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Warum macht Zucker gute Gefühle?

Unser Gehirn bevorzugt den süßen Geschmack. Das hatte in der Evolution eine große Bedeutung, denn es galt, was süß schmeckt, ist in der Regel ungiftig und reich an Energie. Daher nimmt das Gehirn Glukose gerne als sicheren Brennstoff. Das Problem in der heutigen Zeit ist, dass wir einen unnormalen hohen Zugang zum Zucker haben und es nicht schaffen, die Einnahme zu stoppen (Low Carber und LCHFler ausgenommen ;-)). Deswegen essen wir schnell viel zu viel Zucker und Kohlenhydrate, denn unser Körper reagiert darauf mit einer Freisetzung von Dopamin, Serotonin und Endorphinen, also Signalsubstanzen, die dafür sorgen, dass wir uns gut und zufrieden fühlen.

Dopamin ist das Glücksmolekül unseres Gehirns. Dopamin wird freigesetzt und fungiert als Belohnungssystem, wenn wir den Bedarf unseres Körpers erfüllen: Wir essen, wenn wir hungrig sind, wärmen uns, wenn wir frieren, schlafen, wenn wir müde sind, aber auch, wenn wir eine Aufgabe erledigt haben, ein Projekt abgeschlossen haben, ein Schnäppchen gemacht haben oder wenn wir Liebe erleben und gute Beziehungen haben. Dopamin ist der Stoff, der uns laut neuester Forschungen, abhängig macht.
Doch offenbar wirkt sich leider auch Insulin auf Dopamin aus, dazu ein interessanter Artikel http://de.sott.net/article/19750-Es-ist-die-Sucht-die-uns-zu-Kohlenhydraten-und-in-die-Krankheit-treibt-Insulin-fuhrt-zu-mehr-Dopaminausschuttung

Serotonin ist unser „Wohlfühlhormon“ und bei einem niedrigen Niveau können wir uns deprimiert und träge fühlen. Es wird durch Zucker und raffinierte Kohlenhydrate stimuliert.

Endorphine wirken in unserem Körper schmerzstillend, sowohl bei psychischen als auch bei physischen Schmerzen. Liegt man zum Beispiel auf einem Nagelbett, werden Endorphine ausgeschüttet. Und obwohl es weh tut, bleiben wir darauf liegen, weil die Endorphine die Schmerzen dämpfen. Zucker und Kohlenhydrate funktionieren schmerzstillend und angstdämpfend. Allerdings nur für eine kurze Zeit. Schnell benötigen wir mehr Zucker, um das schmerzstillende Gefühl aufrecht zu erhalten. Zucker lollis

Zuckersüchtige Personen können sowohl unter-, normal-, als auch übergewichtig sein. Es kann sich um fresssüchtige Personen handeln, muss jedoch nicht so sein. Ist man zuckersüchtig, bedeutet das, dass man die ganze Zeit nach Essen sucht, welches einem „gute Gefühle“ macht. Dadurch sind wir großen Gefühlsschwankungen und niedrigen Energieniveaus ausgesetzt, weil das Insulinniveau in unserem Körper permanent hoch ist und unsere Blutzuckerwerte somit Berg- und Talbahn fahren.

Zuckersüchtige pendeln zwischen Depression und Aggression. Sie können wütend, unvorhersehbar, vergesslich und impulsiv sein und im nächsten Augenblick jedoch kreativ, klarsichtig, charmant, energisch, verspielt und liebevoll.

Wenn man zuckersüchtig ist, ist es mehr als nur eine Ernährungsumstellung, um die Sucht zu besiegen. Es ist auch notwendig zu verstehen, wie der eigene Körper reagiert. Es ist wichtig zu trainieren, mental und physisch. Von großer Bedeutung ist es zu lernen, dass man sich die „positiven Gefühle“ auch ohne Zucker holen kann. Gefühle, die ebenfalls eine Dopaminausschüttung bewirken, um den Zuckersüchtigen zufrieden zu machen.

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Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de

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