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Zu viel Zucker macht krank und vergesslich

Zu viel Zucker ist ungesund, dass wissen wir. Doch die meisten denken in erster Linie an Karies. Doch was macht Zucker im Körper, wenn er schon den harten Zahnschmelz angreifen kann? So kann Zucker zum Beispiel dafür sorgen, dass die Blutzuckerwerte dauerhaft erhöht sind und letztendlich zum Typ-2-Diabetes führen. Schon lange wird vermutet, dass Diabetes und Demenz, bzw. die Alzheimer-Erkrankung eng in Verbindung stehen.

„Alzheimer wird von Wissenschaftlern inzwischen auch als ‚Typ-3-Diabetes‘ bezeichnet.“,

schrieb Prof. Dr. Ulrike Kämmerer schon am 05.12.2013 auf medscapemedizin.de

Ein hoher Zuckergehalt im Blut ist schlecht für die Gedächtnisleistung

Im Oktober 2013 veröffentlichte die Berliner Charité eine Pressemitteilung mit der Überschrift: Ein dauerhaft hoher Zuckergehalt im Blut geht mit schwächeren Gedächtnisleistungen einher.

 „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass es selbst für Menschen mit einem normalen Zuckerspiegel eine vielversprechende Strategie sein könnte, durch eine dauerhafte Senkung des Blutzuckerspiegels ihre Gedächtnisleistungen im Alter zu erhalten“,

kommentierte Professor Flöel ihre Studie. Leider warten wir noch immer auf entsprechende Ernährungsempfehlungen offizieller Seiten. Lesen Sie dazu auch den Artikel Wir benötigen neue Ernährungsregeln.

Gesunde Ernährung tut dem Gehirn gut

Zucker klein HP

Viel Zucker – Gezeichnet von Anne Slobodda

Eine kanadische Studie (1) aus dem Jahr 2015 kam zur Ansicht, dass eine gesunde Ernährung das Risiko kognitiver Einschränkungen und demenzieller Erkrankungen im Alter verringern kann.  27.860 Personen aus 40 Ländern nahmen an der Studie teil. Sie waren mindestens 55 Jahre alt und litten an Herzerkrankungen oder hatten ein hohes Risiko für Diabetes. Frau Professor Flöel kommentierte dazu: „Die Ergebnisse legen nahe, dass gesunde Essgewohnheiten nicht nur das Herz-Kreis­lauf-Risiko, sondern auch das Risiko für kognitive Störungen, insbesondere bezüglich Aufmerksamkeits- und Kontrollfunktionen, aber auch von Gedächtnisstörungen, senken könnten“. Leider geht aus der Studie nicht hervor, welche Lebensmittel für die positiven Effekte verantwortlich sind. Allerdings wird davon ausgegangen, dass Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine und Nährstoffe, die eine Kalorienrestriktion imitieren, mit positiven Auswirkungen auf den Glukose- Stoffwechsel verantwortlich sind.

Viel Zucker = Pur, weiß, tödlich

Wer sich über Zucker informieren möchte, sollte das Buch „Pur, weiß, tödlich“ lesen: Vor über 40 Jahren schrieb John Yudkin sein visionäres Buch „Pure, white and deadly“ und brachte auf den Punkt, was heute durch weiterführende Studien zweifelsfrei belegt worden ist: Zucker verursacht Adipositas, Diabetes, koronare Herzerkrankungen und so ziemlich jede „Zivilisationskrankheit“, die man kennt.

Viel Zucker, so der Autor, ist verantwortlich für über 35 Millionen Todesfälle weltweit pro Jahr. Sprechen wir also von einem Genussmittel oder doch von einem Zellgift? John Yudkin wird als einer der bedeutendsten Ernährungswissenschaftler seiner Zeit angesehen.

Seine Arbeiten zum Zuckerkonsum wurden wiederum von Prof. Dr. Robert Lustig, einem der führenden amerikanischen Stoffwechselexperten und Vorreiter der Low-Carb-Bewegung weitergedacht und publiziert. Gerade heute ist die deutsche Neuauflage von „Pure, white and deadly“ so aktuell wie nie.

– Das visionäre wissenschaftliche Werk zur Zuckergefahr endlich in aktualisierter deutscher Neuauflage.
– Seit den 1960er-Jahren bekannt. Seit 1972 öffentlich gemacht. Heute immer noch verschwiegen: die Zuckergefahr.
– Yudkin war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus und doch wurden alle seine Voraussagen bestätigt. Und übertroffen!
– Ein wichtiges, prophetisches und hoch seriöses wissenschaftliches Grundlagenwerk.

Leichte Lektüre zum Thema Zucker bietet das Buch „Voll verzuckert“ oder die DVD.

Wer ein Leben ohne Zucker probieren möchte, um mit Leichtigkeit gesund durchs Leben gehen zu können, ist mit der Low Carb- bzw. LCHF-Ernährung gut beraten.

 

Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de

 

(1) http://www.neurology.org/content/early/2015/05/06/WNL.0000000000001638

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info@lchf-deutschland.de

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