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Wie Dauerstress auf unseren Organismus wirkt – Firma „Mensch“

Wie Dauerstress auf unseren Organismus wirkt - Firma "Mensch"

Die Firma „Mensch“ – wie Dauerstress auf unseren Organismus wirkt und was wir dagegen tun können

In der heutigen Zeit sind Stress und Leistungsdruck für viele Menschen an der Tagesordnung. Doch was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir uns ständig unter Druck setzen? In einem amüsanten und gleichzeitig nachdenklichen Gespräch mit einem alten Schulfreund, der sich in der Selbstständigkeit bewährt hat, wird das Konzept der „Firma Mensch“ lebendig. Während er von seinem geschäftigen Alltag erzählt, wird deutlich, wie ähnlich unsere biologische Funktionsweise der eines Unternehmens ist – insbesondere, wenn es um das Problem der Energieversorgung und um die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken geht. Dieser Text beleuchtet nicht nur die Herausforderungen, die das Gehirn in Bezug auf Energie und Stress bewältigen muss, sondern bietet auch interessante Ansätze, wie wir unsere Ernährung und Lebensweise anpassen können, um auch unter Stress ein gesünderes Leben zu führen. Unser Leser Gnubbel nimmt dich mit auf einen Besuch in der Firma „Mensch“.

Ein Besuch in der Firma „Mensch“

Neulich habe ich im Telefonbuch die Nummer von einem alten Klassenkameraden entdeckt. Habe ihn gleich mal angerufen, um zu erfahren, wie es ihm geht. Er war natürlich freudig überrascht, hat mir stolz berichtet, er hätte sich selbstständig gemacht, seine Firma heißt „Mensch“ und läuft sehr gut. Da habe ich ihm vorgeschlagen, dass wir uns doch mal treffen könnten, ein bisschen erzählen und so. Meinte er, gerne, nur hat er im Moment so viel zu tun, dass er kaum noch aus seinem Büro rauskommt. Aber wenn ich will, kann ich ihn doch mal in seinem Büro besuchen, er würde eine große Pizza für mich mitbestellen.

In der Firma „Mensch“ sitzt der Chef ganz am Ende des Korridors

Also schlendere ich jetzt durch den Korridor der Firma „Mensch“ – was heißt schlendern, dort ist ja so ein Gewusel, da muss man sich regelrecht durchkämpfen. Und je näher ich dem Ende des Ganges komme, umso heftiger wird der Betrieb. Da sehe ich endlich an der Stirnseite die große Tür mit dem goldenen Schild „G. Hirn“. Der Chef hat mich schon erwartet und nimmt mich freudig in Empfang.

 

Wir machen es uns in seiner Besucherecke gemütlich, und ich frage ihn so, wie es ihm geht. „Ach“, sagt er, „Arbeit ohne Ende. Oft sitze ich, wenn die Mitarbeiter schon lange zu Hause sind, noch hier und arbeite die ganzen Dokumente ab, mit denen sie mich tagsüber zugeschüttet haben.“ Er zeigt auf einen riesigen Stapel Papier auf seinem Schreibtisch. In diesem Augenblick geht die Tür auf, seine Mitarbeiterin, Frau Darm, kommt herein und haut ihm noch einen Stapel Dokumente auf den Tisch. „Ich will mich ja nicht beklagen“, sagt er, als sie wieder weg ist, „sie ist schon eine fleißige Mitarbeiterin, und ihre Laktos und Bifidos machen einen erstklassigen Job. Aber letztendlich bleiben die endgültigen Entscheidungen doch alle an mir hängen. So ist das nun mal, wenn man Chef ist.“

Der Chef im Dauerstress – Versorgungssicherheit ist das A und O

Wie Dauerstress auf unseren Organismus wirkt - Firma "Mensch"

Wie Dauerstress auf unseren Organismus wirkt – Firma „Mensch“

In diesem Moment geht wieder die Tür auf, der Pizzaservice kommt herein und stellt zwei große Kartons auf den Tisch: unser Mittagessen. „Du kannst dir gar nicht vorstellen, was das manchmal für ein Theater ist“, sagt mein Schulfreund zu mir, „wenn der Pizzaservice vorne am Eingang ist, sprinten schon die Mitarbeiter raus und kaufen ihm die ganze Karre leer. Wenn der endlich bei mir ganz hinten ist, und ich habe nichts vorbestellt, dann kann ich froh sein, wenn er noch eine Margherita für mich übrig hat. Manchmal muss ich sogar meinen Vorzimmerlöwen vorschicken, dass die ihm nicht trotzdem die Karre abräumen. Aber die Dame ist wirklich gut, die kann schon ordentlich Stress machen“, er lacht, „was bei der verfressenen Bande manchmal auch notwendig ist.“

 

