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Wie wirkt sich Zucker aus? Projekt 259

weniger Zucker

In den 1960ern wurden zwei Studien von der Zuckerindustrie mitfinanziert. Untersucht wurden die Auswirkungen von Zucker auf Ratten. Doch diese Studien wurden nie veröffentlicht und gingen als Projekt 259 in die Geschichte ein.

Die Auswirkungen von Zucker sollten geheim gehalten werden

Zucker – Projekt 259

Eine am 21.November 2017 veröffentlichte Studie (1) zeigt, wie die Sugar Association alles nur erdenkliche tat, um wissenschaftliche Befunde zu den schädlichen Folgen von Zucker bei Nagetieren zu verheimlichen. Auch werden in dieser Studie die bisher verheimlichten Erkenntnisse des Projektes 259 ausgewertet. Und es zeigte sich mehr als eindeutig, dass die Ratten, die viel Zucker bekamen die schlechteren Werte aufwiesen. Sie zeigten ein wesentlich höheres Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und andere Herzerkrankungen auf. Vor allem die Blutfettwerte waren schlechter als bei den Ratten, die weniger Zucker bekamen.

 

Manipulation der Daten

Die Zuckerindustrie scheute nicht vor einer Manipulation der Datenlage bei einer Metastudie zum Zucker zurück. Stanton Glantz und Cristin Kearns fanden in Gesprächsprotokollen Beweise für die Vorgaben der Zuckerlobby an die Wissenschaftler:

„Die Zuckerindustrie machte sehr genaue Vorgaben zu den Ergebnissen, die die Metastudie haben sollte. Bis hin zu den speziellen Studien mit denen sie arbeiten sollten. Es fällt schwer zu glauben, dass eine einzige Studie die Welt verändern konnte. Aber es waren sehr einflussreiche Leute und eine sehr wichtige Fachzeitschrift.“

Und so essen viele Menschen weiterhin große Zuckermengen und wiegen sich in Sicherheit. Die sich daraus ergebenden Folgen sind teilweise katastrophal. Zum Glück ist das Projekt 295 nun enthüllt.

Die Beweise für die negativen Auswirkungen großer Zuckermengen sind erdrückend

Zucker sorgt genau wie Stärke für eine Ausschüttung von Insulin. Diese täglichen Insulinspitzen haben Wachstum zur Folge: Babys sind schon bei der Geburt viel größer als früher (2), adipöse Kinder wachsen auf lange Sicht früher (3) , die Pubertät der Kinder setzt immer früher ein (4) und bei immer mehr Menschen wächst der Krebs. Ein aktueller Bericht aus den Vereinigten Staaten deckt auf, dass 40 Prozent aller Fälle von Krebs in den Vereinigten Staaten Krebsformen mit Fettleibigkeit verbunden sind (5) und zunehmende Tendenz anzeigen.

 

Erst im letzten Jahr zeigte eine Übersichtsstudie (6), wie Adipositas den Stoffwechseln beeinflusst und Insulinspitzen zum Wachstum von Krebs beitragen. Die Verbindung von Krebs und Kohlenhydraten ist wissenschaftlich nicht mehr zu leugnen.

 

Doch die Lebensmittel- und Zuckerindustrie verharmlost nach wie vor die Gefahr, die von Zucker ausgeht.

 

Mehr als die Hälfte unserer Erkrankungen sind ernährungsbedingt

Die Ernährungsdocs vom NDR Dr. med. Anne Fleck, Dr. med. Jörn Klasen und Dr. med. Matthias Riedl sind sich einig:

„Mehr als die Hälfte unserer Erkrankungen sind ernährungsbedingt. Es liegt auf der Hand, das Übel an der Wurzel zu packen, anstatt zur Pille zu greifen.“ 

 

Und das Übel an der Wurzel zu packen bedeutet einen Blick auf die Ernährung zu werfen. Der Zuckerkonsum der Deutschen liegt aktuell bei 35 Kilo pro Kopf / pro Jahr. Lesen Sie auch Süßer Zucker – Eine Geschichte.

 

 

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Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie und LCHF Kongress und LCHF Magazin

 

 

(1) http://journals.plos.org/plosbiology/article?id=10.1371/journal.pbio.2003460

(2) https://openarchive.ki.se/xmlui/handle/10616/38318

(3) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22124455

(4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27861464

(5) https://www.cdc.gov/media/releases/2017/p1003-vs-cancer-obesity.html

(6) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5604081/

 

Titelbild: Fotolia

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