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Vitamin D, die Gesundheits-Fragestunde

Vitamin D ist für eine gute Gesundheit unentbehrlich. Als zertifizierte Vitamin-D-Beraterin IVD (Institut Vitamin Delta) erreichen mich immer wiederkehrende Fragen zu dem Sonnenvitamin.

Bildet mein Körper in den Sommermonaten ausreichend Vitamin D?

Wenn Sie ohne Sonnenschutzmittel mit viel freier Haut in der Mittagszeit (11 bis 15 Uhr) in die Sonne gehen, bildet Ihr Körper ausreichend das Sonnenvitamin. Doch Achtung, je nach Hauttyp beträgt die Zeit 5 bis 30 Minuten. Je heller Ihr Hauttyp ist, umso weniger Zeit verbringen Sie so direkt in der Sonne. Danach schützen Sie ihre Haut bitte entsprechend.

Ich habe gehört, dass ein guter Vitamin-D-Spiegel vor Krebs schützen soll.

Im April 2016 ist eine Pharm-unabhängige Studie publiziert worden, die das bestätigt. Damit ist der statistische Nachweis erbracht, dass höhere Vitamin-D-Spiegel mit einem verminderten Krebsrisiko verbunden sind. Ist ein Vitamin-D-Spiegel unter 40 ng/ml erhöht sich das Risiko einer Erkrankung drastisch. Das gilt besonders für Darm- und Brustkrebs. Die Studie ist hier nachzulesen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=27049526.

Wie hoch sollte mein Vitamin-D-Spiegel sein?

Ein Spiegel unter 40 ng/ml erhöht deutlich das Risiko für viele Erkrankungen, so auch für Krebs.

In der Orthomolekularen Medizin gelten diese Richtwerte:

< 11 ng/ml Kritisch niedriger Vitamin-D-Spiegel

11 – 30 ng/ml Langfristiger Vitamin-D-Mangel

31 – 40 ng/ml Ausreichende Vitamin-D-Versorgung

41 – 60 ng/ml Gute & präventive Vitamin-D-Versorgung

61 – 90 ng/ml Sehr gute Vitamin-D-Versorgung

91 – 150 ng/ml Übermäßige Vitamin-D-Versorgung

> 150 ng/ml Vitamin-D-Vergiftung

Was ist der Unterschied zwischen Vitamin D2 und Vitamin D3?

Vitamin D ist ein Sammelbegriff für mehrere Verbindungen, die jedoch die gleiche biologische Wirksamkeit haben. In den Pflanzen kommt das Ergocalciferol = Vitamin D2 und in tierischen Produkten das Cholecalciferol = Vitamin D3 vor. Letzteres wirdvom Körper unter Einfluss von UV-Licht selbst erzeugt wird.

Stimmt es, dass ich bei Übergewicht mehr Vitamin D benötige?

Hohes Körperfett bindet Vitamin D, ein fettlösliches Hormon, sehr effizient und entfernt es aus dem Blut. Daher müssen Übergewichtige für denselben Spiegel mehr Vitamin D substituieren als schlanke Menschen.

Wo kann ich die aktuellen Studien zu Vitamin D nachlesen?

Besuchen Sie die Sie Website von www.PUBMED.gov. Dort geben Sie einen Zeitraum und das Stichwort Vitamin D ein. Ihnen wird nach wenigen Sekunden die Zahl der international veröffentlichten Artikel angezeigt. Sie werden feststellen, dass das Wachstum in der Vitamin-D-Forschung  größer ist als in den übrigen Forschungsbereichen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Typ-2-Diabetes?

Die Frage kann eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden. In einer Studie aus dem Jahr 2008 wurde bei Männern der Vitamin-D-Spiegel bestimmt, danach wurden Sie in vier Gruppen eingeteilt. Die Gruppe mit dem niedrigsten Werten hatte ein um 6 x höheres Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Hier können Sie die Studie einsehen: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17538533

Verstärkt ein Vitamin-D-Mangel meine Allergie?

