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Weltkrebstag 2026: Ketogene Diät & LCHF als vielversprechende Ergänzung im Kampf gegen Krebs

Weltkrebstag 2026: Ketogene Diät & LCHF als vielversprechende Ergänzung im Kampf gegen Krebs 

Weltkrebstag 2026: Heute am 4. Februar 2026 steht alles unter dem Motto „United by Unique“ – gemeinsam einzigartig. Die Union for International Cancer Control (UICC) und Organisationen wie die Deutsche Krebshilfe betonen damit, dass jede Krebserfahrung individuell ist und die Versorgung den Menschen in den Mittelpunkt stellen muss.

In Deutschland erkranken jährlich rund 520.000 Menschen neu an Krebs (Schätzung basierend auf den neuesten Daten des Robert Koch-Instituts und Zentrums für Krebsregisterdaten für 2023: ca. 517.800 Fälle, davon 276.400 Männer und 241.400 Frauen). Etwa die Hälfte betrifft Prostata, Brust, Lunge und Darm. Die altersstandardisierte Sterberate ist in den letzten 25 Jahren deutlich gesunken – bei Frauen um 21 %, bei Männern um 31 %. Dennoch sterben jährlich rund 229.000 Menschen an Krebs (2023), was Krebs zur zweithäufigsten Todesursache macht. Weltweit wird bis 2050 ein starker Anstieg erwartet – umso wichtiger sind Prävention, Früherkennung und ergänzende Ansätze wie die ketogene Diät (Keto) und LCHF (Low Carb High Fat).

Aktuelle Krebs-Statistiken in Deutschland und weltweite Trends – Weltkrebstag 2026

Weltkrebstag 2026

Weltkrebstag 2026

Nach dem Bericht „Krebs in Deutschland“ (RKI/ZfKD, Ausgabe 2025 für 2021–2023):

  • Neuerkrankungen 2023: Ca. 517.800 (leicht rückläufige altersstandardisierte Rate: 418 bei Männern, 347 bei Frauen pro 100.000).
  • Todesfälle 2023: Ca. 228.960–229.000 (weiter sinkend dank besserer Früherkennung und Behandlung).
  • Prävalenz: Rund 1,7 Millionen Menschen leben mit einer in den letzten 5 Jahren diagnostizierten Krebserkrankung.

Die Sterblichkeit soll durch Fortschritte in Früherkennung (z. B. Mammografie, Darmkrebs-Screening) sinken, bessere Operationen, Strahlentherapie und systemische Therapien. Dennoch bleibt Krebs eine große Herausforderung – hier können ernährungsbasierte Strategien wie Keto ergänzend wirken, indem sie den Glukose-Stoffwechsel vieler Tumorzellen (Warburg-Effekt) ausnutzen.

Weltkrebstag 2026 – Ketogene Diät bei Krebs: Positive Effekte aus aktuellen Studien

Die ketogene Diät versetzt den Körper in Ketose – Fett statt Zucker wird zur Hauptenergiequelle. Viele Tumore sind stark glukoseabhängig (Warburg-Effekt), weshalb Keto sie potenziell „aushungert“. Seriöse Studien 2024–2026 zeigen vielversprechende Ergebnisse – immer unter ärztlicher Aufsicht!

Eine Meta-Analyse 2025 (Frontiers in Nutrition) bestätigt: Keto reduziert bei Krebspatienten signifikant Fettmasse, viszerales Fett, Insulin, Blutzucker, Fatigue und Schlafstörungen – bei gleichzeitiger Verbesserung von Cholesterin, TSH, emotionaler und sozialer Lebensqualität.

Weitere Highlights:

  • UC San Francisco 2024: Keto macht Pankreastumore fettabhängig und verstärkt experimentelle Therapien (Mausmodell).
  • Nature 2024: Keto blockiert den eIF4E-Weg und hungert Pankreas-Tumore aus.
  • 2024-Studie (University of Pennsylvania): Keto-Metabolit β-Hydroxybutyrat (BHB) boostet CAR-T-Zellen → bessere Lymphom-Kontrolle bei Mäusen.
  • Prospektive Glioblastom-Studie 2024: Keto verzögert Tumorprogression.
  • Langzeitdaten (2023–2025): Medianes Überleben 25,1 Monate, 5-Jahres-Rate 23,9 % bei langfristiger Keto.

