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Stresshormone haben einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Gesundheit

Stresshormone haben einen tiefgreifenden Einfluss auf die Gesundheit

Stresshormone haben einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Gesundheit

Stresshormone und ihre Auswirkungen auf unsere Gesundheit waren ein Thema, mit dem sich auch Margret Ache intensiv beschäftigt hat. Dieser Artikel stammt aus ihrer Feder und zeigt, wie eng Stress, Hormone und körperliche Gesundheit miteinander verbunden sind. Ihr Wissen und ihre verständliche Art, komplexe Zusammenhänge zu erklären, bleiben damit auch heute ein wertvoller Bestandteil von LCHF Deutschland.

 

Stress ist ein allgegenwärtiger Begleiter in unserem modernen Leben und hat einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Gesundheit. Während kurzfristige Stressreaktionen, ausgelöst durch Hormone wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin, unseren Körper in Alarmbereitschaft versetzen und uns in kritischen Situationen helfen, können diese Mechanismen bei anhaltendem Stress zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen. In diesem Text werden wir die komplexen Wirkungen von Stresshormonen auf den menschlichen Organismus beleuchten – von ihrer lebensrettenden Funktion in akuten Stresssituationen bis hin zu den weitreichenden negativen Folgen chronischen Stresses. Schritt für Schritt werden wir die Funktionsweise dieser Stresshormone, ihre kurzfristigen Vorteile sowie die langfristigen Risiken, die sie mit sich bringen, erläutern und aufzeigen, wie wichtig es ist, Stress aktiv zu managen, um unsere Gesundheit zu schützen und ein ausgewogenes Leben zu führen.

Stress und die Stresshormone

Stresshormone haben einen tiefgreifenden Einfluss auf die Gesundheit

Stresshormone haben einen tiefgreifenden Einfluss auf die Gesundheit

Stress hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Gesundheit, insbesondere durch die Wirkung von Stresshormonen wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Diese Hormone werden im Rahmen der Stressreaktion vom Körper ausgeschüttet, primär über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) und das sympathische Nervensystem. Kurzfristig können sie lebensrettend sein, langfristig jedoch erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen. Wir erklären das Schritt für Schritt:

1. Funktion der Stresshormone

  • Adrenalin und Noradrenalin: Diese Hormone werden bei akutem Stress („Fight-or-Flight“-Reaktion) von den Nebennieren freigesetzt. Sie erhöhen Herzfrequenz, Blutdruck und Energieverfügbarkeit (z. B. durch Freisetzung von Glukose), um den Körper auf sofortige Action vorzubereiten.
  • Cortisol: Als wichtigstes Glukokortikoid wird Cortisol über die HPA-Achse ausgeschüttet. Es reguliert den Stoffwechsel, unterdrückt Entzündungen und stellt Energie bereit, indem es Fett- und Eiweißreserven abbaut. Es hat auch eine längerfristige Wirkung als Adrenalin.
2. Kurzfristige Effekte (positiv)
In akuten Stresssituationen sind diese Hormone nützlich:
  • Sie verbessern die Konzentration und Reaktionsfähigkeit.
  • Sie mobilisieren Energie, um physische oder mentale Herausforderungen zu bewältigen, wie eine Prüfung oder einen Wettkampf.
  • Entzündungsreaktionen werden gedämpft, um den Körper während einer „Krise“ funktionsfähig zu halten.
3. Langfristige Effekte (negativ)
Wenn Stress chronisch wird und die Hormonspiegel dauerhaft erhöht bleiben, entstehen gesundheitliche Probleme:
  • Herz-Kreislauf-System: Chronisch hoher Blutdruck und erhöhte Herzfrequenz durch Adrenalin und Noradrenalin erhöhen das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Cortisol fördert zudem die Ablagerung von Fett im Bauchbereich, was wiederum Herzkrankheiten begünstigt.
  • Immunsystem: Während Cortisol akut Entzündungen unterdrückt, schwächt es bei Dauerstress das Immunsystem, da die Produktion von Immunzellen (z. B. Lymphozyten) reduziert wird. Das macht den Körper anfälliger für Infektionen und verzögert Heilungsprozesse.
  • Stoffwechsel: Hohe Cortisolspiegel können zu Insulinresistenz führen, was das Risiko für Typ-2-Diabetes steigert. Gleichzeitig fördern sie Gewichtszunahme, da der Körper mehr Energie speichert.
  • Gehirn und Psyche: Chronisches Cortisol schädigt den Hippocampus, eine Region, die für Gedächtnis und Lernen wichtig ist, und kann zu Konzentrationsproblemen, Angststörungen oder Depressionen führen. Adrenalinüberschuss verstärkt Nervosität und Schlafstörungen.
  • Muskulatur und Knochen: Langfristig baut Cortisol Muskelmasse ab und hemmt die Knochenbildung, was Osteoporose begünstigen kann.

