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Vitamin D – das Sonnenhormon

Vitamin D wird in der Haut gebildet, wenn die Sonne scheint. In Deutschland haben wir das Problem, dass die Kraft der Sonne nur von April bis September ausreichend ist. Da wir aber in den letzten Tagen kaum die Sonne gesehen haben, ist es an der Zeit, sich über dieses wichtige Vitamin zu informieren. Wie können wir für einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel sorgen?
Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gehen davon aus, dass 60 Prozent der Erwachsenen Deutschen und 86 Prozent der Kinder nur unzureichend mit Vitamin D versorgt sind. „Wir befinden uns in einem Mangelland“, sagt Prof. Jörg Reichrath von der Universität des Saarlands. „Es konnte gezeigt werden, dass die Lebenserwartung von Menschen mit Vitamin-D-Mangel niedriger ist als die von Menschen mit ausreichender Versorgung. Viele aktuelle Studien sprechen dafür, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel neben bestimmten Krebserkrankungen auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöht. So ist beispielsweise gezeigt worden, dass das Immunsystem Vitamin D braucht, um bestimmte Bakterien wie die Tuberkulose-Erreger effektiv abtöten zu können. Das ist einer der Gründe, aus denen man früher Hauttuberkulose mit Lichttherapie behandeln und teilweise sogar heilen konnte.“
Dr. Nikolai Worm sagt: „Unsere übliche Unterversorgung mit Vitamin D  Struktur Vitamin D ist ein gewaltiger Risikofaktor für praktisch alle Zivilisationserkrankungen.“
„Von einer nicht ausreichenden Vitamin-D-Versorgung spricht man bei Werten unter 30 Nanogramm pro Milliliter Blut“, sagt Dr. Barvencik vom Institut für Osteologie und Biomechanik des UKE. Auch rät er zur Einnahme von Vitamin-D-Präparaten. Um den genauen Bedarf zu ermitteln, sollte eine Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels erfolgen. Dazu misst man die Speicherform des Vitamin D, das 25-Hydroxy-Vitamin-D, auch kurz 25-D genannt. Wichtig ist, dass das Blutröhrchen sofort nach der Entnahme lichtdicht verpackt wird. Vitamin D zersetzt sich unter Lichteinwirkung.
Werte zwischen 31 und 60 Nanogramm bedeuten eine ausreichende Versorgung. Von einer sehr guten Versorgung wird bei Werten von 61 bis 90 Nanogramm gesprochen.
Der schwedische Arzt und Ernährungsexperte Dr. Andreas Eenfeldt rät zu folgender Dosierung:
Erwachsene: 2000 bis 5000 E täglich (Kleine Frauen 2000 E und große Männer 5000 E)
Kinder unter 10 Jahren: 1000 E täglich.
1 µg Vitamin D = 40 E, also entsprechen 2000 E 50 µg.
Laut Dr. Eenfeldt ist eine Überdosierung von Vitamin D nahezu unmöglich, da alle bekannten Fälle einer Vitamin-D-Vergiftung mindestens 30.000 E täglich zu sich genommen haben.
Eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr durch die Ernährung ist fast unmöglich, denn das würde bedeuten jeden Tag 350 Gramm frischen Fisch oder 35 Eier zu essen.

Besondere Risikogruppen für einen Vitamin-D-Mangel sind ältere und dunkelhäutige Menschen. Ältere Menschen sind im Sommer seltener im Freien und dunkle Haut ist besser vor der Sonne geschützt und stellt deswegen weniger Vitamin D her. Besonders problematisch ist dies für Menschen mit schwarzer Hautfarbe in Deutschland. Ihr Körper kann hier kaum ausreichend Vitamin D produzieren.
In der Regel sind Säuglinge die am besten mit Vitamin D versorgte Gruppe in Deutschland. Denn sie erhalten meistens gleich nach der Geburt Vitamin D Tropfen, als Rachitis Prophylaxe.
Für Diabetiker ist diese Meldung besonders interessant: Vitamin D stabilisiert den Blutzucker, schriebt das Ärzteblatt am 18.11.2013. „Im Hinblick auf die Insulinwirkung auf die peripheren Gewebe verbesserte sich die Insulinsensitivität um 60 Prozent, wenn der Vitamin-D-Spiegel von schwerem Mangel von unter 10 ng / ml auf über 30 ng / ml anstieg“, sagte Professor Klaus Badenhoop.
Wer gerne mehr über Vitamin D erfahren möchte, hier zwei Buchtipp: Superhormon Vitamin D von Prof. Dr. med. Spitz und Heilkraft D von Dr. Nicolai Worm.

 

Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de

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