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Genuss-Inspirationen gegen Stress: Maca

Genuss-Inspirationen gegen Stress: Maca

von Dr. Sabine Paul, der Expertin für Genuss-Inspirationen,  aus dem LCHF Magazin 4/2017.

 

Dr. Sabine Paul

Dr. Sabine Paul

 

Dr. Sabine Paul schreibt für das Low Carb – LCHF Magazin die Serie: Genießen Sie den Stress weg. Wenn Sie die vorherigen Teile verpasst haben, können Sie diese hier nachlesen.

 

Wie ein gut verwurzelter Baum dem Stress trotzen– das wünschen sich Viele. Diese Widerstandskraft kann man tatsächlich essen. Geeignet sind dafür Wurzeln aus unwirtlichen Gegenden. Zum Beispiel Maca.

 

Was ist Maca?

 

Die Maca, auch „Peru Ginseng“ oder „Anden-Viagra“ genannt, ist ein Kressegewächs. Sie ist in den peruanischen Anden auf über 4000 Höhenmetern zu Hause und dort starkem Wind und hoher Sonnenstrahlung ausgesetzt. Seit mehr als 2000 Jahren wird Maca als Heil- und Nahrungspflanze, Energiespender und natürliches Aphrodisiakum geschätzt.

 

Wie hilft Ihnen Maca bei Stress?

Maca

Maca reduziert Stresshormone, wirkt Stressschäden im Körper und Depression entgegen. Schwarze Macawurzeln stärken Gedächtnis und Lernen in stressreichem Umfeld. Maca steigert die Energie, Leistungsfähigkeit des Körpers und die Libido. Das wirkt Die Zusammensetzung der Maca ist komplex, nur ein Teil der Inhaltsstoffe und ihrer Wirkung sind schon im Detail erforscht. Bekannt sind Antioxidantien und Macamide, die Nerven- und Körperzellen gegen aggressive Moleküle schützen, die bei Stress- und Alterungsprozessen auftreten. Maca aktiviert die Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin, die die Stimmung aufhellen. Substanzen aus schwarzen Macawurzeln hemmen die Acetylcholinesterase und reichern so Dopamin für besseres Lernen und Erinnerungsvermögen an. Durch die Senkung der Cortiocsteroide (Stresshormone) verringert Maca typische Stress-Symptome wie Magenreizungen, Magengeschwüre, erhöhten Blutzucker und Blutfette.

Aufgepasst!

Die Wirkung von Maca ist abhängig von der Farbe der Knolle, der Anbauhöhe, der Anbauregion und der Verarbeitungsqualität. Farbe und Anbauhöhe verändern die Zusammensetzung der Maca – und damit auch die biologischen Eigenschaften, Wirkweisen und Anwendungsgebiete. Gute Maca-Pulver kommen deshalb aus einer Anbauhöhe von mindestens 3.500 Höhenmetern. In Europa sind meist Pulver mit Mischungen aus schwarzer, roter und gelber Maca erhältlich. Sie sind als Energiespender und Stress-Schutzschild gut geeignet. Für einzelne Anwendungen kann eine sortenreine Variante sinnvoll sein, z.B. schwarze Maca für optimierte Gehirnleistung. Die beste Anbauregion ist bislang Peru (China produziert weniger hochwertig) – am besten in Bio- und möglichst auch Rohkostqualität, um möglichst viele der Inhaltsstoffe zu erhalten und keine Pestizidbelastung zu riskieren. Wer die Senfölglykoside der Maca bei der Verdauung als Blähung spürt, kann zu „gelatinierter“ Maca greifen. Sie wird aus schonend erwärmtem Maca-Brei hergestellt. Erwärmen baut die Senfölglykoside ab – die gesundheitsförderliche Wirkung wird leider auch verringert.

Genuss-Happen zum Ausprobieren

Maca-Pulver kann je nach Herkunft ein bisschen scharf schmecken, meist dominiert ein Karamell-Aroma. So können Sie Maca genießen:

» Morgens 1 TL Maca-Pulver zu einem Bananen-Smoothie oder grünen Smoothie geben – oder ins Müsli, Joghurt oder Quark einrühren

 

» Das Karamell-Aroma passt gut zu Tomaten. Mittags schmeckt eine Portion frisch gekochte Tomatensuppe: in Öl gedünstete Zwiebelwürfel mit Dosentomaten und Gewürzen aufkochen, mit 1-2 TL Maca je Tomatendose anreichern

 

» Nuss- oder Bananen-Muffins mit 1 EL Maca-Pulver je Teigmenge für 6 Muffins mischen und Muffins wie gewohnt backen. Sie sind dann auch als schnelles Frühstück oder Snack für unterwegs gut geeignet. Auch selbstgemachte Energiebällchen und Nusskekse schmecken lecker mit einer Portion Maca

 

» Aphrodisierende Schokolade: Einem Rezept für selbstgemachte dunkle Schokolade 1 EL Maca-Pulver je Tafel zufügen. Wer mag, steigert den Effekt noch mit etwas Vanille- oder Chilipulver Einkaufstipp: In Drogerie-/Biosupermärkten und Reformhäusern gibt es Bio-Maca-Pulver zu kaufen, auch online sind hochwertige Anbieter zu finden.

 

Noch mehr Maca für wissensdurstige Genießer

Die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert forderten Maca als Steuertribut, nachdem sie von der vitalisierenden, energiespendenden und fruchtbarkeitssteigernden Wirkung erfahren hatten. Bei Stress geraten die Sexualfunktionen leicht unter Druck. Etliche Studien haben die positiven Auswirkungen von Maca auf die Balance der Sexualhormone beschrieben. Maca steigert die Liebeslust und wirkt bei erektiler Dysfunktion. Schwarze und rote Maca verbessern die Spermienproduktion. Maca verringert Wechseljahresprobleme, hält den weiblichen Hormonhaushalt im Lot, verringert so PMS, Stimmungsschwankungen und steigert die Fruchtbarkeit.

 

Bildachweise: Dr. Sabine Paul, Pixabay

 

Genussvoll Stress meistern: Tipps und Ausbildung in der NervenPower-Akademie

 

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www.LCHF-Deutschland.de

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britta.wingartz@dvs-hg.de

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