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Weniger Zucker – Gesunde Ernährung für Kinder

Alle Eltern möchten Ihre Kinder gesund ernähren. Doch sie wissen oft nicht, wie sie das anfangen sollen. Mein Tipp: Mit einer Reduktion des Zuckers. Wie kann eine gesunde Ernährung  mit weniger Zucker für Kinder aussehen? Zum Beispiel, indem die üblichen Zuckerquellen ausgetauscht werden.

 

Zuckerhaltige Lebensmittel gegen eine gesündere Variante tauschen

 

Zuckerhaltige Lebensmittel Gesündere Variante
Milchschokolade Zartbitterschokolade
Limonade Mineralwasser mit Geschmack (z.B. 1 Tropfen Primaveraöl Orange)
Fruchtsaft Tomatensaft
Gekaufter Fruchtjoghurt Joghurt Natur mit Zimt oder Beeren
Frühstücksflocken Nüsse, Samen, Kokosflocken
Gekaufter Ketchup Selbstgemachte Tomatensauce
Süßigkeiten Nüsse, Mandeln
Pfannkuchen (aus Weizenmehl) mit Marmelade Pfannkuchen (aus Kokosmehl) mit Beeren
Gekaufter Milchshake Selbstgemachter Smoothie aus Beeren, Kokosmilch…

Weitere Tipps, die für weniger Zucker sorgen

  1. Belohnen Sie Ihre Kinder mit Aufmerksamkeit und Qualitätszeit, statt mit Süßigkeiten oder Geld.
  2. Haben Sie keine Angst, Ihren Kindern Butter, Sahne, Avocados und gutes Öl anzubieten. Diese Lebensmittel sättigen sehr gut und nachhaltig und so wird das Verlangen nach Süßem gemindert.
  3. Stellen Sie nach Möglichkeit Müsli oder Fruchtjoghurt selbst her. So haben Sie die Kontrolle darüber, wie viel Zucker Sie dazugeben.
  4. Limonaden sollten für Ihre Kinder tabu sein. Geben Sie Ihnen Wasser, Tee oder Kakao aus Kokosmilch zu trinken.
  5. Essen Ihre Kinder sehr gerne Süßigkeiten, entwöhnen Sie sie bitte in kleinen Schritten vom Zucker. Seien Sie auch nicht zu einschränkend, eine kleine Kinderhand voll Süßigkeiten am Tag ist meistens okay.
  6. Wenn Ihr Kinder eine zusätzliche Süßigkeit bekommt, zum Beispiel ein Eis im Sommer, achten Sie darauf, dass es nicht zur Regelmäßigkeit wird. Es soll etwas Besonderes bleiben, was dann auch richtig genossen wird.
  7. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Kinder bewegen. Eine Teamsportart ist immer von Vorteil, wichtig ist, dass es den Kindern wirklich Spaß macht. Sie sollen Freude am Bewegen haben.

Die Auswirkungen von Zucker sollten geheim gehalten werden

In den 1960ern wurden zwei Studien von der Zuckerindustrie mitfinanziert. Untersucht wurden die Auswirkungen von Zucker auf Ratten. Doch diese Studien wurden nie veröffentlicht und gingen als Projekt 259 in die Geschichte ein.

 

Zucker – Projekt 259

Eine am 21.November 2017 veröffentlichte Studie (1) zeigt, wie die Sugar Association alles nur erdenkliche tat, um wissenschaftliche Befunde zu den schädlichen Folgen von Zucker bei Nagetieren zu verheimlichen. Auch werden in dieser Studie die bisher verheimlichten Erkenntnisse des Projektes 259 ausgewertet. Und es zeigte sich mehr als eindeutig, dass die Ratten, die viel Zucker bekamen die schlechteren Werte aufwiesen. Sie zeigten ein wesentlich höheres Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und andere Herzerkrankungen auf. Vor allem die Blutfettwerte waren schlechter als bei den Ratten, die weniger Zucker bekamen.

 

 

Manipulation der Studien zum Zucker

Die Zuckerindustrie fürchtet all die Menschen, die den Zuckerverbrauch einschränken. Daher schreckt sie auch nicht vor einer  Manipulation der Datenlage zurück. Stanton Glantz und Cristin Kearns (2) fanden Gesprächsprotokollen Beweise für die Vorgaben der Zuckerlobby an die Wissenschaftler, die eine Metastudie in Bezug auf Zucker auswerten sollten:

„Die Zuckerindustrie machte sehr genaue Vorgaben zu den Ergebnissen, die die Metastudie haben sollte. Bis hin zu den speziellen Studien mit denen sie arbeiten sollten. Es fällt schwer zu glauben, dass eine einzige Studie die Welt verändern konnte. Aber es waren sehr einflussreiche Leute und eine sehr wichtige Fachzeitschrift.“

Also, vertrauen Sie bitte nur unabhängigen Studien, denn schließlich geht es um die Gesundheit Ihrer kleinen Süßen.

