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Mit Low Carb / LCHF / Keto ins neue Jahr – Teil 2

Mit Leichtigkeit gesund durchs Leben und mit guten Vorsätzen durch das neue Jahr, mit der Low Carb- / LCHF / Keto- Ernährung, Teil 2.

Low Carb / LCHF / Keto, was ist richtig?

Beginnt man die Ernährung radikal oder sanft, das ist immer wieder eine Frage. Doch so ganz generell lässt sich das nicht beantworten. Jeder sollte herausfinden, was am besten passt. Es hängt sehr viel davon ab, wie man gelebt hat und wie man leben möchte.

 

Ein übergewichtiger Diabetiker kann mit Low Carb gut bedient sein, wie schon gestern erwähnt. Ist das Ergebnis mit dieser Form nicht gut genug, kann der nächste Schritt erfolgen, die LCHF-Ernährung. Hier kann mit der liberalen Variante gestartet werden, ist das Ergebnis wie gewünscht, prima.  Falls nicht, heißt es ein eher striktes LCHF, bzw.  Keto zu probieren.

 

Eine junge, sporttreibende Person mit nur wenig Übergewicht ist häufig auch mit Low Carb gut bedient. Denn durch das Training werden die Kohlenhydrate sofort verwertet. Ein guter Tipp, die Kohlenhydrate nach dem Training essen und nicht vorher.

 

Frauen in den Wechseljahren, die schon eine Diätkarriere hinter sich haben, kommen meistens mit einem strikten

LCHF / Keto besser klar.

 

Leider gibt es keine Ernährungsform, die der heilige Gral für alle ist. Selbst ausprobieren und den eigenen Körper dabei beobachten ist das, was ich mit größter Überzeugung empfehlen kann.

Low Carb / LCHF / Keto sind keine Reduktions-Diäten

Viele Menschen, die mit Low Carb / LCHF / Keto beginnen, möchten abnehmen. Sie sagen, dass Sie ein Resultat auf der Waage sehen möchten und haben eine bestimmte Kilozahl im Kopf. Im Grunde aber ist es das Ziel, dass die Kleidung wieder besser passt und das Befinden verbessert wird. Und das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Warum? Weil sich bei so gut wie allen die Figur verändert und die Befindlichkeit verbessert, auch wenn es kein Ergebnis auf der Waage gibt. Der geschwollene Magen verschwindet, die Taille kommt wieder zum Vorschein. Die zu eng gewordenen Hosen passen wieder. Das sind erfreuliche Ergebnisse, die durch den Blick auf die Waage nicht unbedingt bestätigt werden. Daher ist es für viele gut, die Waage in den Schrank zu stellen.

Das Dilemma mit der Waage

„Aber ich möchte ein Resultat auf der Waage sehen“, sagen viele. Warum sind wir auf solche Zahlen fixiert, wenn sie häufig für schlechte Laune sorgen? Ist es nicht besser die Veränderung wahrzunehmen, indem die Hosen besser sitzen und man sich besser fühlt? Aber das ist ein Thema, was bis ins Unendliche diskutiert werden kann.

 

Interessant ist, was Sten Sture Skaldeman in seinem Buch „Fragen und Antworten zur Skaldeman Diät“ schreibt:

„Was macht man, wenn man kein Resultat auf der Waage sieht? Mein Vorschlag ist, die Waage wegzuwerfen. Denn sie zeigt sowieso nicht, wie viel Fett verbrennt oder ob man gesünder wird.

Wenn Sie einen gesunden Körper bekommen, mit dem Sie sich wohl fühlen und Sie eine tiefe Zufriedenheit deswegen spüren, so werden viele weitere positive Sachen passieren. Eine dieser positiven Veränderungen ist, dass Sie weniger Druck auf die Erde ausüben. Das, und nur das, ist das Einzige, was Sie mit Hilfe einer Waage messen können.“

Unterscheiden Sie zwischen Nahrung und Energie

Unser Körper benötigt die richtige Energie, um gut zu funktionieren. Zu den Makronährstoffen unserer Ernährung zählen Fett, Protein und Kohlenhydrate. Jedoch sind nur Fett und Protein essentiell, also lebensnotwendig für uns. Ohne Kohlenhydrate können wir gut leben, auch wenn die DGE empfiehlt mehr als 50% der täglichen Energiemenge davon zu essen. Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine und Mineralien. Diese benötigen wir, um unsere Stoffwechselfunktionen optimal aufrechterhalten zu können.

 

child-466141pixabayLK2Die meisten Menschen in unserer modernen und schnelllebigen Zeit essen hauptsächlich „leere“ Kohlenhydrate, wie Zucker und Mehl, die fast keine Energie liefern, jedoch als Nahrung gelten. Zu allem Übel werden die Kohlenhydrate im Körper immer zu Glukose umgewandelt, also auch die aus Mehl (Brot, Nudeln etc).

 

Hochwertiges Fett liefert dem Körper viel Energie und wird sauber verbrannt, im Gegensatz zu den leeren Kohlenhydraten.