Bahnbrechende Ergebnisse: Die KETOCOMP-Studie von Rainer J. Klement – Weltkrebstag 2026

Rainer J. Klement leitete die prospektive KETOCOMP-Studie (NCT02516501) bei Rektal-, Brust- und Kopf-Hals-Krebs während Radiotherapie. Wichtigste Erkenntnisse:

  • Signifikante Reduktion der Fettmasse bei Erhalt der Skelettmuskelmasse.
  • Bessere Tumorregression bei Rektalkrebs (Dworak-Grad 3 vs. 2).
  • Erhalt von Körpergewicht und Muskelmasse bei Kopf-Hals-Krebs, besonders bei Cachexie.
  • Post-hoc-Analyse 2025: Hinweise auf verbessertes Überleben bei Rektal- und Kopf-Hals-Krebs.

Eine Übersichtsarbeit von Klement 2025 (Expert Review of Anticancer Therapy) fasst zusammen: Die ketogene Diät ist nicht mehr nur kontrovers – klinische Daten 2020–2025 sprechen für anti-karzinogene Effekte ohne pro-tumorale Signale.

Keto eignet sich besonders als Adjuvans bei Brust-, Pankreas- und Hirntumoren. Eine Meta-Analyse 2023 bestätigt kardio-metabolische Vorteile. Risiken (z. B. Metastasenförderung in manchen Modellen oder Mikrobiom-Veränderungen) bestehen jedoch – daher immer nur mit Onkologe!

Weltkrebstag 2026 – Ausblick: Gemeinsam gegen Krebs

„United by Unique“ ruft 2026 dazu auf, individuelle Geschichten zu nutzen, um Fortschritte zu erzielen. Keto und LCHF ergänzen konventionelle Therapien vielversprechend – gestützt durch Studien wie KETOCOMP. Mehr Forschung ist nötig. Sprich mit deinem Arzt, engagiere dich und unterstütze Krebsforschung. Gemeinsam können wir die Zukunft verändern.

 

Für Studieninteressierte: Ausgewählte Studien – Weltkrebstag 2026

Arbeiten von Rainer J. Klement (KETOCOMP & Übersichten):

  • Klement RJ, Sweeney RA. Survival outcomes … KETOCOMP trial. medRxiv 2025 → https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2025.07.23.25332053v1
  • Klement RJ et al. Final results KETOCOMP head and neck. Strahlenther Onkol. 2022 → PubMed
  • Klement RJ et al. Final results KETOCOMP rectal cancer. Clin Nutr. 2021 → PubMed
  • Klement RJ et al. Final results KETOCOMP breast cancer. Breast Cancer Res. 2020 → PubMed
  • Klement RJ. Is the ketogenic diet still controversial…? Expert Rev Anticancer Ther. 2025 → PubMed

Weitere Schlüsselstudien:

  • Zhang M et al. Impact of ketogenic diets … meta-analysis. Frontiers in Nutrition 2025 → Full Text
  • UC San Francisco 2024: Ketogenic diet pancreatic cancer → UCSF News

 

Buchtipp:  Krebs – Weckruf des Körpers

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Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Rainer Johannes Klement, Medizinphysikexperte in der Strahlentherapie und Hobby-Leistungssportler, forscht intensiv auf dem Gebiet der Onkologie, artgerechter Ernährung und Lebensstil. Er gehört zu den weltweit meistzitierten Wissenschaftlern im Bereich ketogene Ernährung und Krebs.

Die LCHF Deutschland Akademie – mit Herz und Verstand

Seit 2015 bildet die  LCHF Deutschland Akademie aus und durfte viele Menschen auf ihrem Weg zum Coach begleiten.

 

Für wen ist die Ausbildung zum Gesundheits- und Ernährungscoach geeignet?

