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Selbst etwas tun, um nicht Opfer zu sein

Opfer

Der Artikel „Selbst etwas tun, um nicht Opfer zu sein“ von Stefanie Ebenfeld ist zuerst im Low Carb – LCHF Magazin 2 / 2018 erschienen.

 

Selbst etwas tun, um nicht Opfer zu sein

 

„Man sieht bei Ihnen keinerlei Knochenmetastasen mehr im bildgebenden computertomographischen Verfahren (CT)!“

 

Stefanie Ebenfeld hat mit der Hilfe ihres Mannes etwas getan, um nicht Opfer zu sein.

Das waren die schönsten Worte, die eine Ärztin mir im Laufe meiner Brustkrebserkrankung zurufen konnte! Und sie bestärken und motivieren mich aufs Neue, mit der ketogenen Ernährung weiterzumachen. Es zeigt mir, ich bin auf dem richtigen Weg. Schulmedizin auf der einen Seite und ketogene Ernährung auf der anderen Seite. Ein gutes Team finde ich.

 

Aber nun von Anfang an: Ich bin wie gesagt bereits 2011 an Brustkrebs erkrankt. 42 Jahre war ich damals alt, Mutter von zwei Töchtern (11 und 13 Jahre), verheiratet und als Yogalehrerin tätig. So hätte es bleiben können – keine Frage.

 

Die Diagnose traf mich und uns als Familie wirklich bis ins Mark. Gelähmt waren wir in den ersten Tagen, in einem Vakuum – ein Albtraum, aus dem es kein Aufwachen gab. Ich hatte das Gefühl, die Welt steht still. Plötzlich musste ich mich fragen, ob ich die Volljährigkeit meiner Kinder erleben würde. Die Zeit bis zum Therapiebeginn war zäh und kaum zu ertragen.

 

Fast befreiend der Moment, als die Chemotherapie endlich losging – 16 Zyklen Chemotherapie, dann Antikörperinfusion für ein weiteres Jahr. Es folgten die Brustamputation, auf meinen Wunsch hin auch die gesunde Seite, 28 Bestrahlungen und eine Antihormontherapie geplant für 10 Jahre. Nachdem die Therapie gestartet war, halfen mir Yoga und Meditation, meine Mitte immer wieder zu finden und die Ängste im Griff zu halten. Auch nach dem Ende der akuten Therapie war ich gewillt, mir zum Beispiel per Spritze auch die Funktion meiner Eierstöcke unterdrücken zu lassen, um so dem hormonrezeptorpositiven Krebs mögliche Nahrung zu entziehen. Nach unklarem Ultraschallbild der Gebärmutter unterzog ich mich dann Anfang 2014 einer Totaloperation.

 

Das Leben mit der Erkrankung ist natürlich nie wieder so wie vor der Erkrankung, das ist vollkommen klar. Nie gekannte Ängste bei jeder körperlichen Befindlichkeit und auch Nebenwirkungen waren und sind leider Teil davon. Dennoch unterrichtete ich wieder als Yogalehrerin und alles war auf einem guten Weg, dachte ich …

 

Leider meldete sich der Krebs Mitte 2014 mit aller Wucht wieder zurück. Eine stark schmerzende Schulter ließ mich Böses ahnen, und das CT bestätigte den Verdacht: Knochenmetastasen rund um das Schulterblatt und an verschiedenen Stellen entlang der gesamten Wirbelsäule machten eine Palliativpatientin aus mir!

 

Erneutes Entsetzen machte sich breit und die Angst, nicht mehr lange zu überleben, war deutlich stärker als bei der Erstdiagnose. Eine erneute Chemotherapie mit 6 Zyklen, Antikörperinfusionen und die Umstellung der Antihormontherapie standen an.

 

Diesmal waren meinem Mann und mir klar, wir wollten mehr tun als nur Patient sein. Wir wollten das Gefühl haben, selbst etwas tun zu können, nicht Opfer zu sein.

 

Als Naturwissenschaftler und Unternehmensberater fing mein Mann auch sofort an zu recherchieren, was wissenschaftlich fundiert und komplementär einsetzbar wäre. In meiner Buchsammlung über Krebs aus der Zeit meiner Ersterkrankung hatte ich bereits das Buch von Prof. Ulrike Kämmerer „Ketogene Ernährung bei Krebs“. Wir haben es beide verschlungen, bestellten direkt die weiterführende Literatur „Krebszellen lieben Zucker, Patienten brauchen Fett“ und auch das Werk von Thomas Seyfried „Cancer as a metabolic disease“.

 

Die Erklärungen und wissenschaftlichen Ergebnisse zur ketogenen Ernährung waren in unseren Augen so einleuchtend, dass wir umgehend unsere Ernährung umgestellt haben. Alle Vorräte wurden durchforstet, ausgemistet und los ging es. Doch welche Argumente genau haben uns so über die Maßen überzeugt, dass die ketogene Ernährung eine wirkliche Unterstützung zur schulmedizinischen Therapie sein könnte?

