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Gastbeitrag: Interview mit Julia Burget von lachfoodies

Susanne Lonkowsky hat ein Interview mit Julia Burget von lachfoodies geführt, vielen Dank dafür:

 

Stress auf der Arbeit. Stau auf der Autobahn. Die Kinder murren. Streit mit dem Partner. Jetzt eine Tafel Schokolade! So geht es vielen Menschen. Sie kompensieren beispielsweise emotionale Belastungen mit Essen. Dass das auch anders geht, es also eine Alternative zum Frustessen gibt, das weiß Julia Burget von lachfoodies. Sie hat den Kurs „Endlich glücklich. Mach Schluss mit Frustessen“ entwickelt.

Das Interview

Julia Burget – lachfoodies

Frau Burget, Sie wollen Ihren Kursteilnehmern vermitteln, wie man Schluss mit dem Frustessen macht. Waren Sie selbst eine Frustesserin?

Ohja, auch wenn ich das erst jetzt im Nachhinein sagen kann. Ich habe mich oft „übergessen“, wenn ich einen schlechten Tag hatte, traurig oder einfach genervt war. Es gab sogar eine Phase, die so schlimm war, dass ich das Frustessen regelrecht geplant habe. Dieses Verhalten war mein Ventil, um mit Problemen umzugehen. Das war eine Zeit, in der mich das Essen wahnsinnig unter Druck gesetzt und sich mein Alltag nur noch um das Essen gedreht hat.

Und wie haben Sie es geschafft, mit dem Frustessen aufzuhören?

Ich habe verstanden, dass hinter dem Frustessen und Essanfällen mehr steckt, als nur die eigene Willenskraft, den Süßigkeiten zu widerstehen. Zudem habe ich damit begonnen, mir selbst nicht mehr so starre Regeln zu setzen („Iss das nicht, iss davon nicht so viel,…), sondern tatsächlich auf Kopf und Körper zu hören und ihnen zu geben, was sie gerade gebraucht haben, auch wenn das bedeutet, dass es Schokolade zum Abendessen gab.

Durch diese beiden Schritte habe ich nicht nur wieder gelernt, auf mich selbst zu hören und einfach wieder stressfrei normal zu essen, sondern ich habe auch begonnen, die dahinter liegenden Themen zu entdecken und zu verarbeiten. Themen, die das Frustessen erst ausgelöst haben.

Ihr Wissen und Ihre persönlichen Erfahrungen wollen Sie anderen Menschen mit Ihrem Kurs „Endlich glücklich. Mach Schluss mit dem Frustessen.“ näher bringen. Wie kam es dazu?

Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem meine Essanfälle und die darauffolgenden Hungerphasen (ich wollte ja nicht zunehmen) überhand genommen hatten. Mir wurde das alles zu viel. Ich hatte das Gefühl, diesem Kreislauf hilflos ausgeliefert zu sein und es wurde Zeit etwas zu unternehmen.

Das war der Moment, in dem ich gesagt habe: Es muss sich etwas ändern! Damals gab es leider noch keine Onlinekurse, daher habe ich mir einige Bücher bestellt, mich in ernährungspsychologische Themen eingelesen und Tipps ausprobiert, bzw. eigene Strategien entwickelt. Durch diesen Prozess habe ich es dann schließlich geschafft, wieder eine normale Beziehung zum Essen aufzubauen, den Stress hinter mir zu lassen und endlich wieder ausgewogen zu essen.

Nach dieser Zeit habe ich begonnen, einigen Freundinnen mit ähnlichen Problemen weiterzuhelfen und mit immer mehr Menschen über dieses Thema zu sprechen. Ich finde es heute noch erschreckend, wie viele Menschen doch mit diesem Thema zu kämpfen haben (viel mehr, als man annimmt). So ist schließlich der Gedanke entstanden, dass das ein Thema ist, bei dem ich viele Menschen unterstützen kann. Durch meine eigene Erfahrung weiß ich, wie unglaublich belastend dieses Verhalten sein kann und wie hilflos man sich fühlt.

Im Laufe des letzten Jahres habe ich mein Wissen und meine Erfahrungen dann endlich in Form von Videos, Texten und Arbeitsblättern festgehalten und den Kurs „Endlich glücklich – Mach Schluss mit Frustessen“ entwickelt, der Anfang 2018 das erste Mal seine Türen geöffnet hat.

„Ich bringe dir bei, wie du den Teufelskreis durchbrichst, OHNE auf irgendetwas zu verzichten.“ Eine mutige Aussage. Wie wollen Sie dieses Versprechen umsetzen?

Dieser Satz beschreibt ein Versprechen, das auf meinen eigenen AHA!-Moment zurückzuführen ist. Nachdem ich mich selbst die ersten Monate mit diesem Thema beschäftigt hatte, habe ich etwas begriffen. Ich habe plötzlich verstanden, was es bedeutet, nur noch auf sich selbst zu hören und nicht mehr so viel darauf zu geben, was Freunde, Familie, Zeitschriften oder Diätprogramme empfehlen.