 

Begeisterte AbsolventInnen zwischen 18 und 70 Jahren, SchülerInnen, Mütter, JuristInnen, PädagogInnen, PhysiotherapeutInnen, FitnesstrainerInnen, HeilpraktikerInnen, GesundheitspflegerInnen, KonditormeisterInnen, Kaufleute aus den verschiedensten Bereichen…

Also für Menschen jeglichen Alters mit und gänzlich ohne Vorkenntnisse.

Was sie alle vereint ist das Interesse an ganzheitlicher Gesundheit. Das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Der Wunsch, fachlich fundierte Kenntnisse im Gesundheits- und Ernährungsbereich erlangen zu wollen, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen und Erfahrungen.

Für ihre eigene Gesundheit, die ihrer Familie, oder um anderen Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen.

All diese Menschen unterschiedlichen Alters und aus den verschiedensten Bereichen zeigen, es ist nie zu spät dazuzulernen und neu anzufangen!

 

Wann dürfen wir dich in der LCHF Deutschland Akademie begrüßen?

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4 COMMENTS
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    Gnubbel 4. Februar 2026

    Vorweg: Ist es nicht etwas merkwürdig, dass wir bereits das Jahr 2026 schreiben und nirgendwo eine Krebsstatistik zu finden ist, die jünger ist als von 2023? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. 😉

    Über die KETOCOMP-Studie und das Buch von Prof. Klement hatte ich mich ja schon größtenteils lobend geäußert (https://lchf-deutschland.de/aktuell-krebs-weckruf-des-koerpers/#comment-16015 ,https://lchf-deutschland.de/ketogene-diaet-bei-krebs-was-dir-die-ketocomp-studie-verraet/#comment-16562, https://lchf-deutschland.de/ist-die-ketogene-diaet-bei-krebs-noch-umstritten/#comment-16817), aber ebenso kritisch über die unangemessen schleppende Umsetzung dieser enorm wichtigen Erkenntnisse. Ich meine, nach so viel Kompetenz und Herzblut in der medizinischen Forschung müsste sich der Krebs als Geißel der Menschheit doch nun endlich erledigt haben, warum ist das nicht so? Nun, der letzte der drei verlinkten Kommentare benennt das Problem eindeutig: Es wird immer noch um die Ursachen herumgeeiert, obwohl sämtliche Erkenntnisse längst für jeden Interessierten abrufbar auf dem Tisch liegen, wie sich toxischer Stress auf das Gehirn, die Mitochondrien, die DNA und damit auch auf die Zellen auswirkt, die dadurch zu Krebszellen mutieren und weder von den kaputten Mitochondrien noch vom geschredderten Immunsystem mehr aus dem Rennen genommen werden können. Auch sollte sich doch mittlerweile herumgesprochen haben, dass eine Ernährung, die das Insulin ausbremst, gleich drei Vorteile hat: zum einen, weil Insulin ein starkes Anabolikum ist, das auch Krebszellen pusht, zum zweiten, weil Glukose das ideale Futter für die Krebszellen ist, die sich aufgrund dysfunktionaler Mitochondrien nur noch per Glykolyse ernähren können, und zum dritten, weil die Lebermitochondrien unter Insulinmangel statt Fettsäuren Ketonkörper produzieren, die im Gegensatz zu Fettsäuren die Blut-Hirn-Schranke passieren können, und der Rohstoff dafür im Gegensatz zur Glukose nahezu unbegrenzt in den Fettzellen zur Verfügung steht, womit eine bedarfsgerechte Ernährung des Gehirns gewährleistet ist – das beste Mittel gegen Stress, die Hauptursache des Krebses.

