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Heute ist Weltdiabetestag

Die Diagnose Typ-2-Diabetes ist bei vielen Menschen mit einer Kapitulation verbunden. Denn die Erkrankung löst bei vielen das Gefühl aus, ausgeliefert zu sein, nichts mehr dagegen unternehmen zu können, reichlich Nebenwirkungen im Laufe der Zeit zu bekommen. Plötzlich sieht das Leben anders aus. Doch muss das so sein? Nehmen wir den Weltdiabetestag zum Anlass die Erkrankung etwas zu beleuchten.

Die „Zuckerkrankheit“ kann besiegt werden, das ist die gute Botschaft zum Weltdiabetestag

Inzwischen gibt es bei der Therapie der Diabeteserkrankung einen neuen Ansatz, der Hoffnung verspricht. So sagt der Diabetologe Prof. Dr. Stephan Martin:

„Wenn die Zuckerkrankheit erst wenige Jahre besteht, sind die Chancen, sie wieder komplett loszuwerden, groß.“

Neben der Bewegung ist die Umstellung der Ernährung das A und O der Lebensstilveränderung in Richtung Gesundheit. Denn im Grunde genommen ist es einfach: Diabetiker leiden an einer Störung der Verwertung von Kohlenhydraten. Werden diese ausreichend minimiert, erfolgt ein wesentlicher Gesundheitsgewinn.

Kohlenhydrate schädigen die Insulin-produzierenden Zellen

Kohlenhydrate, Weltdiabetestag

Schon im Jahr 2009 zeigte eine Studie: „Kohlenhydrate schädigen Insulin-produzierende Zellen durch oxidativen Stress“. Ein Forscherteam um Hadi Al-Hasani vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) fand damals heraus: Es sind die Kohlenhydrate (Zucker und Stärke) und nicht die Fette, welche die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse schädigen (1). Leider ist diese Information auch nach acht Jahren noch nicht in den Köpfen vieler Menschen angekommen.

Hier geht es zur Pressemitteilung.

Zahlen zur Diabetes-Erkrankung

Die Zahlen sind erschreckend: Die Gesamtzahl der Todesfälle aufgrund von Diabetes schätzte die International Diabetes Federation (IDF) weltweit auf rund 4,96 Millionen für das Jahr 2015. Das bedeutet, alle 6 Sekunden stirbt ein Mensch an dieser Erkrankung. Deutschland nimmt mit 55.059 Todesfällen weltweit den 15. Platz ein. Bei der Statistik für die höchsten Gesundheitsausgaben für Diabetes im Jahr 2015 liegt Deutschland mit rund 35 Milliarden US-Dollar sogar auf Rang 3.

Mit Einberechnung der Dunkelziffer wird Deutschland mit einer Anzahl von 7,6 Mio. Betroffenen weltweit zu den zehn Ländern mit der höchsten absoluten Anzahl an Menschen mit Diabetes mellitus gezählt (Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2015). Die Zahl der Erkrankungen ist innerhalb von 10 Jahren drastisch gestiegen: Von 2004 bis 2014  gab es eine Erhöhung von 38 Prozent.

Die Folgen einer schlecht eingestellten Diabetes-Erkrankung

Die Folgen sind dramatisch: etwa 50.000  Fußamputation, innerhalb von 4 Jahren nach der Erstamputation ist bei über 50 Prozent der Diabetiker eine Amputation am zweiten Bein notwendig. Jedes Jahr erblinden 2.000 Menschen neu durch Diabetes. 30 bis 40 Prozent der Menschen mit Diabetes haben Nierenschäden. Es gibt jedes Jahr mehr als 2.000 Patienten pro Jahr, die durch Diabetes neu dialysepflichtig werden (Nierenersatztherapie). Diabetes erhöht das Schlaganfall-Risiko um das Doppelte bis Dreifache.

Die offizielle Ernährungsempfehlung

Auf der Website des Deutschen Diabetes Zentrum ist zu lesen: „Ohne Kohlenhydrate ist es nicht möglich, fit und leistungsfähig zu sein, denn Kohlenhydrate braucht jeder Körper täglich in einer bestimmten Menge. Kohlenhydrate (KH) sind aus der täglichen Ernährung nicht wegzudenken, sie sind neben Eiweiß und Fett die wesentlichen energieliefernden Nährstoffe in der Nahrung. 1 g KH und 1 g Eiweiß liefern dem Körper ca. 4 Kilokalorien, 1 g Fett, ca. 9 Kilokalorien, 1 g Alkohol, ca.7 Kilokalorien. Der wesentliche Teil der täglichen Nahrungskalorien, ca. die Hälfte, sollte aus kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln bestehen. Kohlenhydrate erfüllen wichtige Funktionen im Körper und sind in unzähligen schmackhaften und gesunden Nahrungsmitteln enthalten.“ Eine bedenkliche Empfehlung. Inzwischen sind diese Ernährungsempfehlungen sehr unter Druck geraten. Ute Brehme, von der DGE betont, dass es um Empfehlungen für Gesunde gehe und dass für die Gewichts­reduktion die Adipositasleitlinie von 2014 gelte, die mehrere Ernährungsstrategien bereithalte.

Kritik an den aktuellen Ernährungsempfehlungen

Johannes Scholl, Vorsitzender der Deutschen Akademie für Präventivmedizin (DAPM), gibt zu bedenken

 „Wir stellen bei jedem dritten Mann ab 45 bereits eine Fettleber fest, hier ist eine kohlenhydratreiche Kost geradezu kontraindiziert.“ Seine Kritik reicht weiter: „Aber selbst für Gesunde sind diese Empfehlungen nicht nur durch keine Evidenz begründet, sie sind inzwischen auch widerlegt“.

Die derzeitigen Empfeh­lungen der DGE zur Makronährstoffverteilung sind nicht mehr zeitgemäß und müssen dringend überarbeitet werden. Die Frage ist, wie lange wir darauf noch warten müssen.

 

Einschränkung des Zuckerkonsums durch Low Carb

Low Carb – Blutzucker Stabilisierung

Es wäre schön, wenn es zum Weltdiabetestag dieses Wissen weitergegeben werden würde: Es spielt keine Rolle, ob die Kohlenhydrate aus der Schokolade (Zucker) oder den Nudeln (Stärke) kommen. Sie haben eins gemeinsam: sie werden in kurzkettige Glukosemoleküle aufgespalten, die für den Anstieg des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind. Eine Low-Carb-Ernährung hilft den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten, da weniger Kohlenhydrate konsumiert werden. Dieses Wissen nutzen immer mehr Ärzte und Zentren, so zum Beispiel das Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum unter der Führung von Prof. Dr. med. Stephan Martin.

Erfolgsgeschichten durch die gesunde Low Carb / LCHF-Ernährung

Auf unserer Website finden Sie Erfolgsgeschichten von Typ-2-Diabetikern: Bettina Meiselbach und Frank Linnhoff.

 

Lesen Sie auch: Die Kohlenhydrat-Krankheit und was dann passierte

 

Der Low Carb – LCHF Kongress

Sie möchten sich mit Gleichgesinnten austauschen? Dann empfehle ich Ihnen den Low Carb – LCHF Kongress.  Hier geht es zum Trailer und zu vielen weiteren Informationen.

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de

 

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19902174

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info@lchf-deutschland.de

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