Während ich auf der Salami herumkaue und einen Olivenkern aus dem Mund fische, überlege ich: „Und wenn du dir gleich eine Pizza mehr bestellst?“ Er lacht wieder: „Natürlich, ich bin doch kein Dummerle. Wenn ich bis in die Nacht Stress habe, brauche ich doch abends auch noch was. Und weil das hier schon zum Standard ausartet, habe ich beim Pizzaservice gleich einen Dauerauftrag gemacht, dass der mir jeden Tag drei Pizzen bringt.“ …

Firma „Mensch“ – Ähnlichkeiten sind nicht zufällig

Wieder zu Hause, geht mir unser Gespräch nochmal durch den Kopf. Hmm, irgendwie läuft das doch in unserer eigenen „Firma Mensch“ gar nicht so viel anders: Der Chef, das Gehirn, sitzt ganz am Ende des Korridors und braucht, weil es den ganzen Tag, ja, selbst in der Nacht, wenn seine Mitarbeiter im Bettchen liegen, schwer am Schuften ist, jede Menge Nahrung in Form von Glukose. Da aber diese, genau wie eine Pizza, nicht irgendwo in seinem Büro gebunkert werden kann, sondern jedesmal frisch geliefert werden muss, kann es, besonders wenn die Mitarbeiter selbst großen Hunger haben, schon mal eng werden. Das Problem ist aber, dass das Gehirn es sich nicht leisten kann, auf dem Trockenen zu sitzen, denn wenn es plötzlich ohne Energie dasteht, dann gehen in der ganzen Firma die Lichter aus, und die Mitarbeiter sind augenblicklich ihren Job los.

Wie sich unser Gehirn seine Versorgung sichert

Das darf natürlich auf gar keinen Fall passieren. Deshalb hat das Gehirn einen Sensor, der ihm meldet, wenn bei ihm die Energie knapp wird, dass es rechtzeitig neue Glukose ordern kann. Und wie mein Schulfreund hat es auch ein ausgeklügeltes System, um neue Glukose nicht nur zu beschaffen, sondern auch sicherzustellen, dass diese bei ihm ankommt: Es sendet einen Nervenimpuls an die Bauchspeicheldrüse, dass die sofort aufhört, Insulin zu produzieren. Und schon reichert sich das Blut mit Glukose an, die jetzt nur noch schnellstens ins Gehirn kommen muss. Dazu schickt das Gehirn einen weiteren Befehl an die Nebennieren, die daraufhin den Blutkreislauf mit dem Stresshormon Adrenalin fluten. Und dieses wiederum beschleunigt den Puls, lässt den Blutdruck steigen und pumpt die Glukose mit Macht ins Gehirn.

Das Gehirn im Dauerstress – die Sache läuft aus dem Ruder

Nun ist unser Gehirn aber auch kein Dummerle. Wenn es nämlich dauernd unter Stress steht und ihm immer wieder die Glukose ausgeht, dann ist es doch lästig, jedesmal den ganzen Vorgang neu zu starten und dann auf die Lieferung zu warten. Viel besser ist es dagegen, ihn gleich am Laufen zu halten, dass also das Blut von vornherein mit mehr Glukose angereichert ist und Puls und Blutdruck dauerhaft erhöht sind, damit sich das dauergestresste Gehirn nach Herzenslust bedienen kann.

 

Leider ist aber unser Gehirn ein fürchterlicher Egoist: Es schert sich nämlich keinen Deut darum, dass Glukose ein hochpotentes Blutgift ist, das die Blutkörperchen verzuckert und verklumpen lässt, und dass diese Thromben nach und nach die haarfeinen Blutgefäße in Augen, Nieren und Gliedmaßen verstopfen und diese Organe dann regelrecht verhungern. Es kümmert sich auch nicht darum, dass durch den zu hohen Blutdruck die Gefäße erodieren und die beschädigten Stellen mit Cholesterin von innen geflickt werden müssen, und wenn das oft genug passiert ist, weil ja die Erosion gerade an der geflickten Stelle besonders heftig ist, dann ist die Stelle im Gefäß irgendwann voll mit Cholesterinflicken, der Blutfluss versiegt, und das zu versorgende Gewebe stirbt ab. Und wenn es gerade das Herz oder das Gehirn ist, wo das passiert, dann haben wir einen Herzinfarkt bzw. einen Schlaganfall. Wie gesagt, das alles darf unser Gehirn nicht interessieren: Wenn es permanent unter Stress steht, dann braucht es seine Glukose, koste es, was es wolle.

Ausweg aus der Misere: eine Änderung des Lebensstils – aber wie?

