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Zucker sorgt für Wachstum, auch im negativen Sinn

Früher war Zucker ein Statussymbol. Wer bei Festessen die Tafel aus Zuckerwerk in Gestalt von Tieren, Pflanzen oder Blumen dekorieren ließ, demonstrierte sichtbar seinen Reichtum. Um 1800 wurde in Deutschland etwa ein Pfund Zucker pro Kopf und Jahr verbraucht. Hundert Jahre später waren es schon fast 14, aktuell sind es 35 Kilo. Und damit kamen die Probleme, denn in diesen großen Mengen bringt Zucker Wachstum für den Körper.

Viel Zucker bringt viel Wachstum

Zucker – Insulin – Wachstum – Adipositas

Zucker sorgt genau wie Stärke für eine Ausschüttung von Insulin. Diese täglichen Insulinspitzen haben Wachstum zur Folge: Babys sind schon bei der Geburt viel größer als früher (1), adipöse Kinder wachsen auf lange Sicht früher (2) , die Pubertät der Kinder setzt immer früher ein (3) und bei immer mehr Menschen wächst der Krebs. Ein aktueller Bericht aus den Vereinigten Staaten deckt auf, dass 40 Prozent aller Fälle von Krebs in den Vereinigten Staaten Krebsformen mit Fettleibigkeit verbunden sind (4). Fettbedingte Krebserkrankungen nehmen zu, während andere Krebsarten abnehmen.

 

Erst vor zwei Monaten zeigte eine Übersichtsstudie (5), wie Adipositas den Stoffwechseln beeinflusst und Insulinspitzen zum Wachstum von Krebs beitragen. Die Verbindung von Krebs und Kohlenhydraten ist wissenschaftlich nicht mehr zu leugnen.

 

Doch die Lebensmittel- und Zuckerindustrie verharmlost nach wie vor die Gefahr, die von Zucker ausgeht.

 

Manipulation der Daten

Selbst eine Manipulation der Datenlage wurde nicht gescheut. Stanton Glantz und Cristin Kearns fanden Gesprächsprotokollen Beweise für die Vorgaben der Zuckerlobby an die Wissenschaftler:

„Die Zuckerindustrie machte sehr genaue Vorgaben zu den Ergebnissen, die die Metastudie haben sollte. Bis hin zu den speziellen Studien mit denen sie arbeiten sollten. Es fällt schwer zu glauben, dass eine einzige Studie die Welt verändern konnte. Aber es waren sehr einflussreiche Leute und eine sehr wichtige Fachzeitschrift.“

Und so essen viele Menschen weiterhin große Zuckermengen und wiegen sich in Sicherheit. Mit teilweise katastrophalen Folgen.

Ernährungsbedingte Krankheiten

Die Ernährungsdocs aus dem NDR Dr. med. Anne Fleck (die sich beim Low Carb – LCHF Kongress live erleben können) , Dr. med. Jörn Klasen und Dr. med. Matthias Riedl sind sich einig:

„Mehr als die Hälfte unserer Erkrankungen sind ernährungsbedingt. Es liegt auf der Hand, das Übel an der Wurzel zu packen, anstatt zur Pille zu greifen.“ 

 

Und das Übel an der Wurzel zu packen bedeutet einen Blick auf die Ernährung zu werfen. Der Zuckerkonsum der Deutschen liegt aktuell bei 35 Kilo pro Kopf / pro Jahr. Lesen Sie auch Süßer Zucker – Eine Geschichte.

 

Der Low Carb – LCHF Kongress

Sie möchten sich mit Gleichgesinnten austauschen? Dann empfehle ich Ihnen den Low Carb – LCHF Kongress.  Hier geht es zum Trailer und zu vielen weiteren Informationen.

 

Lesen Sie auch gerne diesen Artikel zum Kongress.

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de und https://low-carb-lchf-kongress.de/

 

 

 

 

(1) https://openarchive.ki.se/xmlui/handle/10616/38318

(2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22124455

(3) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27861464

(4) https://www.cdc.gov/media/releases/2017/p1003-vs-cancer-obesity.html

(5) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5604081/

 

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