährung bezieht der Körper seinen Energiebedarf nicht mehr aus  Glukose (Kohlenhydraten) und Fett, sondern nur noch aus Fett. Der Körper reagiert mit einer Umstellung des Energielieferanten,  von Glukose auf die sogenannten Ketonkörpern.

Sie möchten noch mehr über die ketogene Ernährung lesen? Julia Tulipan hat einen sehr informativen Artikel  geschrieben.

Was sagen Betroffene zur ketogenen Ernährung?

 

Der BR hat in der Sendung „Gesundheit!“ einen Bericht gezeigt, in dem zwei Frauen aufgrund ihrer Erkrankung die Ernährung auf ketogen umgestellt haben. Eine davon ist unsere Ketokolumnistin Christiane Wader. Zum Video Ketogene Ernährung

 

Die ketogene Ernährung in der Praxis

Christiane klein

Christiane Wader – Krebs – ketogene Ernährung

Die Entscheidung ist gefallen: Weg mit den Kohlenhydraten, her mit den guten Fetten. Wo gibt es jetzt die besten Rezepte, was ist überhaupt wichtig? Eine die sich (leider) bestens damit auskennt ist Christiane Wader, der Krebs ereilte sie mit 27 Jahren. In ihrer Ketolume gibt sie viele hilfreiche Tipps für das Leben als Ketarier (so nennen sich Menschen, die sich ketogen ernähren).

Zusammen mit Heike Mohrdieck, Wibke May und Karin Benda moderiert Christiane Wader die Facebook-Gruppe „Keto bei Krebs„. Bevor Sie in diese Gruppe aufgenommen werden, nimmt eine Moderatorin mit Ihnen Kontakt auf.

Eine LCHF-Ernährung (bitte nicht die liberale Form), ist ebenfalls für die ketogene Ernährung geeignet. Achten Sie jedoch immer auf die prozentuale Nährstoffverteilung, sie ist bei allen Rezepten von uns angegeben, sowohl auf der Website als auch in den Kochjournalen. Idealerweise ist die Nährstoffverteilung wie folgt: maximal 5% Kohlenhydrate, maximal 20% Protein und mindestens 75% Fett.

 

Zucker lässt Brustkrebs wachsen

Im Fachmagazin Cancer Research wurde im Januar 2016 von einer Studie (3) mit folgendem Titel berichtet: „A Sucrose-Enriched Diet Promotes Tumorigenesis in Mammary Gland in Part through the 12-Lipoxygenase Pathway“ (Eine mit Haushaltszucker angereicherte Ernährung fördert die Tumorbildung in der Brust über den 12-Lipoxygenase Signalweg). Eine Ernährung mit viel Haushaltszucker, zeigt eine negative Auswirkung auf bestimmte Enzyme, die eine tumorfördernde Auswirkung hat.

Sie möchten oder können nicht selbst ketogen kochen?

Für diesen Fall gibt es zum Glück Dr. Edibon, sie sind  auf die Entwicklung und den Vertrieb von diätetischen Lebensmitteln bei onkologischen Erkrankungen spezialisiert. Menschen mit medizinisch bedingtem Nährstoffbedarf bekommen bei Dr. Edibon Fertiggerichte nach einem  adäquaten Ernährungskonzept geboten.

 

Sie lieben Brot und Süßes

Auch da haben wir eine Lösung für Sie, Dr. Almond. Brote, Kuchenzauber und Schokolade auf Low-Carb-Basis. Schauen Sie sich bei den Kollegen um, Sie werden bestimmt etwas finden, was den Einstieg in das Keto-Leben erleichtert.

 

Margret Ache www.LCHF-Deutschland.de und www.LCHF-Akademie.de

 

Titelbild: © Dan Race – Fotolia.com

 

 

(1) http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/ZfKD/Archiv/epibull_krebsgeschehen_2017.html;jsessionid=9642BEFBBA437A18B9C416206B8E5965.2_cid372

 

(2) http://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Teaser-Archiv/2016/06_2016_Teaser.html

 

(3) http://cancerres.aacrjournals.org/content/76/1/24

 

 

 

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