Um das Ausmaß einer Allergie einzuschätzen, kann eine bestimmte Blutuntersuchung durchgeführt werden. Diese misst die Konzentration der Stoffe, die bei einer allergischen Reaktion ausgeschütteten werden, das ist der sogenannte IgE-Wert (IgE=Immunglobulin vom Typ E). Er kann als Maßstab für die Ausprägung einer Allergie angesehen werden. Dr. med. Raimund von Helden berichtet, dass eine Korrektur des Vitamin D-Mangels mit anschließender Erhaltungsdosis für hohe Vitamin-D-Spiegel im Verlaufe von Jahren und Monaten zu einem Rückgang der IgE-Werte führt. Was wiederrum eine Verbesserung der allergischen Symptome bewirkt oder sie ganz verschwinden lässt.

Ich gehe im Winter viel spazieren und nutze jeden Sonnenstrahl, bilde ich da nicht ausreichend Vitamin D?

Nein, leider nicht. Deutschland liegt auf dem 50. Breitengrad, das bedeutet, dass die Sonne ganze sechs Monate im Jahr nicht genügend UV-Strahlen zu uns schicken kann, die unser Körper benötigt, um Vitamin D selbst herzustellen. Sonne im Winter ist zwar Balsam für die Seele, doch keine Unterstützung für die Vitamin-D-Bildung.

Stimmt es, dass der Vitamin-D-Spiegel nach den Wintermonaten generell sehr niedrig ist?

Mehr als jeder Fünfte weist in den Wintermonaten einen Spiegel unter 10 ng/ml auf. Das ergab eine repräsentative Untersuchung durch das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (Max-Rubner-Institut) aus den Jahren 2005 bis 2008. Mehr als die Hälfte der Deutschen haben einen Spiegel unter 20 ng/ml, in den Wintermonaten sind es sogar mehr als zwei Drittel.

 

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Low Carb – LCHF – Gesundheit – Ernährung

Das Low Carb – LCHF Magazin im praktischen Abo

Seit 2014 erscheinen 4 gedruckte Ausgaben im Jahr mit je 48, seit 2016 mit je 64 Druckseiten.
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Das Low Carb – LCHF Magazin erscheint im handlichen Format: 170 mm breit x 240 mm hoch.

Eine LCHF-Zeitschrift in Deutschland zu haben, war unser großer Wunsch. Doch erst im Frühjahr 2013 reifte die Idee in uns, selbst ein deutschsprachiges Magazin herauszugeben. Die ersten Ausgaben sollten online erscheinen. Nach zwei Ausgaben im Mai und Oktober 2013 wagen wir den Schritt, das Magazin als Druckausgabe herauszubringen.

Vier Ausgaben gibt es jährlich. Von den schwedischen Kollegen erhielten wir viel Zuspruch. So haben wir uns vom schwedischen „LCHF magasinet“ inspirieren lassen und uns dort viele Anregungen geholt. Es beeindruckt uns sehr, auf Fortbildungen in Schweden immer wieder festzustellen, wie sich alle gegenseitig unterstützen. Das wünschen wir uns ebenso für Deutschland. In diesem Bereich können wir viel von unseren Nachbarn aus dem hohen Norden lernen.

Herzlichen Dank ganz besonders an Dr. Annika Dahlqvist, Sten Sture Skaldeman, Dr. Andreas Eenfeldt, Birgitta Höglund und Mats Lindgren für die große Unterstützung. Wir durften von Euch schon so viel lernen. Tack så mycket. Das Wichtigste der LCHF-Ernährung stellen für uns die gesundheitlichen Verbesserungen dar, denn LCHF ist keine Reduktionsdiät. Es ist ein Ernährungsstil zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und zur Gewichtsregulierung. Eine gute Zusammenarbeit mit allen Low Carb orientierten Ernährungsgruppen ist uns wichtig, zum Nutzen und zum Wohle von uns allen. Immer mehr kommen stärke- und zuckerhaltige Produkte in die Kritik und werden in den Medien in Zweifel gestellt. Das macht uns Mut. Wir wissen, LCHF steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Wenn dieses Magazin hilft, die ersten Schritte erfolgreich zurückzulegen, dann hat sich all die Arbeit, die in diesem Magazin steckt, mehr als gelohnt. Unser Wunsch ist, dass Sie diese Ernährungsform für mindestens 14 Tage ausprobieren.

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de und www.LCHF-Akademie.de

 

 

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