 

Wenn Stress plötzlich Hunger macht

Stress beeinflusst nicht nur unsere Hormone, sondern kann sich auch auf Hunger, Appetit und unser Essverhalten auswirken. Besonders interessant ist die Frage, ob wir tatsächlich körperlichen Hunger haben – oder ob Stress gerade die Regie übernimmt.

→ Mit dem Stresshunger-Check kannst du deinem persönlichen Essverhalten auf die Spur kommen.

 

 

4. Mechanismus der Schädigung
Der Körper ist nicht darauf ausgelegt, dauerhaft in einem „Alarmzustand“ zu verbleiben. Normalerweise sorgt die sogenannte negative Rückkopplung dafür, dass Cortisolspiegel nach einer Stressphase sinken. Bei chronischem Stress wird diese Regulation gestört, die HPA-Achse bleibt überaktiv, und die Hormonwerte normalisieren sich nicht mehr. Das führt zu einem Teufelskreis aus körperlicher und mentaler Erschöpfung, der Körper zieht die Reißleine und zwingt uns zu einer Pause.  („Burnout“).

Stress und Blutzucker – enger verbunden als gedacht

Auch der Blutzucker reagiert auf Stress. Denn der Körper stellt in Belastungssituationen zusätzliche Energie bereit – unter anderem in Form von Glukose. Treffen chronischer Stress, ungünstige Ernährung und starke Blutzuckerschwankungen aufeinander, kann daraus ein Kreislauf entstehen, der den Alltag zusätzlich erschwert.

→ Unsere Blutzucker-Achterbahn zeigt dir anschaulich, was starke Schwankungen auslösen können und wie du mehr Ruhe in deinen Blutzucker bringen kannst.

5. Beispiele aus Studien

  • Laut Forschung korrelieren hohe Cortisolspiegel mit einem erhöhten Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer. (1)
  • Eine Studie der American Psychological Association (2020) zeigte, dass Menschen mit chronischem Stress bis zu 50 % häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. (2)
  • Langzeitstress kann den Cortisolspiegel im Blut um bis zu 20-40 % über dem Normalwert halten, was messbare Schäden im Körper nach sich zieht. (3)

Fazit des Artikels Stresshormone haben einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Gesundheit

Stresshormone sind essenziell fürs Überleben in akuten Situationen, aber bei chronischem Stress werden sie zu einer Gefahr für die Gesundheit. Sie beeinflussen nahezu jedes System im Körper – von Herz und Hirn bis hin zu Immunabwehr und Knochen. Entscheidend ist, Stress zu managen (z. B. durch Bewegung, Schlaf, Meditation), um die Hormonausschüttung wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Leseempfehlungen: 
Text: Margret Ache

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(1) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10696570/
(2) https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/CIR.0000000000000947
(3) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30881301/

heike.schulz@lchf-deutschland.de

Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungscoach Low Carb – LCHF – Keto - Lifestyle, Physiotherapeutin, Fachlehrerin für Kindergesundheit

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