Stresshunger stoppen – warum dein Körper unter Druck anders isst
Stresshunger stoppen – warum dein Körper unter Druck anders isst
Stresshunger stoppen – das wünschen sich viele Menschen, die tagsüber funktionieren und abends plötzlich das Gefühl haben, essen zu müssen.
Du organisierst.
Du entscheidest.
Du hältst durch.
Und abends?
Plötzlich brauchst du etwas.
Süß. Knusprig. Schnell.
Nicht unbedingt aus Hunger.
Sondern aus Erschöpfung.
Viele Menschen glauben in diesem Moment, ihnen fehle einfach Disziplin. Doch oft steckt etwas ganz anderes dahinter: Stress verändert dein Essverhalten – und dein Körper versucht lediglich, sich selbst zu regulieren.
Stress verändert dein Essverhalten

Stresshunger stoppen
Wenn dein Nervensystem im Dauer-Alarm ist, verändert sich mehr als deine Stimmung.
Stress beeinflusst:
- deinen Blutzucker
- deine Sättigungssignale
- dein Belohnungssystem
Dein Körper sucht nicht einfach Süßigkeiten.
Er sucht Regulation.
Stress verändert dein Essverhalten – Stresshunger stoppen
Wenn dein Nervensystem im Dauer-Alarm ist, verändert sich mehr als nur deine Stimmung.
Stress beeinflusst unter anderem:
- deinen Blutzucker
- deine Sättigungssignale
- dein Belohnungssystem im Gehirn
Das bedeutet: Dein Körper sucht nicht einfach Süßigkeiten.
Er sucht Entlastung.
Unter Stress wird Essen für viele Menschen zu einer schnellen Möglichkeit, das Nervensystem kurz zu beruhigen. Deshalb entsteht häufig genau dieses Muster:
Tagsüber funktionieren –
abends plötzlich nicht mehr aufhören können zu essen.
Vielleicht kennst du das auch:
Du hast eigentlich genug gegessen. Und trotzdem zieht es dich immer wieder zum Kühlschrank.
Stresshunger stoppen – Stresshunger oder echter Hunger?
Der entscheidende Punkt ist: Stresshunger fühlt sich oft wie echter Hunger an – ist aber etwas völlig anderes.
Genau deshalb versuchen viele Menschen, ihn mit noch mehr Disziplin zu kontrollieren. Doch das funktioniert selten dauerhaft.
Viel hilfreicher ist es, die Signale deines Körpers besser zu verstehen.
Denn sobald du erkennst, was wirklich hinter deinem Essimpuls steckt, verändert sich oft schon vieles.
Stresshunger stoppen – Kennst du dieses Muster?
- Du funktionierst den ganzen Tag – und abends kommt der Essdrang?
- Süßes oder Knuspriges wirkt plötzlich unwiderstehlich?
- Nach dem Essen fühlst du dich eher erschöpft als satt?
Dann könnte Stresshunger eine Rolle spielen.
Wenn du prüfen möchtest, ob dein Essverhalten stressbedingt gesteuert ist, findest du hier eine kurze Checkliste:
Stresshunger oder echter Hunger? – Der 6-Punkte-Check
Dort kannst du dir eine kompakte Übersicht herunterladen, die dir hilft, dein Essverhalten besser einzuordnen.
Die LCHF Deutschland Akademie – mit Herz und Verstand

Seit 2015 bildet die LCHF Deutschland Akademie aus und durfte viele Menschen auf ihrem Weg zum Coach begleiten.
Für wen ist die Ausbildung zum Gesundheits- und Ernährungscoach geeignet?
Begeisterte AbsolventInnen zwischen 18 und 70 Jahren, SchülerInnen, Mütter, JuristInnen, PädagogInnen, PhysiotherapeutInnen, FitnesstrainerInnen, HeilpraktikerInnen, GesundheitspflegerInnen, KonditormeisterInnen, Kaufleute aus den verschiedensten Bereichen…
Also für Menschen jeglichen Alters mit und gänzlich ohne Vorkenntnisse.
