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Mythos: Alle Kalorien machen gleich dick

Eine Kalorie ist eine Kalorie, nur die Energiebilanz entscheidet über dick oder dünn. Das vermittelt uns die Nahrungsindustrie und vor allem die Zuckerindustrie immer wieder sehr eindringlich. Es sei egal, ob die Kalorien aus Zucker oder Gemüse kommen. Dr. Robert Lustig, ein US-amerikanischer Kinderarzt und Professor für Neuroendokrinologie, wurde durch seine Forschungen zum Zusammenhang von Übergewicht und Zucker weltweit bekannt. Er sagt:

Wir essen weniger Fett, aber mehr Zucker und werden alle krank.

Dr. Lustig ist einer der prominentesten Gegner der These „Eine Kalorie ist eine Kalorie“ geworden.

Hat dieselbe Kalorienzahl bei zuckerarmer / zuckerreicher Ernährung Auswirkungen?

Kalorien – Gesundheit – Ernährung

Mediziner von der Touro University California haben das bei übergewichtigen Kindern untersucht. An der Studie nahmen Kinder im Alter von neun bis achtzehn Jahren teil, die am sogenannten metabolischen Syndrom (*) litten. In der Studie (1) ging es vor allem um die Reduzierung von Zucker (Glukose und Fruktose). „Nach nur neun Tagen zeigte sich, dass sich die metabolische Gesundheit – gänzlich ohne Abnehmen – in jeder Hinsicht gebessert hatte. Der diastolische Blutdruck war um 5 mm gesunken, die Triglyceride um 33 Punkte, das LDL-Cholesterin um zehn Punkte und die Leberfunktion hatte zugenommen. Der Nüchtern-Blutzucker war um fünf Punkte geringer und die Insulinwerte um ein Drittel.

„Diese Studie verdeutlicht, dass eine Kalorie nicht gleich eine Kalorie ist“

sagt einer, der es wissen muss: Prof. Dr. Robert Lustig.

Was sagt Diet Doctor Andreas Eenfeldt zum Thema Kalorien?

Eine Studie aus dem Jahr 2012 (2) zeigte, dass Menschen, die eine kohlenhydratarme Ernährung praktizierten, täglich um 300 Kalorien mehr verbrennen – und das während des Ruhezustandes! David Ludwig, einer der an dieser Studie beteiligten Harvard-Professoren vertrat die Meinung, dass dieser Vorteil „jener Menge Kalorien entsprach, die man normalerweise bei einem anstrengenden körperlichen Training von einer Stunde verbrennt“. Kohlenhydratarme Ernährung verringert den Hunger und macht es leichter, weniger zu essen. Sie steigert noch dazu die Verbrennung im Ruhezustand. Eine Studie nach der anderen zeigt, dass kohlenhydratarme Ernährung der klügste Weg ist abzunehmen und gleichzeitig die wichtigsten Gesundheitsmarker zu verbessern. (https://www.dietdoctor.com/?s=300+kalorier&st=any)

Wichtig ist, darauf zu achten, woher die Kalorien kommen

Auch mit einer Low-Carb-Ernährung kann gut zugenommen werden. Es darf nicht der Eindruck entstehen, wenn ich Low Carb esse, kann ich so viel essen wie ich möchte und nehme ab. Wichtig ist, woher kommen die Kalorien, die ich esse und welche Signale geben sie dem Körper. Und 500 Kalorien aus natürlicher Ernährung machen satt und geben dem Körper auch diese Signale. 500 Kalorien aus Schokolade mögen ein gutes Gefühl vermitteln, doch sie machen nicht wirklich satt und geben dem Körper nach kurzer Zeit das Signal nach mehr. Werfen wir einen Blick auf 500 Kalorien aus unterschiedlichen Quellen:

 

Wie 500 Kalorien aussehen

95 g Schokolade

Inhalt Eiweiß Kohlenhydrate Fett
Gesamt in Gramm 6,1 55,6 28,0
Energieverteilung in Prozent 5 45 50

 

Energie: 503 kcal

 

150 g Steak

200 g Blumenkohl

40 g Weidebutter

 

Inhalt Eiweiß Kohlenhydrate Fett
Gesamt in Gramm 41,8 4,3 36,6
Energieverteilung in Prozent 33 3 63

 

Energie: 505 kcal

 

Das verdeutlicht, dass es eine große Rolle spielt, woher die Kalorien kommen.

 

 

Prof. Dr. Robert Lustig, Zucker: Pur, weiß, tödlich

Wer sich für den wissenschaftlichen Hintergrund des Zuckers interessiert, liest am besten „Pur, weiß, tödlich„:

Vom Küchenschrank ins Giftkabinett?

Vor über 40 Jahren schrieb John Yudkin sein visionäres Buch „Pure, white and deadly“ und brachte auf den Punkt, was heute durch weiterführende Studien zweifelsfrei belegt worden ist: Zucker verursacht Adipositas, Diabetes, koronare Herzerkrankungen und so ziemlich jede „Zivilisationskrankheit“, die man kennt.

Zucker, so der Autor, ist verantwortlich für über 35 Millionen Todesfälle weltweit pro Jahr. Sprechen wir also von einem Genussmittel oder doch von einem Zellgift? John Yudkin wird als einer der bedeutendsten Ernährungswissenschaftler seiner Zeit angesehen.

Seine Arbeiten zum Zuckerkonsum wurden wiederum von Prof. Dr. Robert Lustig, einem der führenden amerikanischen Stoffwechselexperten und Vorreiter der Low-Carb-Bewegung weitergedacht und publiziert. Gerade heute ist die deutsche Neuauflage von „Pure, white and deadly“ so aktuell wie nie.

– Das visionäre wissenschaftliche Werk zur Zuckergefahr endlich in aktualisierter deutscher Neuauflage.
– Seit den 1960er-Jahren bekannt. Seit 1972 öffentlich gemacht. Heute immer noch verschwiegen: die Zuckergefahr.
– Yudkin war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus und doch wurden alle seine Voraussagen bestätigt. Und übertroffen!
– Ein wichtiges, prophetisches und hoch seriöses wissenschaftliches Grundlagenwerk.

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de

 

(1) http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/oby.21371/abstract;jsessionid=2872ED3B5E96F6381DEB5EB99B0D3D0E.f03t04

(2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22735432

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