Warum wir im Winter mehr Appetit haben – und wie LCHF dich davor schützt
Warum wir im Winter mehr Appetit haben – und wie LCHF dich davor schützt
Winterappetit stoppen — das wünschen sich viele, wenn Kälte und Dunkelheit hereinbrechen. Tatsächlich steigt in der kalten Jahreszeit bei vielen Menschen der Appetit deutlich: Der Griff zu Süßem, Deftigem oder Snacks fällt leichter, Gewichtszunahme droht. Doch mit einer bewusst angepassten Ernährung nach LCHF-Prinzipien kann dieser typische „Winterapettit“ effektiv eingedämmt werden — ohne auf Genuss oder Wärme verzichten zu müssen.
Winterappetit – Warum uns im Winter öfter der Hunger packt

Winterappetit
Mehrere Faktoren zusammen bewirken, dass unser Appetit in der kalten Jahreszeit steigt:
- Der Körper benötigt mehr Energie, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten — das erzeugt ein natürlich höheres Bedürfnis nach Nahrung: Heißhunger im Winter? Das sind die überraschenden Gründe
- Dunkelheit und Lichtmangel beeinflussen Hormone: Der Serotoninspiegel sinkt, während das Schlaf- und Ruhehormon Melatonin zunimmt — das kann Stimmung drücken und gleichzeitig das Hungergefühl anregen. Winterblues oder Depression – ab wann gilt das Stimmungstief als Krankheit?
- Essen wirkt emotional: Besonders warme, deftige oder zuckerhaltige Speisen werden mit Geborgenheit, Wärme und Wohlbefinden assoziiert — ideal in der kalten Jahreszeit.
All das macht Winter zu einer Herausforderung: Der Appetit steigt, wir essen oft unbewusst mehr — und in vielen Fällen mehr von dem, was uns kurzfristig gut tut: Kohlenhydrate, Süßes, Snacks.
Warum LCHF eine kluge Strategie gegen Winterappetit ist
Mit LCHF kannst du dem typischen Winterhunger intelligent begegnen — und gleichzeitig vermeiden, dass Hüften und Taille darunter leiden.
- Stabile Energie: Gesunde Fette und Eiweiß sorgen dafür, dass der Körper konstant und gleichmäßig Energie bekommt — ohne Blutzuckerspitzen und -täler. Das reduziert Heißhunger.
- Gute Sättigung: LCHF-Mahlzeiten sättigen länger und intensiver — Heißhunger-Attacken, oft ausgelöst durch Blutzuckerabfall, bleiben aus.
- Wärme & Wohlbefinden: Warme Suppen, Eintöpfe oder Bratgemüse mit Fett sind LCHF-tauglich und geben diesem Winter-Gefühl von Geborgenheit und Wärme — ohne Zucker.
- Besseres Körpergefühl: Wenn man bewusst isst, gute Fette nutzt und den Körper respektiert, bleibt das Gewicht stabiler — trotz winterlichen Appetitreizen.
Wie so ein wintertauglicher LCHF-Alltag gegen Winterappetit aussehen kann
- Beginne den Tag mit warmem, fettreichem Frühstück — z. B. Rührei mit Gemüse oder „Bulletproof“-Kaffee mit fettiger Milch oder Kokosöl.
- Plane warme Mahlzeiten mittags und abends (Suppen, Eintöpfe, Ofengerichte) mit viel Gemüse, Protein und guten Fetten.
- Wenn der Heißhunger kommt: statt Brot oder Süßigkeit lieber Nüsse, Käse, Avocado oder ein Stück dunkle Schokolade — sättigend, fettreich, LCHF-kompatibel.
- Achte auf regelmäßige Mahlzeiten und vermeide lange Hungerpausen — das hilft, den Appetit unter Kontrolle zu halten.
- Kombiniere Ernährung mit täglicher Bewegung, möglichst draußen bei Tageslicht — selbst ein Spaziergang oder etwas Lichttherapie kann helfen, den Hormon-Appetit-Kreislauf zu durchbrechen.
