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Genießen Sie den Stress weg Teil 4: Clevere Snacks bei Stress genießen

Dr. Sabine Paul schreibt für das Low Carb – LCHF Magazin die Serie: Genießen Sie den Stress weg, heute geht es um Snacks. Wenn Sie die vorherigen Teile verpasst haben, können Sie diese hier nachlesen.

Dr. Sabine Paul

 

Ausgleich für Zeitdruck, Frust, Langeweile – oder eine kleine Belohnung für den vorherigen Kraftakt: Manchmal ist sie einfach da, die Lust auf einen süßen, meist auch fettreichen Happen. Oft folgen dann das schlechte Gewissen und die Befürchtung, dass sich diese kleine Versuchung schnell auf den Hüften niederschlägt.

 

Der perfekte Snack

Gibt es einen perfekten Snack? Einen, der den Heißhunger stillt, Stress und Anstrengung vergessen lässt und trotzdem gesund ist? Einen, der vielleicht sogar gut ist für die Nerven? Ein darauf ausgerichtetes Snack-Angebot gibt es bereits: Die „Anti-Stress-Praline“. Ihre Erfinder versprechen Entspannung durch das Verwöhnen aller fünf Sinne mit Anti-Stress-Signalen. Darum hat diese Praline eine besonders dicke, knackige Schokoladenschicht, eine ovale Form und enthält eine Mischung ätherischer Öle in der cremigen Füllung, die entspannend wirken. Die Erfahrung zeigt: Diese Praline funktioniert bei einigen Menschen sehr gut. Allerdings sind die ätherischen Öle nicht jedermanns Geschmack. Andere mögen generell nichts Süßes bei Stress und schließlich bleiben Bedenken bezüglich der kalorienreichen Zutaten.

Die wichtigste Strategie, wenn Sie der Snack-Hunger überfällt,ist: Achten Sie genau auf Ihre Körpersignale. Auf was genau haben Sie Appetit? Ihre Antwort ist ein Wegweiser, nicht nur zum passenden Snack, sondern auch zu dem, was Ihr Körper an Nährstoffen dringend benötigt, um mit dem Stress gut umgehen zu können. Nutzen Sie die folgende Snack-Typologie,
um Ihren Bedürfnissen auf die Spur zu kommen.

 

Noch zwei weitere Tipps für „clevere Snacks“:

» Wählen Sie Snacks mit Zutaten, die Ihre Gehirnfunktionenunterstützen (s. „Genießen Sie den Stress weg, Teil 1“, erhältlich in der NervenPower-Akademie)
» Nutzen Sie die Wirkung von Aromen, die direkt über die Nase ins Emotionszentrum des Gehirns gelangen. Damit erreichen Sie innerhalb von Sekunden eine Wirkung, z.B. einen belebenden
Effekt mit Orange, einen beruhigenden Effekt mit echter Vanille oder Rose.

Kleine Snack-Typologie
Snack-Typ „Süß und Fettreich“:

sehr häufig bei Stress. Snacker dieses Typs benötigen schnell Energie oder viel Energie aufgrund einer großen Belastung. Auch das Bedürfnis nach Trost oder Belohnung aktiviert die Lust auf Süßes und Fettreiches.
Tipps: Essen Sie Snacks, die Süßes langsam freisetzen, gehirnförderliche
Fette und beruhigende Aromen wie Vanille
beinhalten.
Clevere Snacks: Trockenfrüchte (mit Braintella), Banane, Rote Grütze mit echter Vanille, Fruchtleder mit Vanille- oder Rosenaroma, Nüsse, Schokolade mit hohem Kakaoanteil (mind. 60%)

Snack-Typ „Salzig und Würzig“:

häufig bei Stress. Snacker dieses Typs haben meist eine körperliche Anstrengung hinter sich oder fokussieren sich geistig stark und vergessen dabei die Pausen. Salzige und würzige Snacks werden auch bevorzugt, wenn Dauerstress herrscht.
Tipps: Bevorzugen Sie Proteinreiches, verwenden Sie viele Kräuter statt Salz und wählen Sie herzhafte Aromen.
Clevere Snacks: luftgetrockneter Schinken, Trockenfleisch, Oliven (in Kräutern eingelegt), Salzmandeln, Currygerichte, selbstgemachte Kartoffelecken mit Rosmarin, Tee mit Rosmarin
oder Melisse

