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Was hilft bei einer Laryngitis gastrica?

Bei der Laryngitis gastrica handelt es sich um eine Kehlkopfentzündung, die durch einen Reflux von Magensäure verursacht wird. Zur Behandlung werden häufig medikamentöse Protonenpumpenhemmer verschrieben. Meistens finden ernährungstechnische Maßnahmen keine Beachtung. Leider, denn Ernährung kann genauso gut helfen,  wie die Behandlung mit einem Protonenpumpen-Inhibitor (PPI). Dazu gab es jetzt eine kleine Studie vom dem US-Laryngologen Dr. Zalvan (1).

Die Laryngitis gastrica

Etwa 8 bis 26 Prozent der Deutschen leiden unter diesen Refluxbeschwerden, wie Heiserkeit, chronischer Hustenreiz, Räuspern, Globusgefühl und unspezifischen Schluckbeschwerden. In der Studie wurden die Probanden auf eine Mittelmeerdiät und das Trinken von alkalischem Wasser gesetzt. Zwar war der Unterschied zur Kontrollgruppe nicht signifikant besser, doch es war ein Erfolg ohne Medikamente. Da der neue Therapieansatz nicht in einer randomisierten klinischen Studie untersucht wurde, ist die wissenschaftliche Evidenz leider gering. Und wir, die wir unglaublich viele gesundheitliche Verbesserungen durch eine Low Carb- LCHF- oder ketogene Ernährung erfahren haben, wissen, dass subjektive Verbesserungen nicht zählen. Nicht in einer Welt, in der in erster Linie auf Medikamente gesetzt wird, die die Pharmaindustrie reich machen.

 

Wir korrupt ist die Pharmaindustrie?

Lassen wir die Zahlen sprechen: Johnson & Johnson zahlte 2012 Geldbußen von über 1,1 Milliarden Dollar. Merck zahlte wegen Betruges 670 Millionen Dollar. Eli Lilly zahlte 2009 1,4 Milliarden Dollar. Abbott zahlte 2012 wegen Betruges 1,5 Milliarden Dollar…

„Medikamente sollen uns ein langes, gesundes Leben bescheren. Doch die Pharmaindustrie bringt mehr Menschen um als die Mafia.“ sagte der dänische Mediziner Peter C. Gøtzsche am 06. Februar 2015 in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

In seinem aufrüttelnden Buch „Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität„, schreibt Gøtzsche eindringlich, wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert:

Ein Pharmakonzern wurde durch den Verkauf von Heroin groß. Ein anderer steht im Verdacht, mit falschen Behauptungen über ein Arthritis-Medikament den Tod von Tausenden Patienten verursacht zu haben. Ein weiterer belog die US-amerikanische Food and Drug Administration und wurde zu einer Strafe von 2,3 Milliarden Dollar verurteilt.
Dieses Buch handelt von der dunklen Seite der Pharmaindustrie, von der Art und Weise, wie Medikamente entdeckt, produziert, vermarktet und überwacht werden. Es zeigt detailliert auf, wie Wissenschaftler Daten fälschen, um ihre Meinung zu verteidigen. Dabei stehen die Pharmakonzerne der Mafia in nichts nach, sie sind sogar schlimmer und haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen.
Gøtzsches Buch handelt jedoch nicht nur von Problemen. Der Autor bietet Lösungen, von denen einige größere Erfolgschancen haben als andere, und er zeigt auf eindrückliche Weise die Notwendigkeit für umfassende Reformen.

Pseudo-Studien bringen Ärzten Geld

Im März 2016 erschien der Artikel „Millionengeschäft mit Pseudo-Studien: Wie Pharmafirmen Ärzte beeinflussen “ in der Süddeutschen Zeitung. „Mehr als 100 Millionen Euro haben Pharmafirmen demnach jedes Jahr an Deutschlands Ärzte bezahlt, damit diese beobachten, wie sich ihre Medikamente in der Praxis machen.“ Kann das objektiv sein? Wohl kaum!

Es ist mehr als fragwürdig, wenn Anwenderbeobachtungen wie mit dem Krebsmittel Paclitaxel gemacht werden. Ein Medikament, dass seit Jahrzehnten weltweit millionenfach verschrieben wurde, aus dem keine neuen Erkenntnisse mehr gezogen werden können.

Was meinen Sie?

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de

 

Titelbild: © Adiano – Fotolia.com

 

(1) http://jamanetwork.com/journals/jamaotolaryngology/fullarticle/2652893

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