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Die fettbildende Wirkung von Insulin

Insulin

Geschwulstartige Verdickungen des Unterhautfettgewebes werden in der medizinischen Fachsprache als Lipohypertrophie oder auch als Lipom bezeichnet. Sie können nach 6 Mona­ten bis 2 Jahren an den In­jekti­ons­s­tellen bei Diabetikern auf­treten, wenn Insulin immer wieder an derselben Stelle gespritzt wird. Daher lernen Diabetiker, wie wichtig es ist,  regel­mäßi­g die In­jekti­ons­s­tellen  zu wechseln.

Die Ursache

Die Ursache dieser geschwulstartigen Verdickungen ist die fettbildende Wirkung von Insulin. Das bedeutet, dort wo häufig Insulin gespritzt wird, kommt es zu einer Zunahme des Fettgewebes. Auf der Haut wird diese Geschwulst als Beule wahrgenommen, dem sogenannten Spritzhügel.

 

„Insulin regt die Fettbildung an, sodass an häufig benutzten Injektionsstellen vermehrt Fett wuchert – man spricht auch von einer Lipohypertrophie. Solche lipohypertrophen Regionen sind vergleichsweise schmerzunempfindlich, sodass Patienten sie bevorzugt als Injektionsstelle wählen“,

erläutert Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverband der Deutschen Internisten. (https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/diabetiker-sollten-einstichstelle-regelmaessig-wechseln.html) Doch die Fettanlagerungen hemmen auch die Durchblutung des betroffenen Areals, sodass sich die Wirkung des injizierten Insulins verlangsamt.

 

Eine Studie (1) aus dem Jahr 2013 von Blanco et al. kam zu dem Schluss, dass nur ein korrekter Wechsel der Spritzstellen zur Vermeidung von gutartigen Schwellungen des Unterhautfettgewebes beitragen kann. Die Frage, die sich mir stellt: Wäre es nicht sinnvoller, so zu essen, dass kein Insulin (bei Typ-2-Diabetes), bzw. weniger Insulin (Typ-1-Diabetes) benötigt wird? Denn wenn Insulin es schafft lokal das Fettgewebe wachsen zu lassen, was passiert dann in einem Körper, der immer wieder mit hohen Dosen Insulin überschwemmt wird, wie es bei den Typ-2-Diabetikern häufig der Fall ist, um den Blutzucker in den Griff zu bekommen.

 

Frage an Prof. Dr. med Stephan Martin: Macht Insulin also tatsächlich dick?

Prof. Stephan Martin: Im Grunde hat Insulin drei Wirkungen: Erstens: Es senkt den Blutzucker. Zweitens: Es blockiert die Fettverbrennung. Drittens: Es blockiert die Glukoseproduktion in der Leber. Zur Senkung des Blutzuckers benötigt der Körper die 10-fach höhere Insulinmenge als zur Fettverbrennung. Das ist das große Problem bei Typ-2-Diabetikern: Sie haben hohe Mengen an Insulin im Blut, also können sie kein Fett verbrennen. Wir müssen Wege finden, die hohen Insulinspiegel zu senken, damit die Menschen wieder Gewicht abnehmen können. (Quelle: https://www.diabetiker.info/interview-martin)

 

Insulin und das Gewicht

Insulin – Diabetes – Fettgeschwulst

Insulinspritzende Diabetiker kennen das Problem mit dem Gewicht. Besonders junge Frauen mit Typ-1-Diabetes nutzen das Wissen um die Wirkung des Insulins. Sie „spielen“  mit der Insulindosierung, um ihr Körpergewicht zu regulieren. Absichtlich wird unterdosiert, dadurch kommt es zur Hyperglykämie (Erhöhung des Blutzuckerspiegels) und die führt zu einer Ausschwemmung der Glukose. So können ganz gezielt die ungeliebten Pfunde zum Schmelzen gebracht werden. Inzwischen soll jede dritte junge Frau mit Typ-1-Diabetes ein solches Risikoverhalten (Diabulimie genannt) an den Tag legen. Eine Studie (2) ergab, dass vor allem, wer bei einer Mahlzeit eine selbstaufgestellte Regel verletzt hatte, sich danach  bewusst weniger Insulin spritzte.

 

Der kanadische Experte Dr. Fung kritisiert, dass bei der Diabetes-Typ-2-Erkrankung fast ausschließlich das Symptom, nämlich der erhöhte Blutzucker therapiert wird. Die Ursache, die Insulinresistenz, wird völlig außer acht gelassen. Denn es gilt: Mehr Insulin = mehr Übergewicht – weniger Insulin = weniger Übergewicht. Und nicht: Mehr Kalorien = mehr Übergewicht – weniger Kalorien = weniger Übergewicht.

 

Eine Ernährung, die den Blutzucker kaum beeinflusst

 

Insulin

Daher ist es logisch, verarbeitete Kohlenhydrate, die das Insulinniveau stark erhöhen, gegen natürliches Fett zu tauschen. Denn dadurch wird die Insulinproduktion gesenkt, auch wenn es sich um dieselbe Kalorienmenge handelt.

 

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Die ausgewogene LCHF- und Keto-Ernährung sorgt für einen niedrigen Insulinspiegel

Kalorien sind nicht das Einzige, was bei der Gewichtsabnahme zählt. Ihr Gewicht wird auch hormonell reguliert. Wenn Sie den Spiegel Ihres fettspeichernden Hormons Insulin senken, fällt es Ihnen wahrscheinlich leichter, überschüssiges Gewicht zu verlieren. (3, 4, 5)

 

Probieren Sie eine Ernährung mit weniger Kohlenhydraten, vielen hochwertigen Fetten und einer moderaten Proteinmenge. Sie werden erstaunt sein, was Sie essen können und wie toll es schmeckt. Eine breite Auswahl leckerer Rezepte (>400) finden Sie hier auf unserer Website und in unseren Kochjournalen, die es für sensationelle 4,00 Euro gibt.

 

Lesen Sie auch den Artikel:  Mein perfekter Tag mit der Keto-Ernährung

 

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Neuigkeiten

 

 

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Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie und LCHF Kongress und LCHF Magazin

 

 

 

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23886784

(2) http://care.diabetesjournals.org/content/38/11/2025

(3) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28052999/

(4) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30452850/

(5) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27130075/

 

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