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LCHF hat mir das Leben gerettet

In den letzten Wochen gab es in Schweden heftige Debatten um die LCHF-Ernährung. Diese Ernährung sei nur etwas für Diät-Fanatiker war noch ein harmloser Kommentar. Die Forscherin Lisa Söderström meinte, dass es Unsinn sei, auf Hunderte von Menschen zu hören, denen die LCHF-Ernährung half. Es zählen nur die Ernährungsratschläge der offiziellen Institution (die lauten wie die der deutschen DGE) und nicht die der zahlreicher Blogger.

 

My Westerdahl, die mit der LCHF-Ernährung 94 Kilo abnahm, hat sich nun mit einem offenen Brief an die Medien gewandt, hier eine freie Übersetzung aus der Tageszeitung „aftonbladet„:

 

„Ich frage mich, ob alle Forscher, Experten und Ernährungsberater selbst wissen, was es heißt abzunehmen. Ob sie wissen, welche Herausforderungen und Schwierigkeiten es mit sich bringt, wenn eine große Abnahme das Ziel ist.

 

Ich weiß, wovon ich spreche. Denn ich habe 55 Prozent meines Ausgangsgewichtes abgenommen, das sind 94 Kilo. Ich kenne die Umsetzung des Abnehmens und habe dabei die Schwierigkeiten und Herausforderungen erfahren, die dazugehören.

 

Bis zum Alter von 20 aß ich genau das, was von den offiziellen Stellen empfohlen wurde, nämlich viele Kohlenhydrate und wenig Fett.

 

Meine erste Diät begann ich als neunjähriges Mädchen. Meine Mutter war staatlich ausgebildete Diätberaterin und sie wollte, dass ich mein Essen wiege und aufschreibe. Doch ein Versuch abzunehmen folgte dem anderen und alle scheiterten. Oft wog ich nach solchen Versuchen mehr als davor. Wegen des ständigen Hungergefühls bei einer kalorienreduzierten Diät kam es dann zum Binge-Eating („Binge-Eating“ bedeutet übersetzt so viel wie „Essgelage“, ist also eine Art Esssucht und gehört zu den Essstörungen).

 

Es ist sehr interessant zu beobachten, wie die Experten in den Medien argumentieren und auf ihre Berechnungen verweisen. Alle vereinfachen die Fakten: Es dreht sich immer nur um Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch. Das kann doch jeder ausrechnen. Laut Professor Stephan Rössner kann man auch mit Himbeerbooten (eine schwedische Süßigkeit) abnehmen. Denn bei einer Gewichtsreduzierung handelt es sich ja nur um ein Minus beim Energieverbrauch. Auf dem Papier sieht das immer ganz einfach aus, wenn die Experten ihre Weisheiten mitteilen. Doch in der Praxis funktioniert es eindeutig nicht. Heute ist schon jeder zweite Schwede übergewichtig.

 

Welchen Vorteil haben wir von einer Ernährungsberatung, die in der Praxis nichts taugt? Die nur schön zu lesen ist? Denn ganz offensichtlich sind die Ratschläge nicht umzusetzen, denn es fällt allen schwer ihnen zu folgen. Doch für die Experten ist die Erklärung, dass es an dir und mir liegt, dass wir zu wenig Disziplin und Charakter haben.

 

In der Zeitung „Dagens Nyheter“ wurde am 9.4.2016 ein Artikel publiziert, in dem der Adipositas-Forscher Erik Hemmingsson darauf hinweist, nicht das zu essen, von dem man nicht die richtige Menge essen kann (wie Kohlenhydrate). Da stimme ich zu. Das ist ein Ernährungsrat, der in der Praxis funktioniert. Ein Rat, mit dem ich es geschafft habe, 55 Prozent meines Ausgangsgewichtes zu verlieren.

 

Entgegen der offiziellen Ernährungsempfehlungen zu essen hat mich vor einer Magenbypass-Operation oder gar vor einem vorzeitigen Tod gerettet. Denn das waren nach Angaben der Ärzte meine Optionen als ich mit 20 Jahren 170 Kilo wog. Dass die Experten falsch lagen habe ich mit meiner dritten Option bewiesen. Ich habe weniger Kohlenhydrate und mehr Fett gegessen. Denn Kohlenhydrate haben bei mir, wie bei vielen anderen Menschen zur Folge, viel mehr zu essen, als ich benötige. Die natürlichen Fette hingegen sorgen dafür, dass ich satt werde und einen schmerzfreien Gewichtsverlust erlebe.

 

In demselben Artikel weist Jacob Gudiol darauf hin, dass die LCHF-Ernährung nur funktioniert, weil sie so restriktiv ist, dass die Menschen kein Junkfood essen, weil es nicht erlaubt ist und daher die Kalorienaufnahme reduziert wird. Vielleicht stimmt es zum Teil, doch es trifft nicht den Punkt. Es geht nämlich darum, dass wir gar kein Junkfood mehr essen wollen. Denn die Sucht nach einer solchen Ernährung ist nach einigen Wochen mit der LCHF-Ernährung überwunden.

 

Ein stabiles Niveau des Blutzuckers und der nicht mehr vorhandene Suchtfaktor von zu vielen Kohlenhydraten sorgen dafür, dass die Gelüste nicht mehr vorhanden sind. Hinzu kommt noch, dass ich bei der LCHF-Ernährung mein Essen weder berechnen noch wiegen muss. Dass ich abnehme, ohne zu hungern. Ohne Hunger abzunehmen ist ein Weg, der in der Praxis funktioniert und nicht nur auf dem Papier mit den Berechnungen der Experten.

 

Um die Adipositas-Epidemie zu stoppen, müssen wir es wagen in andere Richtungen zu denken und akzeptieren, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Ernährungsempfehlungen benötigen.

 

Macht es Sinn, darauf zu bestehen, dass Menschen süchtig und hungrig sind und trotzdem die Ernährungsempfehlung beibehalten sollen?

 

Macht es Sinn daran festzuhalten, dass die Menschen sich beim Abnehmen quälen?

 

Abschließend möchte ich Lisa Söderströms Aussage richtig stellen: Wir sind nicht hunderte sondern tausende Menschen, die Hilfe durch die LCHF-Ernährung erfahren durften.“

 

Wir durften My im Februar auf der LCHF-Kreuzfahrt persönlich kennenlernen. Eine junge energiegeladene Frau mit einer äußerst positiven Ausstrahlung. Toll, dass My solch einen Erfolg mit ihrer dritten Option, der LCHF-Ernährung hat und tausende Menschen inspiriert, einen eigenen Weg zu gehen.

 

Erfolgsgeschichten mit der gesunden LCHF-Ernährung finden Sie in jedem Low Carb – LCHF Magazin und auf unserer Website.

 

Iris Jansen und Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de

 

 

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info@lchf-deutschland.de

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