 

  • Das Krebszellen Zucker lieben, ist ein allseits bekannter Fakt, der z.B. auch im PET CT und im Szintigramm ausgenutzt wird. In beiden Fällen bekommt man eine Infusion von radioaktivem Zucker, der sich in den Krebszellen wegen deren hohem Zuckerkonsum anreichert, sodass diese im bildgebenden Verfahren sichtbar werden.
  • Der Grund, warum Krebszellen so viel Zucker benötigen liegt einerseits in ihrem stark beschleunigten Wachstum, vor allem aber daran, dass ihr Energiestoffwechsel im Wesentlichen auf die recht ineffiziente Zuckervergärung (Fermentation) im Plasma der Zelle beschränkt ist, während gesunde Körperzellen ihre Energie hauptsächlich durch Zellatmung (Respiration) in den Zellkraftwerken (Mitochondrien) gewinnen. Einige Wissenschaftler sehen deshalb in einem Defekt der Mitochondrien auch die eigentliche Ursache der Krebserkrankung.
  • Bei normaler kohlenhydratreicher Ernährung ist für die Krebszellen immer genügend Zucker verfügbar, um Energie durch Gärung für ein schnelles Wachstum zu gewinnen. Bei ketogener Ernährung stellt der Körper dagegen seine Energiegewinnung dauerhaft auf Fettverbrennung anstatt Zuckerverbrennung um. Dabei produziert der Körper aus Fett die sogenannten Ketonkörper (daher der Name), welche von den Zellen ausschließlich in den Mitochondrien verstoffwechselt werden können. Umgekehrt signalisieren die Ketonkörper der Zelle, ihre Mitochondrien stärker zu nutzen und auf Gärung zu verzichten.
  • Krebszellen mit ihren defekten Mitochondrien werden deshalb durch die ketogene Ernährung schlechter mit Energie versorgt, ihr Wachstum verlangsamt sich und im besten Falle sterben diese sogar ab (Apoptose).
  • Es gibt wenige Körperzellen (z.B. die roten Blutkörperchen), die nur durch Zucker aber nicht durch Fett mit Energie versorgt werden können. Für diese kann der Körper den benötigten Zucker bei Bedarf aus Eiweißen produzieren (Glukoneogenese), sodass auch unter ketogener Ernährung kein Mangelzustand entsteht. Die weitaus meisten Körperteile (insbesondere unser Gehirn) werden dagegen durch die Ketonkörper bestens versorgt.

 

Wie man sich leicht vorstellen kann, bin ich mit der derzeitigen stabilen Erkrankungssituation mehr als glücklich, weil es besser gekommen ist, als ich es mir vor vier Jahren habe vorstellen können. Und ich hoffe, dass es Dank der immer besser werdenden Schulmedizin und der ketogenen Ernährung auch so bleibt.

 

Weiter Informationen zur ketogenen Ernährung und viele leckere Rezepte findet man auf meiner Website www.steffis-ketokitchen4health.jimdo.com

 

Stefanie Ebenfeld

 

Der Low Carb – LCHF Kongress

Im Februar 2020 treffen sich namhafte Experten und Gesundheitsinteressierte zum Low Carb – LCHF Kongress in Düsseldorf.

 

Der Kongress ist eine attraktive Plattform für alle Low Carb – Ernährungsformen. Diese Ernährung stellt eine wesentliche Voraussetzung dar, um mit Leichtigkeit gesund durchs Leben gehen zu können.

 

Bereits am Freitag, den 28. Februar 2020 findet ab 18.00 Uhr ein Come together im Restaurantbereich statt. Mit Zeit zum Kennenlernen und Austausch der Kongressteilnehmer, Referenten und Aussteller.

 

Der Kongress beginnt am Samstag, den 29.02.2020 um 8.30 Uhr und endet am Sonntag, den 01.03.2020 gegen 16.00 Uhr. Als Frühbucher zahlen Sie 290,00 Euro Teilnehmergebühren inkl. Kongressjournal, zwei Mittagessen und Pausengetränke, Low Carb – Snacks sowie einer Tasche mit vielen weiteren Informationen. Ab dem 01. 12. 2019 zahlen Sie 330,00 Euro, Studenten erhalten einen Sonderpreis von 200,00 Euro.

 

Die LCHF Deutschland Akademie wird mit einem Info-Stand zu dem aktuellen Kursangebot vertreten sein.

 

Wir freuen uns, Sie am 23. und 24. Februar 2020 in Düsseldorf zu treffen. Weitere Informationen finden Sie hier: http://low-carb-lchf-kongress.de/

 

Neuigkeiten

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Titelbild: Women Breast Cancer Support Charity Concept by  Rawpixel (c) licensed via Envato

 

Bilder im Text: Srefanie Ebenfeld  und Fotolia

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