Was sie alle vereint ist das Interesse an ganzheitlicher Gesundheit. Das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Der Wunsch, fachlich fundierte Kenntnisse im Gesundheits- und Ernährungsbereich erlangen zu wollen, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen und Erfahrungen.
Für ihre eigene Gesundheit, die ihrer Familie, oder um anderen Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen.
All diese Menschen unterschiedlichen Alters und aus den verschiedensten Bereichen zeigen, es ist nie zu spät dazuzulernen und neu anzufangen!
Wann dürfen wir dich in der LCHF Deutschland Akademie begrüßen?
Neuigkeiten
Du möchtest das Neueste aus dem Bereich Gesundheit und Ernährung erfahren? Prima, dann abonniere unseren Newsletter.
Dein LCHF Deutschland Team
LCHF-Deutschland und LCHF Deutschland Akademie, Facebook, Instagram und YouTube
Gnubbel 27. März 2026
Sehr schön zusammengefasst, da lohnt sich der Download. Aber wenn ich noch einen siebten Punkt anfügen darf, der in meinen Augen mindestens genau so wichtig und in unserer heutigen Zeit leider sehr verbreitet ist: Schiebe ich mal wieder ein Problem vor mir her? Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon einmal mit den Worten: „Habe jetzt keine Zeit dafür“ ein drängendes Problem in die Warteschleife geschickt? Klar, manche Probleme lösen sich von selbst, wenn man sie nur lange genug liegen lässt. Leider sind das aber die wenigsten, und die anderen glaubt man, aus dem Kopf zu haben, aber sie setzen sich im Arbeitsspeicher fest und blockieren dort kostbaren Speicherplatz. Doch dabei bleibt es nicht: Da unser Gehirn kein Computer ist (auch wenn es viele Gemeinsamkeiten gibt), rödelt es im Hinterkopf munter weiter und versucht, während wir mit anderen Dingen beschäftigt sind, das Problem auf eigene Faust zu lösen. Und je näher die Deadline kommt und je brenzliger es riecht, umso mehr rödelt das Gehirn (https://de.wikipedia.org/wiki/Prokrastination – mittlerweile schon eine Art Volkssport). Doch das macht es nicht für lau, dazu braucht es Energie, und zwar umso mehr, je mehr Probleme wir zu verdrängen versuchen und je länger wir sie vor uns herschieben (wer schon mal einen Schneemann gebaut hat, kennt das sicherlich).
So sammeln sich die verdrängten Probleme in der Warteschleife an, während wir atemlos von einem Termin zum nächsten hetzen, und wir wundern uns, warum wir nicht mehr vor die Welle kommen und warum wir jeden Abend völlig k.o. sind. Aber es kommt noch dicker: Unser Gehirn macht nicht wie wir einfach Feierabend, sondern rödelt auch abends und nachts weiter und verbraucht dabei Unmassen an Energie. Tja, und dann haben wir eben Hunger – aber nicht auf Fett, das uns langsam, aber dafür lange sättigt, sondern auf Raketentreibstoff, den unser Gehirn jetzt ganz dringend braucht. Wie auf dem Bild sehr schön zu sehen ist: ein Baguette, das den Treibstoff liefert, und dazu eine Tomate, weil man ja abnehmen will. Und das fühlt sich nicht nur wie Hunger an, das ist echter Hunger, nämlich Energiemangel im Gehirn. Und der verschwindet auch nicht mit einem Viertelliter Wasser.
Uns jetzt aber die Nahrung zu verweigern, weil wir Angst davor haben, dick zu werden, ist so ziemlich das Blödste, was wir machen können. Denn Hunger, also Energiemangel im Gehirn, ist ebenfalls Stress, der auf den Haufen der unbewältigten Probleme noch obendrauf kommt. Für solche Situationen, wenn der Stress ins Uferlose anwächst, hat unser Gehirn aber ein probates Mittel: Es schaltet dann einfach in den Autopilot und übernimmt die Kontrolle über das weitere Vorgehen: „Jetzt ist keine Zeit für Überlegungen, jetzt wird gehandelt!“ Und dann finden wir uns mitten in der Nacht vor dem offenen Kühlschrank wieder und haben keine Ahnung, wie wir dorthin gekommen sind. Aber wenigstens dieses Problem haben wir erstmal gelöst.