Wie kommen wir aus dieser Falle wieder heraus? Nun, am besten ist es, wir gewinnen im Lotto ein paar Millionen, kaufen uns ein Haus am See und lassen es uns dort gut gehen. Dann haben wir genug Geld, um sorgenfrei leben zu können, genug Freunde, die unser Geld attraktiv finden, und auch ein paar nette Leute, die uns für ein bisschen von dem Geld die Mühen des Tages abnehmen. Aber da dies bisher die wenigsten Menschen geschafft haben (meistens ist das schon an den paar Millionen gescheitert), sollten wir uns lieber eine andere Option überlegen: Wie wäre es zum Beispiel, wenn wir unser Gehirn mit etwas anderem füttern könnten als mit dem Blutgift Glukose? Etwas, was immer reichlich da ist und nicht erst mühsam beschafft werden muss?

 

Und da gibt es tatsächlich etwas, das mehr als doppelt so viel Energie hat wie Glukose und wofür wir auch noch riesige Speicher haben, dass dieser kostbare Energieträger niemals ausgehen kann: Fett! Das ist nämlich der Stoff, mit dem sich unser Körper problemlos weiter ernähren kann, sobald ihm die Kohlenhydrate ausgehen. Es gibt nur einen Haken: Die Fettsäuren passen nicht durch die Blut-Hirn-Schranke. Aber auch hier hat die Natur einen genialen Trick gefunden: Die Leber wandelt die Fettsäuren zu Ketonen um, und die gehen mühelos durch.

Auch ein Chef ist noch lernfähig

Nun müssen wir unserem Gehirn nur noch verklickern, wie es seine Energie statt aus Glukose jetzt aus den Ketonkörpern gewinnen kann. Dazu hat es zwar ein spezielles Enzym, aber wenn wir uns jahrzehntelang nach den Empfehlungen der DGE[1] ernährt haben, hat das Gehirn mit der Zeit vergessen, wie das geht. Da jedoch unser Gehirn, wie schon gesagt, kein Dummerle ist, lernt es das schnell wieder, sobald wir ihm seine Glukose verweigern. Es motzt zwar noch eine Weile herum, aber irgendwann, wenn es begriffen hat, dass es definitiv keine Glukose mehr gibt, beschäftigt es sich notgedrungen mit den Ketonkörpern. Und mit der Zeit, wenn es auf den Geschmack gekommen ist, wenn es merkt, dass es ihm mit Ketonkörpern viel besser geht und es viel leistungsfähiger ist, nimmt es die sogar lieber als die Glukose. Das ist der Moment, wo wir gewonnen haben: Wir können zwar den Dauerstress nicht abschaffen, aber Diabetes und Bluthochdruck müssen trotzdem kein Schicksal sein.

Fazit des Artikels „Die Firma „Mensch“ – wie Dauerstress auf unseren Organismus wirkt

Der Blogbeitrag „Ein Besuch in der Firma Mensch“ vermittelt auf humorvolle und zugleich nachdenkliche Weise die Herausforderungen, mit denen unser Körper, insbesondere das Gehirn, in Zeiten von Stress und Leistungsdruck konfrontiert ist. Durch eine amüsante Metapher, in der der Mensch als Unternehmen dargestellt wird, wird deutlich, wie wichtig die Energieversorgung und Stressbewältigung für die Gesundheit sind. Der Autor diskutiert die Auswirkungen von Stress auf den Körper und bietet interessante Ansätze zur Verbesserung der Lebensweise, insbesondere durch eine Umstellung der Ernährung hin zu einer fettreicheren Kost, die die Energieversorgung effizienter gestalten und den Körper vor stressbedingten Schäden bewahren kann. Letztlich wird betont, dass trotz der Unvermeidbarkeit von Stress, eine bewusste Anpassung der Ernährung und Lebensgewohnheiten dazu beitragen kann, die Folgen des Dauerstresses für den Körper einzudämmen und ein gesünderes Leben zu führen.

 

[1] https://www.strunz.com/news/die-dge-empfehlungen-fuehren-leider-zum-diabetes-typ-2.html

 

Über den Autor des Artikels „Wie Dauerstress auf unseren Organismus wirkt – und was wir dagegen tun können / Firma „Mensch“: Unser werter Leser und Kommentator Gnubbel zeigt sich als eine Person von bemerkenswerter Neugier und Engagement. Durch seine Beiträge bringt er frische Perspektiven und regt zum Nachdenken an. Seine Art, sich in Diskussionen einzubringen, zeugt von Respekt und Wertschätzung gegenüber anderen Meinungen. Mit einem scharfen Verstand und einem offenen Herzen trägt er zu einem konstruktiven Austausch bei, der sowohl informativ als auch inspirierend ist. Gnubbel hat die Fähigkeit, mit seinen Gedanken und Ideen eine positive Atmosphäre zu schaffen, die andere ermutigt, sich ebenfalls aktiv zu beteiligen. 

 

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