Die Beweise für die negativen Auswirkungen großer Zuckermengen sind erdrückend

Zucker sorgt genau wie Stärke für eine Ausschüttung von Insulin. Diese täglichen Insulinspitzen haben Wachstum zur Folge: Babys sind schon bei der Geburt viel größer als früher (3), adipöse Kinder wachsen auf lange Sicht früher (4) , die Pubertät der Kinder setzt immer früher ein (5) und bei immer mehr Menschen wächst der Krebs. Ein aktueller Bericht aus den Vereinigten Staaten deckt auf, dass 40 Prozent aller Fälle von Krebs in den Vereinigten Staaten Krebsformen mit Fettleibigkeit verbunden sind (6) und zunehmende Tendenz anzeigen.

 

Schon 2017 zeigte eine Übersichtsstudie (7), wie Adipositas den Stoffwechseln beeinflusst und Insulinspitzen zum Wachstum von Krebs beitragen. Die Verbindung von Krebs und Kohlenhydraten ist wissenschaftlich nicht mehr zu leugnen.

 

Doch die Lebensmittel- und Zuckerindustrie verharmlost nach wie vor die Gefahr, die von Zucker ausgeht.

 

Also übernehmen wir Verantwortung für das, was wir uns in den Mund stopfen und was wir den Kindern geben.

 

Welche Ernährung ist gut für die Gesundheit?

Nachweislich eine Ernährung ohne hochverarbeitete Lebensmittel und Haushaltszucker. Gesunde Ernährung ist regional und saisonal und wirklich lecker. Sie suchen Rezepte? Wir haben über 400 Rezepte für Sie, schauen Sie hier.

 

Das Kochjournal „Geschmacksabenteuer für unsere süßen Kleinen“ (und auch für die süßen Großen ;-)), Rezepte ohne Zucker und Gluten

Wie gelingt es Eltern, ein Zuviel an Zucker bei den süßen Kleinen zu umgehen/vermeiden? In unserer heutigen Welt ist Zucker omnipräsent und schon lange kein Luxusartikel mehr. Ganz im Gegenteil! Doch die Dosis macht das Gift. Es spricht nichts dagegen, den Kindern täglich eine kleine Kinderhandvoll Süßigkeiten zu geben. Aktuell liegt der Zuckerkonsum der EU-Bürger aber bei 40 Kilogramm Zucker pro Kopf im Jahr. Das sind 110 Gramm Zucker pro Tag! Dabei wird der sogenannte Haushaltszucker jedoch nur in relativ geringen Mengen als Zucker im Haushalt verbraucht. Das meiste steckt in industriell verarbeiteten Produkten, wie Kakaopulver, Kaltgetränken, Knabberartikeln und Eis, aber auch in Feinkostsalaten, Gewürzgurken, Ketchup, Rotkohl oder Pizza.

Welche zuckerreduzierten oder zuckerfreien Alternativen gibt es beim Kochen und Backen? Genau um diese geht es in dem Kochjournal „Geschmacksabenteuer für unsere süßen Kleinen“. Die Rezepte schmecken natürlich auch der ganzen Familie.

 

Liebe Eltern, wir geben Ihnen Anregungen, wie Sie Ihre süßen Kleinen mit weniger Zucker gesund ernähren, damit Sie mit Ihren Kindern mit Leichtigkeit gesund durchs Leben gehen können. Wir haben 64 Rezepte für Sie ausprobiert und aufgeschrieben. Auch gibt es einige Artikel mit Informationen von Müttern und Vätern, mit Schilderungen aus dem ganz normalen Alltag.

 

Haben wir Sie neugierig gemacht? Prima! Das Geschmacksabenteuer für unsere süßen Kleinen kann bei der Expert Fachmedien GmbH bestellt werden. Dort finden Sie auch eine Leseprobe, um sich einen besseren Eindruck verschaffen zu können. Der Einführungspreis beträgt EUR 6,00.

 

Hier geht es zum Flyer Geschmacksabenteuer für unsere süßen Kleinen

 

Margret Ache und Iris Jansen

www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie

 

(1) http://journals.plos.org/plosbiology/article?id=10.1371/journal.pbio.2003460

(2) http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/zuckerlobby-102.html

(3) https://openarchive.ki.se/xmlui/handle/10616/38318

(4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22124455

(5) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27861464

(6) https://www.cdc.gov/media/releases/2017/p1003-vs-cancer-obesity.html

(7) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5604081/

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