Nachdem wir also wissen, wie es zum Stresshunger kommt, wäre es nun sicherlich noch interessant, zu erfahren, wie man ihn von vornherein verhindern kann. Wie bekommt man die angesammelten Probleme aus der Warteschleife, wenn man eigentlich gar keine Zeit dafür hat? Nun, der Engpass ist nicht die Zeit, denn der Tag hat für jeden von uns 24 Stunden. Und es kommt auch nicht darauf an, wie man sich in diesen 24 Stunden verausgabt, denn es gibt Leute, die haben einen brechend vollen Terminkalender, den sie abarbeiten wie ein Uhrwerk und sich pudelwohl dabei fühlen, und andere, die nach acht Stunden im Büro trotz regelmäßiger Nervennahrung auf dem Zahnfleisch nach Hause kommen. Was machen die anders?
Einer der bekanntesten US-Präsidenten der Neuzeit, Dwight D. Eisenhower, hatte seinerzeit eine einfache Matrix entwickelt (oder vielleicht auch nur übernommen, wer weiß), mit der man sich selbst den stressigsten Arbeitstag wunderbar strukturieren kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenhower-Prinzip – vorausgesetzt natürlich, dass man die dafür notwendige Disziplin aufbringen kann, was aber durchaus möglich sein sollte, wenn man aufhört, seine Disziplin an die Nahrungsaufnahme zu verschwenden. Mir hatte vor vielen Jahren ein erfolgreicher Unternehmer dieses Prinzip verklickert, und ich habe es bis heute immer mehr verfeinert. Das fängt bei den einfachsten Sachen an: Ich brauche mir nicht mehr den ganzen Tag zu merken, dass ich morgens im Schlafzimmer die Heizung ausschalten sollte, bevor ich die Fenster aufreiße, denn daran erinnert mich mein elektronischer Butler, sobald ich den Computer einschalte – und das ist morgens eine meiner ersten Amtshandlungen, auch daran kann man sich gewöhnen. Freilich banal, aber schön, wenn man es aus dem Kopf hat. Und wenn man gelernt hat, zwischen wichtig und unwichtig sowie zwischen dringend und nicht dringend zu unterscheiden, und wenn man außerdem gelernt hat, nicht mehr dem ersten Impuls nachzugeben (https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstregulation_(Psychologie)), dann sollte es auch kein Problem mehr sein, Dinge, für die die Zeit nicht mehr reicht, umzuterminieren (also nicht vor sich her zu schieben, sondern sie auf einen späteren Termin zu setzen) oder gleich ganz zu canceln, um dann die nötige Zeit zu haben, sich um die wichtigen und unaufschiebbaren Sachen zu kümmern. War auch bei mir eine Frage der Übung, aber die erstaunten Blicke von Zahnarzt und Friseur, wenn der kleine Gnubbel, der für seine Unpünktlichkeit berüchtigt war, plötzlich und dann immer wieder fünf Minuten vor der Zeit auf der Matte stand, waren es allemal wert. Und für mich war es wie Urlaub, mich in aller Ruhe auf den jeweiligen Termin vorbereiten zu können und dann trotzdem nicht mit der Zeit ins Gehege zu kommen.
Für einen erfolgreichen Menschen, der es gewöhnt ist, auf der Welle zu reiten, ist das jetzt sicherlich ein alter Hut. Aber wie viele Menschen, selbst in leitenden Positionen, gibt es, die den lieben langen Tag der Welle hinterherrennen, von einem Termin zum nächsten hetzen, weil alles wichtig und dringend ist, alles, was nicht mehr hineinpasst, in die Warteschleife schieben, nachts sich stundenlang schlaflos im Bett herumwälzen, weil die Windmühlen im Kopf einfach nicht aufhören wollen zu rödeln, und dann irgendwann vom Autopiloten gesteuert zum Kühlschrank tappen, um Treibstoff fürs hungrige Gehirn nachzuladen. Die sollten sich die oben genannte Matrix einmal genau anschauen und danach versuchen, sie in ihren Tagesablauf zu integrieren. Das kann nicht nur das Leben enorm erleichtern und die Figur straffen, sondern im Ernstfall auch die Gesundheit und womöglich sogar das Leben retten (https://lchf-deutschland.de/energiekannibalismus-wenn-stress-deinen-koerper-zum-selbstverzehr-treibt/).