Fazit – Winterappetit und LCHF
Der Winter lockt mit mehr Appetit — durch Kälte, Lichtmangel, Tagesrhythmus und Emotionen. Winterappetit stoppen bedeutet nicht Verzicht, sondern kluge Entscheidungen: Mit LCHF kannst du Energie, Wärme und Genuss mit Stabilität verbinden. So bleibst du gesund und satt — selbst in der kalten Jahreszeit.

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Gnubbel 6. Januar 2026
Gott, bin ich froh, dass ich schon so ein alter Knochen bin und dass ich so eine kluge Oma und so gute Lehrer hatte, die mir damals schon beigebracht hatten, was man heute mit wissenschaftlichen Studien mühevoll herausfinden muss. Klar gab es viele Sachen, die wir damals nicht wussten, zum Beispiel, dass Eier Herzinfarkt machen und Milch krebserregend ist, und deshalb habe ich schon als kleiner Hosensch*** für mein Leben gerne Eier gegessen und jeden Tag einen halben Liter Milch getrunken, aber wie durch ein Wunder lebe ich heute noch, während sich so mancher Wissenschaftsgläubige, der sich Milch und Eier zeitlebens versagt hat, mittlerweile die Radieschen von unten anschaut.
Also hat mal wieder eine Studie herausgefunden, warum wir im Winter mehr Appetit haben. Das Dumme ist nur, dass ich überhaupt nicht mehr Appetit habe. Mein Frühstück ist genau so beschaffen wie im Sommer, und auch für das Abendessen habe ich die gleichen Rezepte. Und die Naschorgien zwischendurch habe ich mir schon vor Jahren ein- für allemal abgewöhnt. Aber ich habe auch eine Erklärung dafür, für die ich nicht einmal eine wissenschaftliche Studie brauche: Zum einen gehe ich viel weniger raus als im Sommer, und in der warmen Bude kann es mir egal sein, wie kalt es draußen ist. Zum zweiten habe ich mit der Frühjahrsmüdigkeit infolge der zunehmenden Sonneneinstrahlung viel mehr zu kämpfen als mit dem Lichtmangel im Winter – es ist sogar so, dass ich mich in der nächtlichen Stille viel besser konzentrieren kann als im Trubel des Tages. Zum dritten kann man dem Serotoninmangel auch wirksam mit 5HTP-Kapseln begegnen und das unter Lichtmangel vermehrt gebildete Melatonin dafür nutzen, sich mal richtig auszuschlafen (hilft übrigens auch gegen die Speckröllchen). Zum vierten habe ich rechtzeitig angefangen, mich abzuhärten (https://lchf-deutschland.de/faultiersyndrom-der-unsichtbare-feind-in-deinem-low-carb-leben/#comment-16793). Und zum fünften setzen wir nicht Winterspeck an, weil wir – aus welchem wissenschaftlich erforschten Grund auch immer – mehr essen, sondern wir essen mehr, weil uns die Natur schon seit Jahrmillionen jeden Winter mit Isoliermaterial in Form von Körperfett ausstattet, damit wir bei der Kälte nicht so frieren. Das weiß jede Robbe, jeder Eisbär, jeder Pinguin und jeder Lachs, und auch die freilaufenden Katzen kannst du im Winter zum Bahnhof rollen, und im Sommer sind sie wieder schlank. Nur wir Menschen glauben mal wieder, die Natur belehren zu müssen, und hungern uns die wertvolle Isolierschicht wieder runter, und dann wundern wir uns, wenn unser Körper sein Recht einfordert und uns mit Heißhungerattacken beglückt (https://www.deutschlandfunkkultur.de/uebergewicht-bilanzfaelscher-am-werk-100.html). Dass wir so ganz nebenbei auch noch diverse Erkältungen ausbrüten, weil wir mit der Hungerei unser Immunsystem geschreddert haben, darüber wundern wir uns schon gar nicht mehr.
