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Warum macht Zucker gute Gefühle?

Unser Gehirn bevorzugt den süßen Geschmack. Das hatte in der Evolution eine große Bedeutung, denn es galt, was süß schmeckt, ist in der Regel ungiftig und reich an Energie. Daher nimmt das Gehirn Glukose gerne als sicheren Brennstoff und bekommt dadurch auch gute Gefühle.

Warum macht Zucker gute Gefühle

Das Problem in der heutigen Zeit ist, dass wir einen unnormalen hohen Zugang zum Zucker haben und es nicht schaffen, die Einnahme zu stoppen (Low Carber, LCHFler und Ketarier ausgenommen ;-)). Deswegen essen wir schnell viel zu viel Zucker und Kohlenhydrate, denn unser Körper reagiert darauf mit einer Freisetzung von Dopamin, Serotonin und Endorphinen, also Signalsubstanzen, die dafür sorgen, dass wir uns gut und zufrieden fühlen.

Dopamin

Dopamin ist das Glücksmolekül unseres Gehirns. Dopamin wird freigesetzt und fungiert als Belohnungssystem, wenn wir den Bedarf unseres Körpers erfüllen: Wir essen, wenn wir hungrig sind, wärmen uns, wenn wir frieren, schlafen, wenn wir müde sind, aber auch, wenn wir eine Aufgabe erledigt haben, ein Projekt abgeschlossen haben, ein Schnäppchen gemacht haben oder wenn wir Liebe erleben und gute Beziehungen haben. Dopamin ist der Stoff, der uns laut neuester Forschungen, abhängig macht.

Doch offenbar wirkt sich laut dieser Studie (1) auch Insulin auf Dopamin aus.

 „Je mehr Insulin im Gehirn vorhanden ist, desto mehr Dopamin wird dort auch freigesetzt“,

fasste Studienautorin Margaret Rice von der New York University School of Medicine die Erkenntnisse ihres Teams zusammen.

Serotonin

Serotonin ist unser „Wohlfühlhormon“ und bei einem niedrigen Niveau können wir uns deprimiert und träge fühlen. Es wird durch Zucker und raffinierte Kohlenhydrate stimuliert.

Endorphine

Endorphine wirken in unserem Körper schmerzstillend, sowohl bei psychischen als auch bei physischen Schmerzen. Liegt man zum Beispiel auf einem Nagelbett, werden Endorphine ausgeschüttet. Und obwohl es weh tut, bleiben wir darauf liegen, weil die Endorphine die Schmerzen dämpfen. Zucker und Kohlenhydrate funktionieren schmerzstillend und angstdämpfend. Allerdings nur für eine kurze Zeit. Schnell benötigen wir mehr Zucker, um das schmerzstillende Gefühl aufrecht zu erhalten.

Zuckersüchtige

Zucker macht gute Gefühle

Zuckersüchtige Personen können sowohl unter-, normal-, als auch übergewichtig sein. Es kann sich um fresssüchtige Personen handeln, muss jedoch nicht so sein. Ist man zuckersüchtig, bedeutet das, dass man die ganze Zeit nach Essen sucht, welches einem „gute Gefühle“ macht. Dadurch sind wir großen Gefühlsschwankungen und niedrigen Energieniveaus ausgesetzt, weil das Insulinniveau in unserem Körper permanent hoch ist und unsere Blutzuckerwerte somit Berg- und Talbahn fahren.

 

Zuckersüchtige pendeln zwischen Depression und Aggression. Sie können wütend, unvorhersehbar, vergesslich und impulsiv sein und im nächsten Augenblick jedoch kreativ, klarsichtig, charmant, energisch, verspielt und liebevoll.

 

Wenn man zuckersüchtig ist, ist es mehr als nur eine Ernährungsumstellung, um die Sucht zu besiegen. Es ist auch notwendig zu verstehen, wie der eigene Körper reagiert. Es ist wichtig zu trainieren, mental und physisch. Von großer Bedeutung ist es zu lernen, dass man sich die „positiven Gefühle“ auch ohne Zucker holen kann. Gefühle, die ebenfalls eine Dopaminausschüttung bewirken, um den Zuckersüchtigen zufrieden zu machen.

 

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Margret Ache

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(1) https://www.nature.com/articles/ncomms9543

 

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2 COMMENTS
  • christian Kirchhoff 17. Februar 2019

    ,,Dopamin ist das Glücksmolekül unseres Gehirns“ Es ist eher ein Lernhormon!

    Laut Neurowissenschaftler Guyenet und seinem Buch ,,the hungry brain“ ist Dopamin ein Lernhormon, ein Motivierer aber kein Glückshormon. Er schreibt: ,,You may have heard that dopamine is the ,,pleasure chemical“, responsibel for the causing the neuro chemical rush that makes us feel really good as we win a race, have sex, eat chocolate, or smoke crack cocaine. Although that idea is common in popular science writing, it has long been out of date within the scientific community. In Tierstudien zeigen Tiere auch ohne Dopamine Pleasure und Humanstudien supporten das. Endorphine schon eher, ja, die werden wohl mit Dopamin ins ins Striatum released.

    Es geht noch weiter aus eigener Recherche, was das oben bestätigt: Dopamin ist also wahrscheinlich kein ,,Happy Hormon“, steht ebenso in einem Buch mit dem Namen ,,Pleasures of the Brain‘‘. Lässt man Dopamin genetisch beseitigen, verhindert man im Tierversuch nicht ,,liking-reactions‘‘ (pecina et al., 1997) und auch am Menschen sieht man, dass ein Wohlgefühl noch nach einem Schokomilch-Drink aufkommt, wenn Dopamin-Neuronen bei Parkinson verloren gehen (Sienkiewiez-Jarosz et al., 2005).

    Mich würde zum Thema Zuckersucht interessieren, was sie zu diesem Podcast sagen, der das aus wissenchaftlicher Sicht eher kritisch sieht, wenn es um die Definition Sucht geht. Ja, es ist ein Podcast aber der Inhalt sehr hörenswert. –>https://smartfitnessandfoodradio.libsyn.com/34-frank-taeger-zuckersucht-wirklich-vergleichbar-mit-kokainkonsum

    Gruß Christian Kirchhoff

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