Heike Schulz 29. März 2026
Vielen Dank für deine Ergänzung – der Aspekt rund um Aufschieben und „mentale Warteschleifen“ ist bereichernd und bringt eine wichtige zusätzliche Perspektive ein.
Wer diese Zusammenhänge für sich nicht nur erkennen, sondern nachhaltig verändern möchte, findet in unseren Aus- und Weiterbildungen konkrete Impulse, Struktur und Begleitung für den Alltag.
Gnubbel 29. März 2026
Genau das ist mein Sinnen und Trachten: eine Facette einzubringen, mit der sich selbst viele Fachleute unerklärlicherweise so schwer tun: die konkreten Auswirkungen von Stress, sprich: Energiemangel im Gehirn, auf den Stoffwechsel und damit letztendlich den chronischen Stress als Ursache für die metabolischen Erkrankungen zu erkennen. Dazu muss man eigentlich nur eins verstehen, nämlich wie das Gehirn über das sympathische Nervensystem die Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse steuert, um sich seine eigene Energieversorgung zu sichern: viel Insulin -> Glukose geht vorwiegend in die Muskel- und Fettzellen, wenig Insulin -> Glukose bleibt vorwiegend im Blut und steht damit den Mitochondrien in den Nervenzellen zur Energieerzeugung zur Verfügung. Ein ganz primitiver Mechanismus, den bereits Eduard Pflüger im 19. Jahrhundert erkannt hatte und der so vieles ganz einfach erklärt, zum Beispiel warum wir nach dem Urlaub meistens weniger wiegen als vorher, obwohl wir überall herumgenascht haben, oder warum der Kleine Hunger im Büro so tödlich ist.
Keine Ahnung, warum selbst die Koryphäen der Medizin die beiden Themen Gehirn und Stoffwechsel nicht auf einen Teller kriegen; stattdessen wird jedes Jahr lauter gejammert über die „Adipositas-Epidemie“ und das tote Pferd „Insulinresistenz“ weiter geritten, bis es zu Staub zerfällt (https://lchf-deutschland.de/insulinresistenz-was-wirklich-dahintersteckt/). Ja, es wird sogar eine Insulinresistenz im Gehirn konstruiert, um zu erklären, warum die Nervenzellen an Energiemangel zugrunde gehen, obwohl man bereits in der Wikipedia nachlesen kann, dass der Glukosetransporter in den Nervenzellen gar kein Insulin braucht – und das aus gutem Grund, sonst würde nämlich der oben beschriebene Mechanismus der Energieversorgung des Gehirns nicht funktionieren. Aber dazu müsste man eben erst einmal verstehen, wie Gehirn und Stoffwechsel untrennbar miteinander verzahnt sind.
Nun, wenn es die Herrschaften in ihren Elfenbeintürmen nicht verstehen, dann muss das noch lange nicht heißen, dass wir es auch nicht verstehen dürfen. Immerhin ist es unsere Gesundheit, um die es hier geht, und da macht es schon einen Unterschied, ob wir begreifen, dass Adipositas keine Krankheit ist und warum Diäten nutzlos und sogar gefährlich sind und nur Diät-, Fitness- und Pharmaindustrie reich machen – und dass LCHF keine Diät, sondern eine geniale Methode ist, um die Energieversorgung des Gehirns zu optimieren. Und wenn wir uns mal wieder über ein Gewichtsplateau grämen, ob wir dann verzweifelt und vergeblich versuchen, es mit Gewalt zu durchbrechen, oder ob wir mal an unserem Dauerstress arbeiten, der uns das nämlich eingebrockt hat.
Gerade muss ich an einen Sketch von Otto Waalkes denken: Und eine Stimme sprach zu mir: „Alles auf neunzehn!“ Und ich setzte alles, was ich hatte, auf neunzehn. Und achtzehn gewinnt. Stimme: „Scheiße!“ – Auf Handlungsanweisungen von „oben“ zu warten, war eben noch nie eine gute Idee.