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Die fettbildende Wirkung von Insulin

Geschwulstartige Verdickungen des Unterhautfettgewebes werden in der medizinischen Fachsprache als Lipohypertrophie oder auch als Lipom bezeichnet. Sie können nach 6 Mona­ten bis 2 Jahren an den In­jekti­ons­s­tellen bei Diabetikern auf­treten, wenn Insulin immer wieder an derselben Stelle gespritzt wird.  Daher lernen Diabetiker, wie wichtig es ist,  regel­mäßi­g die In­jekti­ons­s­tellen  zu wechseln.

Die Ursache

 

Die Ursache dieser geschwulstartigen Verdickungen ist die fettbildende Wirkung von Insulin. Das bedeutet, dort wo häufig Insulin gespritzt wird, kommt es zu einer Zunahme des Fettgewebes. Auf der Haut wird diese Geschwulst als Beule wahrgenommen, dem sogenannten Spritzhügel.

 

Eine Studie (1) aus dem Jahr 2013 von Blanco et al. kam zu dem Schluss, dass nur ein korrekter Wechsel der Spritzstellen zur Vermeidung von gutartigen Schwellungen des Unterhautfettgewebes beitragen kann. Die Frage, die sich mir stellt: Wäre es nicht sinnvoller, so zu essen, dass kein Insulin (bei Typ-2-Diabetes), bzw. weniger Insulin (Typ-1-Diabetes) benötigt wird? Denn wenn Insulin es schafft lokal das Fettgewebe wachsen zu lassen, was passiert dann in einem Körper, der immer wieder mit hohen Dosen Insulin überschwemmt wird, wie es bei den Typ-2-Diabetikern häufig der Fall ist, um den Blutzucker in den Griff zu bekommen.

 

Insulin ist ein Hormon, das dick macht

Insulin – Diabetes – Fettgeschwulst

Insulinspritzende Diabetiker kennen das Problem mit dem Gewicht. Besonders junge Frauen mit Typ-1-Diabetes nutzen das Wissen um die Wirkung des Insulins. Sie „spielen“  mit der Insulindosierung, um ihr Körpergewicht zu regulieren. Absichtlich wird unterdosiert, dadurch kommt es zur Hyperglykämie (Erhöhung des Blutzuckerspiegels) und die führt zu einer Ausschwemmung der Glukose. So können ganz gezielt die ungeliebten Pfunde zum Schmelzen gebracht werden. Inzwischen soll jede dritte junge Frau mit Typ-1-Diabetes ein solches Risikoverhalten (Diabulimie genannt) an den Tag legen. Eine Studie (2) ergab, dass vor allem, wer bei einer Mahlzeit eine selbstaufgestellte Regel verletzt hatte, sich danach  bewusst weniger Insulin spritzte.

 

Der kanadische Experte Dr. Fung kritisiert, dass bei der Diabetes-Typ-2-Erkrankung fast ausschließlich das Symptom, nämlich der erhöhte Blutzucker therapiert wird. Die Ursache, die Insulinresistenz, wird völlig außer acht gelassen. Denn es gilt: Mehr Insulin = mehr Übergewicht – weniger Insulin = weniger Übergewicht. Und nicht: Mehr Kalorien = mehr Übergewicht – weniger Kalorien = weniger Übergewicht.

 

Eine Ernährung, die den Blutzucker kaum beeinflusst

Dr. Jason Fung schreibt:

Ich habe schon oft einen Wechsel zu einer Ernährung mit vielen natürlichen Fetten und wenigen verarbeiteten Kohlenhydraten empfohlen. Warum viel Fett? Ganz einfach, weil es den Insulinspiegel nicht beeinflusst. Denn, die sogenannte Hyperinsulinämie bedeutet wörtlich, dass sich zuviel Insulin im Blut befindet (Hyper bedeutet hoch und –emi bedeutet Blutspiegel).

 

Daher ist es logisch, verarbeitete Kohlenhydrate, die das Insulinniveau stark erhöhen, gegen natürliches Fett zu tauschen. Denn dadurch wird die Insulinproduktion gesenkt, auch wenn es sich um dieselbe Kalorienmenge handelt. Doch auch ein Zuviel an Protein wird nicht als unproblematisch betrachtet, da es die Insulinausschüttung stimulieren kann.

 

Die ausgewogene LCHF- und Keto-Ernährung sorgt für einen niedrigen Insulinspiegel

 

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Margret Ache

www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie

 

 

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23886784

(2) http://care.diabetesjournals.org/content/38/11/2025

 

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