Schnell verwertbare Kohlenhydrate

Eine Ernährung ohne schnell verwertbare Kohlenhydrate (Zucker, Stärke) schenkt uns ein gesünderes Leben. Das bestätigen Studien und tausende von Menschen haben genau das erlebt und erleben es täglich aufs Neue. Low Carb / LCHF / Keto ist die Ernährung für mehr Gesundheit und Leichtigkeit im Leben.

 

Es ist zum Glück kein Geheimnis mehr, dass sich die schnell verwertbaren Kohlenhydrate hinter der weltweiten  Fettepidemie verstecken. Sie sorgen dafür, dass zuerst der Blutzucker in die Höhe rauscht. Es kommt zu einem kurzfristigen Energieschub, danach fällt der Blutzucker wieder ab, es kommt nun häufig zum Leistungsabfall und zu Hungergefühlen. Gleichzeitig kommt es zu einer hohen Insulinausschüttung, dem Hormon, das für die Blutzuckersenkung und für die „Öffnung“ der Fettzellen verantwortlich ist. Das bedeutet: Je mehr Insulin im Blut vorhanden ist, umso mehr Fett kann eingelagert werden. Somit entsteht für viele Menschen ein Teufelskreis.

 

Bei den Low Carb Ernährungsformen kommt es nur zu einer geringen und sehr langsamen Erhöhung des Blutzuckers. So wird der Blutzuckerwert stabil niedrig gehalten, ebenso das Insulinniveau  und die Fettverbrennung wird verbessert. Die Kohlenhydrate bei der Ernährung gehören nämlich zu den langsam verwertbaren. Sie können also die Kontrolle über Ihren Blutzucker übernehmen.

Was bewirken Reduktions-Diäten?

Mit Reduktions-Diäten können wir durch Hungern abnehmen, mehr Gesundheit gewinnen wir damit jedoch nicht. Die Natur hat uns in der Regel einen perfekt funktionierenden Körper gegeben. Reduzieren wir einfach nur die Nahrungsaufnahme, zum Beispiel bei einer herkömmlichen Diät, funktioniert unser Körper schlechter. Wir möchten jedoch einen Körper, der optimal funktioniert. Der den Brennstoff, den er bekommt, sehr gut verwerten kann, uns dadurch Energie und eine gute Gesundheit gibt. Die offiziellen Empfehlungen lauten jedoch, dass wir die meiste Energie in Form von Kohlenhydraten zuführen sollen, also Zucker und Stärke. Folgen wir diesem Rat, werden wir in der Regel, früher oder später, krank und/oder dick.

 

Bei einer Ernährung mit vielen leeren Kohlenhydraten nehmen wir große Mengen Nahrung zu uns, doch die Energieausbeute ist schwach. Erinnern Sie sich an diese heftige Müdigkeit nach Mahlzeiten mit vielen Kohlenhydraten? Das war ein Zeichen, dass Ihnen keine Energie zur Verfügung stand. Hingegen fühlen Sie sich jetzt, mit hochwertigen Fetten als Energieträger, die Low Carb / LCHF / Keto liefern richtig fit nach dem Essen, oder?

Iss weniger, beweg dich mehr!

Iss weniger, beweg dich mehr ist das Motto der TV-Staffel „The biggest loser“. 50 übergewichtige Teilnehmer kämpfen, um eine Runde weiter zu kommen. Viele sehen sich diese Formate wie „The biggest loser“ an. Gelingt schließlich den stark übergewichtigen Teilnehmern das, was sich alle Übergewichtigen wünschen: Abnehmen in Rekordzeit. Das sieht in den Shows natürlich klasse aus, wenn das Motto: „Iss weniger, beweg dich mehr“ so famos funktioniert. Doch bleibt das so oder schlägt auch hier der Jo-Jo-Effekt zu? Ein Forscher-Team in Amerika ging dieser Frage nach.

Was passiert nach The biggest loser?

Das Team um den Amerikaner Dr. Kevin Hall hatte die Möglichkeit, bei 14 der 16 Teilnehmer von „The biggest“ loser eine Nachuntersuchung (1) zu machen. Alle zeigten auch sechs Jahre nach dem Ende des Diätmarathons einen erniedrigten Grundumsatz. Ihre Körper verbrauchten in Ruhe etwa 500 Kilokalorien weniger als eine Vergleichsperson gleichen Gewichts, ohne durchgemachte Diät. Bei einem Kalorienbedarf von 2000 bedeutet das für die Teilnehmer von „The biggest loser“, dass sie nur 1500 Kalorien essen dürfen, um ihr Gewicht zu halten.

 

 

„The biggest loser“ ist der Beweis, dass das Kalorienmodell nicht funktioniert.

„Mit guten Vorsätzen durch das neue Jahr“ Teil 3, lesen Sie in den nächsten Tagen.

 

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Hier geht es zur Anmeldung.

 

Margret Ache und Iris Jansen/www.LCHF-Deutschland.de

 

(1) (1) http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/oby.21538/Abstract

 

Titelbild: Fotolia.com

 

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