Snack-Typ „Sauer und Bitter“:

häufig bei Stress. Snacker dieses Typs suchen Aktivierung, meist bei hoher Denkleistung und Aufgaben, die eine besondere Konzentration bzw. Wachheit verlangen, oder Erfrischung bei
Überanstrengung.
Tipps: Wählen Sie erfrischend-spritzige Getränke, knackiges Gemüse, aktivierende Aromen.
Clevere Snacks: saure Früchtetees (Hibiskus), Zitrusfrüchte oder Smoothies mit Zitrone oder Orange, saure Fruchtleder, Gemüseleder, saure Gurken, Chicorée-Schiffe, herbe Nüsse (Walnuss,
Paranuss), Espresso mit etwas Kakaopulver, Snacks mit Rosmarin oder Thymian

Snacktyp „Scharf“:

gelegentlich vorkommend bei Stress. Snacker dieses Typs wollen Aktivierung, Leistungskraft oder Belohnung. Lust auf Scharfes kann auch bedeuten, dass durch chronischen Stress das Immunsystem geschwächt ist und Unterstützung benötigt.
Tipps: Essens Sie einzelne scharfe Zutaten, verwenden Sie proteinreiche Snacks (Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Ei) mit scharfen Saucen oder Dips, wählen Sie würzig-scharfe Aromen.
Clevere Snacks: Chili-Schokolade (mit hohem Kakaoanteil), Meerrettich-Schinkenröllchen, Wasabi zu Räucherlachs, Kresse im Smoothie, Senf auf Buchweizen-Wrap, Curry-Nüsse

Umsetzungs-Tipp

Überlegen Sie sich jetzt, was Sie als Snacks passend zu Ihrem Typus anlacht. Kaufen Sie die dafür passenden Nahrungsmittel ein. So sind Sie gewappnet, wenn der Stress wieder über Ihnen
zusammenzuschlagen droht. Dann können Sie sich mit den Nährstoffen verwöhnen, die Ihnen wirklich gut tun. Einfach clever bei Stress.

 

Gehirndoping mit Gewürzen

Das Upgrade für Konzentration, Gedächtnis, Stimmung und Stress-Resistenz

Kann man mit Gewürzen die Gehirnleistung steigern? Und wie! Schon der Duft einiger Gewürze bringt Konzentration und Merkfähigkeit blitzschnell auf Touren. Gewürze können noch mehr: die Stimmung aufhellen, Stressschäden abfangen, dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Die grauen Zellen bleiben länger jung und fit. Echtes Gehirndoping, ganz natürlich, noch ist es ein Geheimtipp.

 

Die Molekularbiologin Sabine Paul verrät, wie Gewürze ins Gehirn kommen und was sie bewirken. Vielleicht hat Scheherazade ihren Kopf in „1001 Nacht“ mit Zimt gerettet und in indischen Currys steckt ein Anti-Demenz-Geheimnis? Ist die riesige Pfeffermühle in italienischen Restaurants nicht nur eine nette Geste, sondern ein echter Scharfmacher fürs Gehirn? Probieren Sie’s aus.

 

Aus dem Inhalt:
  • Das Currywurst-Festival – oder: Warum Gehirn-Doping mit Gewürzen?
  • Gehirn-Tuning mit Genuss: Wie Gewürze die Gehirnleistung steigern
  • Geniale Gewürze fürs Gehirn-Doping: 12 Portraits einzelner Gewürze
  • Feuerwerk im Gehirn: Wirkungen und Interaktionen von Gewürzen
  • Gewürze kaufen, zubereiten – und lange genießen: Praxistipps für die eigene Gewürzküche
  • 7 Berühmte Gewürzmischungen aus aller Welt – mit gehirnförderlicher Wirkung (und weitere 10 kleine Gewürz-Profile)
  • Spice up your brain: Ideen für das tägliche Gewürz-Doping

 

Das Buch „Gehirn-Doping mit Gewürzen“ von Dr. Sabine Paul kann bei dem Verlag Expert Fachmedien bestellt werden.

Gesunde Ernährung für mehr Stressresistenz lesen Sie auch das Interview mit Dr. Sabine Paul.

 

www.LCHF-Deutschland.de

 

Bildnachweis:
Gepard: www.fotolia.com
Glühbirne: www.fotolia.com

 

Dieser Artikel wurde im Low Carb – LCHF Magazin 4 / 2016 publiziert.

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britta.wingartz@dvs-hg.de

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