    Aber bereits Charles F. Kettering sagte: „In einer Fünftelsekunde kannst du eine Botschaft rund um die Welt senden. Aber es kann Jahre dauern, bis sie von der Außenseite eines Menschenschädels nach innen dringt.“ Und so wird es wohl bestenfalls noch Jahre dauern, bis die Rufer in der Wüste endlich Gehör finden und den Krebs als das benennen, was er ist: eine Immunschwächekrankheit, die durch toxischen Stress ausgelöst und durch Zucker und Insulin enorm beschleunigt wird. Und die Onkologen werden sich weiter gegen eine ketogene Ernährung stemmen und stattdessen lieber per Chemotherapie den Patienten die letzten Reste ihres Immunsystems schreddern und damit dem Krebs die Zielgerade freischießen. Bleibt zu hoffen, dass nun wenigstens die Immuntherapie eine Chance bekommt, für die es bereits 2018 einen Nobelpreis gab, das wäre zumindest ein Lichtblick in dieser Finsternis. Aber bis dahin müssen wir uns selbst behelfen – wie, hatte ich bereits gesagt: als erstes den toxischen Stress eindämmen, damit Mitochondrien und Immunsystem wieder eine Chance haben, und gleichzeitig die Versorgung des Gehirns auf Ketonkörper umstellen, was den Stress schon von vornherein zu reduzieren hilft und darüber hinaus auch das Anabolikum Insulin in Schach hält. Und optimalerweise sollte man das gleich angehen und nicht erst, wenn einen der Krebs schon erwischt hat und die Sache bitterernst wird. Die ausufernden Krebszahlen werden wir damit wohl nicht in den Griff bekommen, aber wir können etwas dafür tun, dass wir nicht ein Teil davon werden.

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        Gnubbel 5. Februar 2026

        Ja, „beharrlich“ ist das richtige Wort. Gerade lese ich in einem Wissenschaftsmagazin: „Fast 40 Prozent der Krebsfälle wären vermeidbar“ (ist doch gigantisch, oder nicht?), und als Risikofaktoren werden genannt: Rauchen, Alkohol, Infektionen (okay, mit dem Immunsystem sind sie schon dicht dran) – und etwas weiter unten, ich hatte es schon vermisst, natürlich noch das „Übergewicht“, das ja für alle Krankheiten bis hin zum Klimawandel verantwortlich ist (https://www.scinexx.de/news/medizin/fast-40-prozent-der-krebsfaelle-waeren-vermeidbar/). Kein Sterbenswörtchen von „artgerechter“ (oder wie Strunz sagt: „genetisch korrekter“) Ernährung oder gar vom berüchtigten Dauerstress, mit denen man möglicherweise 95 Prozent aller Krebserkrankungen vermeiden könnte. Und Klement, Strunz (ja, selbst der, der es mit dem Einfluss des gestressten Gehirns auf den Stoffwechsel eigentlich nicht so hat) und viele andere ernstzunehmende Wissenschaftler und Mediziner schlagen schon seit langem Alarm (https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/stress-foerdert-krebserkrankung-6266, https://www.scinexx.de/news/medizin/warum-chronischer-stress-zu-krebs-und-metastasen-fuehrt/, https://www.uni-koeln.de/universitaet/aktuell/meldungen/meldungen-detail/wie-stresssignale-den-zellkern-aufweichen-und-die-zelle-veraendern, https://www.strunz.com/news/immer-juengere-krebspatienten-und-stress.html), aber deren Rufe verhallen immer noch ungehört in der Dunkelheit. Klar, es ist ja viel einfacher, die Dicken zu bashen und das Gläschen Wein zu verteufeln, als sich mal um die Pest des 21. Jahrhunderts, den chronischen Stress, und deren katastrophale Auswirkungen auf den ganzen Organismus zu kümmern. Oder es mal unseren gewählten Abgeordneten zu verklickern, was sie da gerade im Begriff sind loszutreten.

        Welch ein Glück, dass der kleine Gnubbel, der sich das alles nicht ausgedacht, sondern akribisch aus dem Internet (nein, nicht von der Youtube-Universität) zusammengetragen hat, in diesem Blog noch Gehör findet. Ich bin davon überzeugt, dass LCHF Deutschland, mit diesem Wissen ausgerüstet, auf dem besten Weg ist, zu einem Leuchtfeuer in dieser trostlosen Landschaft von Ignoranz und Halbwissen zu werden. Ja, ich kann euch versichern, dass selbst die vielen LCHF-Blogs euch mittlerweile nicht mal mehr annähernd das Wasser reichen können, und es erfüllt mich mit tiefer Befriedigung, dazu einen kleinen Beitrag leisten zu dürfen. Letztendlich geht es doch um nichts anderes, als Menschenleben zu bewahren oder ihnen zumindest viele unnötige Qualen zu ersparen, und dafür sollte uns keine Mühe zu viel sein.

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