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Salz und Gesundheit

Wie viel Salz benötigen wir täglich? Darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn nennt 6 Gramm pro Tag für Jugendliche und Erwachsene als Richtwert. Als Obergrenze definiert sind 10 Gramm. Der schwedische Arzt und Biochemiker Dr. Björn Hammerskjöld vertritt eine andere Auffassung über die er hier berichtet.
Die normale Menge Salz, die wir täglich benötigen, liegt zwischen 15 und 25 Gramm. Auf jeden Fall, wenn man dem Klinkemlabor (ein biochemisches Labor in Schweden) Glauben schenken kann. Dort maßen die Wissenschaftler einen Salzwert zwischen 150-300 mmol (entsprechen 9 bis 18 Gramm Salz, NaCL) im Sammelurin von 24 Stunden.
Da zusätzlich ungefähr 5 Gramm Salz ausgeschwitzt werden und bei der Verdauung auch zwischen 1 und 4 Gramm Salz verloren gehen, komme ich auf einen Bedarf von 15 bis 25 Gramm täglich.

Unsere Institutionen sagen etwas anderes.
Wie kann das sein?

Unsere Nieren filtern täglich 1000 bis 2000 g Salz in den Glomeruli (Filterkörperchen der Niere) aus dem Blut. Etwa 99% der Flüssigkeit und die meisten Salze werden wieder aufgenommen und an das Blut zurückgegeben. Über den Urin verlieren wir somit täglich zwischen 9 und 18 Gramm Salz.
Ist es da nicht einleuchtend, dass wir mindestens soviel Salz auch wieder aufnehmen müssen?
Nehmen wir weniger als 6 Gramm Salz täglich zu uns, hat das Auswirkungen auf das blutdrucksenkende System mit den Hormonen Aldosteron, Angiotensin und Renin. Diese Hormone müssen dann ein 3 x höheres Niveau haben, als bei einer ausreichenden Salzzufuhr.

Unser Körper ist so intelligent, dass er das Blutvolumen vermindert, um einen „normalen“ Salzgehalt aufrechterhalten zu können. Dies hat zur Folge, dass unser Herz-Kreislaufsystem den Blutdruck erhöht.
So empfehlen also die offiziellen Stellen, eine Verminderung des Blutvolumens. Dadurch nimmt jedoch das Risiko verschiedener Erkrankungen zu und man kann an Salzmangel sterben.
Es hat sich gezeigt, dass es unmöglich ist, den Salzgehalt im Blut über 145 mmol/l zu erhöhen (wenn man nicht wegen Flüssigkeitsmangel ausgetrocknet ist). Dementsprechend erhöht sich der Blutdruck nicht weil wir Salz essen, das Gegenteil ist der Fall, er sinkt. Wir benötigen also gar nicht so viele blutdrucksenkende und salzsparende Hormone.
Untersuchungen haben auch belegt, dass Diabetiker weniger Insulinresistenzen bekommen, wenn sie mehr Salz zu sich nehmen.
Genießen Sie Ihr Leben und essen ausreichend Salz, dann haben Sie in der Regel gute Blutdruckwerte.

Wenn Sie sich jetzt noch gesund ernähren, also LCHF essen, sammelt Ihr Körper kein Wasser an, denn dann fehlt die Glukose, die das Wasser und somit das Salz bindet. Es ist ein Irrglaube, dass das Salz das Wasser bindet. Ein Zuviel an Salz, bis zu 100g am Tag, wird nämlich wieder ausgeschieden.

Björn Hammerskjöld war Pädiatrieprofessor an der Akademie von Strömstad (Schweden), Oberarzt in der Pädiatrie und Biochemiker. Seit über zehn Jahren befasst er sich intensiv mit der Ernährung, Physiologie, Endokrinologie und vor allem den aktuellen Studien in diesen Bereichen.

Dieser Artikel ist im Low Carb – LCHF Magazin Oktober 2014 erschienen.

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info@lchf-deutschland.de

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