Wenn man das wirklich verinnerlicht und verstanden hat, beginnt eine Zeit, in der man anfängt, sich wieder selbst zu vertrauen. Man fängt an, neue Dinge auszuprobieren und zu Beginn auch sicherlich, einiges zu kompensieren, was man sich bisher verboten hatte (z.B. Süßigkeiten). Nach und nach findet man dann heraus, was man tatsächlich essen möchte und was einem in bestimmten Situationen gut tut. In dieser Phase versteht man auch, dass es okay ist, ab und zu ungesund zu essen. Es kommt auf das Gleichgewicht an. Der Trick besteht darin, dass man alles essen darf, vorausgesetzt, man hat tatsächlich Lust darauf.

Wenn man das verstanden und verinnerlicht hat, dann kann man auch essen was man will, ohne Angst zu haben, wieder in den Ess-Teufelskreis zu rutschen oder zuzunehmen. In der Tat haben mir viele meiner Schüler berichtet, dass sie durch dieses Programm sogar abgenommen haben, obwohl sie jetzt essen, worauf sie Lust haben.

Was erwartet die Teilnehmer wenn sie sich entschließen in Ihrem Kurs mitzumachen?

Die meisten Teilnehmer sind überrascht, wie viel sie in diesem Kurs über sich selbst lernen. Es geht nicht nur darum, eine neue Beziehung zum Essen aufzubauen, sondern auch darum, welche Beziehung man zu sich selbst hat und woher manch ungesundes Verhaltensmuster kommt.

Frau Burget, erklären sie uns doch kurz wie läuft der Kurs organisatorisch ab. Wann startet der nächste Kurs? Wie müssen sich die Kursteilnehmer zeitlich einrichten? In welcher Form werden die Inhalte angeboten?

Die Kursanmeldung erfolgt über die Plattform Elopage. Sobald sich ein Teilnehmer anmeldet, bekommt er Zugriff auf das gesamte Kursmaterial.

Das Kursmaterial besteht aus 19 Lektionen mit Inhalten, die in Form von Videos, Texten, Arbeitsblättern bereitgestellt werden. Zudem wird der Kurs von einem 6-wöchigen E-Mail-Kurs begleitet, der den Teilnehmer nicht nur motiviert dabei zu bleiben, sondern auch zusätzliche Informationen liefert.

In der Durchführung haben die Teilnehmer freie Hand, da sie (abgesehen von den kursbegleitenden E-Mails) sofort auf das gesamte Kursmaterial Zugriff haben. Grundsätzlich ist der Kurs aber so konzipiert, dass er in ca. 6 Wochen absolviert wird.

Für viele Menschen ist es wichtig, auf ihre persönlichen Fragen und Probleme eine konkrete Antwort zu bekommen. Gibt es die Möglichkeit im Kurs?

Ja, auf jeden Fall. Die Kursteilnehmer können mir jederzeit eine E-Mail schreiben. Weiterhin ist es seit Juni möglich, einzelne Lektionen zu kommentieren. Diese Kommentare sehen dann auch die anderen Kursteilnehmer, wodurch bei Bedarf ein Austausch untereinander gewährleistet ist.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage. Gelingt es Ihnen tatsächlich nie wieder aus Frust zu essen?

Es gelingt auf jeden Fall, nicht mehr aus Frust zu essen, wenn man das eigentlich gar nicht tun möchte. Dieses Verhalten, ich nenne das einmal die klassische Form des Frustessens, kann man auf jeden Fall verlernen. Bei mir ist es aber auch heute manchmal so, dass ich mich aus einem beliebigen Grund einfach richtig satt essen möchte. Wenn ich mir dem Bewusst bin und mich aktiv dafür entscheide, ist das absolut ok für mich. Anders als früher habe ich dabei nicht mehr das Gefühl, dem ganzen hilflos ausgeliefert zu sein und auch danach, geht das Leben glücklich weiter und ich falle nicht zurück in den Frustessens-Kreislauf. Aus diesem Grund würde ich sagen: Ja, ich habe gelernt, das Essen nicht mehr dafür zu benutzen, meinen Frust zu verarbeiten. …und wenn ich das geschafft habe, gibt es Hoffnung für alle. 🙂

„Starte jetzt und lebe ein Leben, das dich glücklich macht!“ Wer möchte nicht glücklich sein und eine entspannte Beziehung zum Essen haben? Das weckte auch meine Neugier und ich habe mich im Februar dieses Jahres zum Kurs angemeldet. Ich kann berichten, dass es Frau Burget durch ihre sympathische und lockere Art gelingt, ihr Wissen zu vermitteln. Durch verschiedene Aufgaben und Übungen, die sich in erster Linie erstmal mit der mentalen Umsetzung befassen, ist es ihr gelungen meine bisherigen Gewohnheiten zu überdenken. Es geht nicht ausschließlich um die Auseinandersetzung mit Nahrungsmitteln, sondern um das wie, wann und warum wir essen. Die Videos, das Kursmaterial und jede Menge Tipps aus dem Alltag haben es mir leicht gemacht, mich auf die Veränderungen einzustellen. Die Aussage von Julia Burget „Die Wahrheit ist: Es ändert sich NICHTS, wenn DU nichts änderst.“ kann ich nur bestätigen. Haben Sie keine Angst vor Veränderungen, nehmen Sie Ihr Glück in die Hand und Sie werden sehen, mit welcher Leichtigkeit es sich ohne Frustessen lebt.

 

Der Kurs interessiert Sie? Prima, dann melden Sie sich hier an: https://elopage.com/s/lachfoodies?pid=2296&prid=505

 

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info@lchf-deutschland.de

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