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Diabetes: Lebensstil ist das A und O

Die generelle Empfehlung einer fettreduzierten Diät kann zumindest aus diabetologischer Sicht nicht mehr gelten.“ Dieser Satz von dem Diabetologen Prof. Dr. Stephan Martin begründete  am 15.04.2014 die Hoffnung, dass sich in der herkömmlichen Diabetestherapie etwas ändern kann.

Prof. Martin bezog sich damals auf die PREDIMED-Studie , die für Aufsehen sorgte. Es waren zwei Gruppen verglichen worden. Eine Gruppe bekam eine mit entweder Nüssen oder Olivenöl angereicherte Diät, die andere Gruppe wurde mit einer fettarmen Standarddiät versorgt.

Jetzt sind fast zwei Jahre vergangen und ich frage mich, hatte diese Aussage oder diese Studie eine Konsequenz? Die offiziellen Empfehlungen lauten so: Für eine gesunde Ernährung wird folgende Zusammensetzung empfohlen: 45 bis 60 Prozent Kohlenhydrate, 30 bis 35 Prozent Fett, 10 bis 20 Prozent Eiweiß, 40 g Ballaststoffe und maximal 6 g Kochsalz täglich. Dabei wird nach wie vor vor den gesättigten Fettsäuren gewarnt. Die Erkenntnisse sind also nicht umgesetzt worden, schade! Könnten sie doch Tausenden von Diabetikern ein besseres Leben bescheren. Da drängt sich die provokative Frage auf: Ist das gewollt?

Zum Glück entdecken immer mehr eigenverantwortliche Menschen, dass es auch Wege außerhalb der Schulmedizin gibt und sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen können. Zum Beispiel durch eine Ernährungsumstellung. Eine Low Carb-Ernährung erspart häufig viele Medikamente und sorgt für einen Blutzucker ohne große Schwankungen. Das wiederum vermeidet die so sehr gefürchteten Hypoglykämien (Unterzuckerungen). Ab einem Blutzucker-Wert von unter 50 mg/dl besteht eine Unterzuckerung, die ohne Behandlung zum Tod führen kann. So verlaufen  etwa 10% aller schweren Unterzuckerungen tödlich. Das Risiko des Eintretens einer Unterzuckerung zu entgehen betrachten  die  Low Carber daher häufig als Lottogewinn.

Sie sind Diabetiker und haben Ihre Ernährung auf Low Carb umgestellt? Prima, welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wie hat Ihr Diabetologe reagiert?

In dem aktuellen Low Carb – LCHF Magazin können Sie den Artikel „Diagnose Diabetes – ein Jahr danach“ von Frank Linnhoff lesen, beeindruckend schildert er seinen Weg.

Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de

 

 

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info@lchf-deutschland.de

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1 COMMENT
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    Jeff Heusserer 28. März 2016

    Hallo,
    ich finde es auch schade, dass Ärzte und Ernährungsspezialisten leider nach wie vor so wenig über die extrem gut wirksame Diabetes-Therapie in Form der LCHF/Ketogene-Ernährung wissen (siehe letzten Pro7 Galileo-Beitrag zur Ketogenen Ernährung).

    Ich hatte im März 2014 im Alter von 47 Jahren im Rahmen einer Vorsorge-Untersuchung die Diagnose Diabetes T2 mit einem HBA1c von über 9% erhalten. Bei der Diabetes-Schulung interessierte sich damals der Diabetes-Spezialist und Oberarzt Dr. Klecka vom Klinikum Klosterneuburg nahe Wien (Österreich) für meine Diagnose, da er sich T2 bei mir als sportlicher und normal-gewichtiger Mensch nicht vorstellen konnte. Nach einigen weiterführenden Untersuchungen stellte sich heraus, dass ich T1-Diabetes (LADA) habe. Die Beta-Zellen meiner Bauchspeicheldrüse wurden (aus bisher ungeklärten Grund) durch eine Autoimmun Reaktion großteils zerstört, ein Teil überlebte allerdings und konnte noch geringe Mengen an Insulin produzieren.

    Ich wollte so wenig wie notwendig an Medikamenten zu mir nehmen! Nachdem ich zuerst gleich meine Ernährung auf weniger und „bessere“ Kohlenhydrate umstellte, konnte ich ca. 1/2 Jahr ohne Medikamente auskommen bevor der Blutzucker-Spiegel wieder anstieg. Zu dieser Zeit begann ich mich, mit der ketogenen Ernährungsform zu beschäftigen und startete diese im August 2014 – bis heute. Dr. Klecka wurde natürlich eingeweiht. Es war nicht seine präferierte Therapie-Form – aber er überließ mir die Entscheidung mit den Worten „Probier’s mal … wir machen ja alle 3 Monate einen Check, da können wir rechtzeitig reagieren, sollte was schieflaufen!“. Und bei jeder neuen Diabetes-Kontrolle war der HBA1c Langzeit-Blutzucker besser. Er sank sehr schnell auf 6,5% und dann weiter auf „gesunde“ 5,6% bei der letzten Kontrolle im Jänner 2016. Auch alle anderen Blut-Werte sind im Normalbereich – HDL von 40 auf 90 bis tlw. über 100 gestiegen, LDL leicht angestiegen aber im Normalbereich, Triglyceride unter 70!
    Jährlich wird auch eine Antikörper-Messung gemacht. Die Antikörper, die für die Zerstörung der Beta-Zellen verantwortlich sind, sind jetzt weiter gesunken, sodass man von einer „Erholung“ der Beta-Zellen sprechen kann.

    Ich kann also aus eigener Beobachtung sagen, dass sich eine LCHF/Ketogene-Ernährung extrem positiv auf meinen Diabetes ausgewirkt hat. Da jeder Mensch anders reagiert, ist die Selbst-Kontrolle (BZ-Messung) und in Zusammenarbeit mit einem verständnisvollen Arzt die engmaschige Labor-Kontrolle – gerade beim Typ1-Diabetes – aber unbedingt notwendig.
    Ich kann jedem Diabetiker nur raten, die vielfach vorliegende Literatur und Studien dazu zu lesen! Damit sollte es – auch für Ärzte und Ernährungsspezialisten – sonnenklar sein, dass die LCHF/Ketogene-Ernährung DIE Therapie für jede Art von Diabetes ist – und die Abhängigkeit von externem Insulin und Medikamenten drastisch eingeschränkt werden kann!

    Alles Gute und liebe Grüße aus Wien!
    Jeff

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