Home / Gesundheit  / Low Carb, Bewegung und weniger Stress = gesundes Herz?

Low Carb, Bewegung und weniger Stress = gesundes Herz?

Noch immer glauben viele Menschen, dass gesättigte Fettsäuren die Arterien verstopfen und dadurch Herzerkrankungen auslösen. Sie essen im guten Glauben Low Fat und High Carb und werden nicht gesünder… Doch was macht ein gesundes Herz aus?

Der aktuelle Stand der Wissenschaft

Drei Kardiologen, Aseem Malhotra, Rita F. Redberg und Pascal Meier, behaupten, es sei ein Mythos, dass gesättigte Fettsäuren für die Herzerkrankungen verantwortlich sind (1). Vielmehr sei wichtig, der richtigen Ernährung, Bewegung und der Stressminimierung Aufmerksamkeit zu schenken. Was veranlasst die Kardiologen zu dieser Aussage? Die Ergebnisse der aktuellen Reviews und Metaanalysen (2) zu diesem Thema haben keinen Zusammenhang zwischen dem Verzehr gesättigter Fettsäuren und einer Herzerkrankung, einem Schlaganfall oder Typ-2-Diabetes gezeigt.

 

Das Kardiologen-Trio vertritt die Meinung, dass nicht die Atherosklerose sondern die Atherothrombose für die meisten Herzprobleme die Verantwortung trägt. Denn inzwischen zeigen klinische Studien, dass Stents zur Erweiterung verengter Arterien das Risiko von Herzinfarkten nicht minimieren (3).

 

Für ein gesundes Herz: Ernährung, Bewegung, Stressminderung

Ernährung

Gesunde Ernährung – gesundes Herz

Aseem Malhotra, Rita F. Redberg und Pascal Meier plädieren zu einer Ernährungsumstellung, die gesunde Fette und keine raffinierten Kohlenhydrate enthält. Sie raten zu Gemüse, Fisch und Olivenöl und verweisen bei ihren Empfehlungen  auf die Ergebnisse der PREDIMED-Studie (4) und der Lyon Heart-Studie.

Rezepte zur gesunden Ernährung finden Sie auf unserer Website und in unseren Kochjournalen.

 

Bewegung tut gut

Warum? Weil Wissenschaftler des Medical Research Council an der University of Cambridge (6) herausgefunden haben, dass die Zahl der Todesfälle durch zu wenig Bewegung doppelt so hoch ist wie die Zahl der Todesfälle durch Übergewicht ist. Die Forscher analysierten die Daten von rund 334.000 Männern und Frauen, die Teil der EPIC-Studie waren. Zwölf Jahre wurden Taillenumfang, Größe und Gewicht der Teilnehmer gemessen. Die sportlichen Aktivitäten wurden erfragt und dokumentiert. Die Todesfälle wurden registriert. Dann stellten die Wissenschaftler das erschreckende Ergebnis vor: Trägheit sorgte in der europäischen Bevölkerung für 676.000 Todesfälle pro Jahr. Übergewicht konnte für „nur“ 337.000 Todesfälle verantwortlich gemacht werden.

 

Stressminderung

Stress scheint ein Fluch unserer Zeit zu sein. Wie kann er minimiert werden? Die schnellste Variante: Lachen. Das Sprichwort „Lachen ist die beste Medizin“ kennen Sie. Und in der tat, Lachen verscheucht die Stresshormone aus dem Körper.

Wenn Sie etwas Zeit investieren können, rate ich Ihnen zu einem Entspannungs- oder Stressmanagementkurs.

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de

 

(1) http://bjsm.bmj.com/content/51/15/1111

Titelbild:  © Jakub Jirsák – Fotolia.com
Print Friendly, PDF & Email

info@lchf-deutschland.de

Review overview
Keine Kommentare

Kommentieren