Wäre es nicht besser, statt der „Wissenschaft“ gläubig hinterherzuhecheln, einmal Mutter Natur etwas mehr Vertrauen zu schenken? Die hatte sich schon was dabei gedacht, als sie beschlossen hatte, die Gattung Mensch bis heute nicht aussterben zu lassen. Aber wenn wir sie unbedingt eines Besseren belehren wollen, dann dürfen wir das natürlich gerne nachholen. Und damit es uns dabei nicht langweilig wird, können wir uns die Zeit mit Schüttelfrost- und Heißhungerattacken vertreiben. Wir können uns aber, sofern wir das noch nicht verlernt haben, auch einfach zurücklehnen, die Natur machen lassen und darauf vertrauen, dass die schützende Speckschicht im Frühjahr von allein wieder verschwindet, sofern wir das nicht mit unserem chronischen Stress verhindern – dann allerdings liegt es ganz bestimmt nicht an der Jahreszeit.
Gnubbel 6. Januar 2026
Was den immer wieder empfohlenen Bulletproof-Kaffee angeht, so weiß ich zwar, dass der Erfinder dieses Wundergetränks damit gertenschlank und stinkereich geworden ist, trotzdem genieße ich meinen Kaffee lieber vier zu eins mit ganz normaler Schlagsahne, weil er mir so tausendmal besser schmeckt als mit Milch oder gar mit Butter und Kokosfett (für diesen Frevel ist er mir auch viel zu teuer). Im Übrigen darf man es in Anbetracht des durchschlagenden Erfolges, den der Erfinder des Bulletproof-Kaffees hatte, durchaus anzweifeln, ob sein Kassenschlager wirklich die primäre Ursache dafür war, dass bei ihm die Pfunde gepurzelt sind. Wer meine Texte zum Thema Stress und Übergewicht aufmerksam gelesen hat, der wird womöglich auch zu einer anderen Meinung kommen.
Heike Schulz 6. Januar 2026
Danke, Gnubbel – herrlich zu lesen :-).
Du bringst es perfekt auf den Punkt: Winterappetit ist nicht bei jedem gleich, und oft hilft mehr Vertrauen in den eigenen Körper, Bewegung, Schlaf und ein bisschen Abhärtung mehr als jede Studie. Und ja, Kaffee darf auch einfach lecker sein – Sahne statt Bulletproof!
Gnubbel 6. Januar 2026
„Bewegung“ ist ein gutes Stichwort. Ich stelle nämlich seit vielen Jahren immer wieder fest, dass meine körperliche Fitness starken saisonalen Schwankungen unterliegt. Könnte das vielleicht auch daran liegen, dass unser Körper die Energie im Winter zum Heizen und für das Isoliermaterial braucht und deshalb jeglicher Energieverschwendung einen hormonellen Riegel vorschiebt? Dann sollten wir nach meinem Dafürhalten einfach der Natur vertrauen und es geschehen lassen; wenn es wieder wärmer wird, kommt die Lust am Austoben ganz von allein zurück – vorausgesetzt, wir erzwingen es nicht.
Heike Schulz 6. Januar 2026
Spannender Gedanke! Vielleicht sollten wir Winter und Energiehaushalt einfach respektieren und uns auf die Lust an Bewegung freuen, die ganz von selbst zurückkommt, wenn die Tage wieder länger werden.
Gnubbel 6. Januar 2026
Nun, ich denke schon lange, dass wir uns keinen Gefallen damit tun, den „inneren Schweinehund“ als unseren Feind zu betrachten, den es niederzukämpfen gilt. Dieses ständige Verharren im Kampfmodus ist das, was unserer Gesundheit auf Dauer am meisten schadet. Auch wir Menschen haben ein Recht darauf, bedingungslos glücklich zu sein. Es gibt genug andere Menschen auf der Welt, die uns dieses Recht streitig machen wollen, da müssen wir denen nicht auch noch dabei helfen.