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Kohlenhydrate schädigen Insulin-produzierende Zellen

Studie

„Kohlenhydrate schädigen Insulin-produzierende Zellen durch oxidativen Stress“ war im Jahr 2009 (!!!) eine Schlagzeile. Ein Forscherteam um Hadi Al-Hasani vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) fand damals heraus, es sind die Kohlenhydrate und nicht die Fette, welche die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse schädigen (1). Hätte eine Ernährungsrevolution nach sich ziehen sollen. Hat es aber nicht. Woran das wohl liegen mag?

Hier geht es zu Pressemitteilung.

 

Was genau sind Kohlenhydrate?

Kohlenhydrate werden in drei verschiedene Gruppen eingeteilt: Ballaststoffe, Stärke und Zucker. Das bedeutet, welche Kohlenhydrate Sie auch immer wählen, der Körper behandelt diese in einem großen Umfang auf die gleiche Weise: Umwandlung in Blutzucker, also Glukose, den Brennstoff, der unser Gehirn und unsere Zellen mit Energie versorgen soll. Das Gehirn benötigt also nicht wirklich Kohlenhydrate, es benötigt Energie in Form von Glukose, die auch aus Triglyceriden und Proteinen hergestellt werden kann.

 

Kohlenhydrate in Glukose zu verwandeln dauert unterschiedlich lang. Die Umwandlungszeit wird durch den glykämischen Index ausgedrückt.

 

Glukose lässt den Blutzucker ansteigen, die natürliche Reaktion darauf: Insulin wird ausgeschüttet. Wenn die Insulin-produzierten Zellen geschädigt sind, ergeben sich Probleme… (Die einfache Lösung: Eine Low-Carb-Ernährung. Warum? Es wird viel weniger Insulin benötigt!))

 

Ballaststoffe

Ballaststoffe gibt es in zwei Variationen, die wasserlöslichen und die nicht wasserlöslichen. Die wasserlöslichen Ballaststoffe findet man zum Beispiel in Gemüse, Beeren und Leinsamen. Ballaststoffe sind eine Gruppe der Kohlenhydrate, die unser Körper kennt und mit denen er gut umgehen kann. Die wasserlöslichen Ballaststoffe fungieren als Nahrung für die Darmbakterien und sind somit für die Darmflora notwendig. Sie bilden ein träge fließendes Gelee in Magen und Darm und sorgen dafür, dass wir uns länger satt fühlen. Das bedeutet, dass sich der Blutzucker nur ganz langsam erhöht, in einem geringen Niveau.

 

Nicht wasserlösliche Ballaststoffe sind beispielsweise in Vollkorn, Kleie und Hülsenfrüchten zu finden. Sie stellen auch Bakteriennahrung für den Darm dar und sind nützlich, wenn man sie verträgt. Etwa 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung hat Magen- und Darmprobleme aufgrund der nicht wasserlöslichen Ballaststoffe. Menschen mit Magenproblemen erhalten oft den Rat, mehr Ballaststoffe zu essen, was jedoch die Problematik nur verschlechtert.

Stärke

Stärke findet man zum Beispiel in Kartoffeln, Reis und Nudeln, also in den herkömmlichen Sättigungsbeilagen. Aber auch in allen Mehlprodukten wie Brot, Kuchen und Plätzchen.

Zucker

Obst

Kohlenhydrate – Zucker – Fruchtzucker

Beim Zucker finden wir verschiedene Arten, den weißen Haushaltszucker, Saccharose, und auch Fruktose im Obst, Laktose in Milchprodukten und Maltose im Bier.

 

Die beiden letztgenannten Gruppen der Kohlenhydrate sind für uns Menschen relativ neu. Daher stellen sie auch für einen Teil von uns ein Problem dar. Einerseits, weil sie einen sehr großen Anteil unserer Nahrung ausmachen und andererseits deswegen, weil sie das Blutzuckerniveau sehr hoch halten. Dadurch muss das einzige Hormon, welches den Blutzuckergehalt senken kann, nämlich das Insulin, permanent Höchstarbeit leisten.

 

Wir bekommen eine Blutzuckerkurve, die sehr schnell ansteigt, jedoch auch extrem schnell abfällt. Das bedeutet, dass wir ununterbrochen zuckerreichen Brennstoff nachfüllen müssen. Denn ein rasanter Abfall des Blutzuckers bedeutet: Heißhunger.

Aber welche Funktion haben Kohlenhydrate in unserem Körper?

Sie sorgen dafür, dass wir schnell mit sofort wirkender Energie versorgt werden, wenn wir uns anstrengen, oder sie lagern die Energie in der Leber und in den Muskeln ein. Allerdings gibt es dort nur kleine Speicherkapazitäten, was bedeutet, dass nicht verbrauchte Kohlenhydrate in Fett umgewandelt werden und sich in den Fettzellen ablagern.

Wie gefährlich ist Zucker in großen Mengen?

Zucker – Pur – weiß – tödlich

Pur, weiß, tödlich:

Die Zuckerfalle: Vom Küchenschrank ins Giftkabinett?

Vor über 40 Jahren schrieb John Yudkin sein visionäres Buch „Pure, white and deadly“ und brachte auf den Punkt, was heute durch weiterführende Studien zweifelsfrei belegt worden ist: Zucker verursacht Adipositas, Diabetes, koronare Herzerkrankungen und so ziemlich jede „Zivilisationskrankheit“, die man kennt.

Zucker, so der Autor, ist verantwortlich für über 35 Millionen Todesfälle weltweit pro Jahr. Sprechen wir also von einem Genussmittel oder doch von einem Zellgift? John Yudkin wird als einer der bedeutendsten Ernährungswissenschaftler seiner Zeit angesehen.

Seine Arbeiten zum Zuckerkonsum wurden wiederum von Prof. Dr. Robert Lustig, einem der führenden amerikanischen Stoffwechselexperten und Vorreiter der Low-Carb-Bewegung weitergedacht und publiziert. Gerade heute ist die deutsche Neuauflage von „Pure, white and deadly“ so aktuell wie nie.

– Das visionäre wissenschaftliche Werk zur Zuckergefahr endlich in aktualisierter deutscher Neuauflage.
– Seit den 1960er-Jahren bekannt. Seit 1972 öffentlich gemacht. Heute immer noch verschwiegen: die Zuckergefahr.
– Yudkin war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus und doch wurden alle seine Voraussagen bestätigt. Und übertroffen!
– Ein wichtiges, prophetisches und hoch seriöses wissenschaftliches Grundlagenwerk.

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Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie

 

 

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19902174

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