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Zucker kann bitter schmecken

Zucker schmeckt süß und kann bittere Folgen haben

Fakten zum Zucker: 22 Kilogramm essen Kinder pro Jahr. Das ist mehr als Fünfjährige im Durchschnitt wiegen.

„Wir brauchen mehr Schutz vor Zucker für Kinder und Jugendliche, denn Zucker macht dick und krank, er verursacht Diabetes Typ II, Gefäßerkrankungen, orthopädische Pro­bleme und Karies. Das ist wissenschaftlich bewiesen“,

sagte der Präsident des Berufs­ver­bandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach. Das was zuerst süß schmeckt hat also bittere Folgen.

Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Zucker – Stärke – Kohlenhydrate – Krankheit

Die WHO empfiehlt in ihrer Richtlinie aus dem Jahr 2015 im Mittel nicht mehr als sechs Teelöffel Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln pro Tag, das entspricht 25 Gramm. Das solle das Risiko von Übergewicht, Fettsucht und / oder Karies reduzieren. In der Realität liege die Zuckeraufnahme durch Lebensmittel in Deutschland be­reits bei 90 Gramm pro Tag, sagte Andreas Pfeiffer, Ernährungswissenschaftler an der Ber­liner Charité. Getränke seien nur ein Teil davon und fielen besonders bei Kin­dern ins Gewicht. Zucker sei aber auch in Produkten wie Joghurt versteckt, warnte er.

Prof. Stephan Martin über die Rolle von Stärke

Professor Stephan Martin ist Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums (WDGZ) in Düsseldorf. In einem aktuellen Statement schildert er, warum es keinen Sinn macht, sich nur auf den Zucker als Übertäter für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Co zu konzentrieren. Denn auch Stärke ist ein wahrer Übeltäter. Der Überbegriff für Zucker und Stärke = Kohlenhydrate.

Die Rolle von Stärke in der Ernährung

Prof. Stephan Martin gibt zu bedenken:

Bekannterweise besteht auch Stärke, die in vielen Sättigungsbeilagen wie Backwaren, Kartoffeln, Nudeln oder Reis enthalten ist, aus vielen aneinandergereihten Glukosemolekülen. Kommen diese in den Gastrointestinaltrakt, werden sie in Sekunden in pure Glukose gespalten. Kartoffelbrei und viele andere stärkehaltige Nahrungsmittel – hier empfiehlt sich ein Blick in eine Tabelle – haben einen höheren glykämischen Index als Zucker! Somit muss man nicht nur vor Haushaltszucker, sondern auch vor Brötchen, Nudeln, Kartoffeln und Reis warnen.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

Es geht also nicht nur um Zucker, es geht um alle Kohlenhydrate.

Der Handlungsbedarf bei Kindern ist dringend

In der Pressemitteilung der Deutschen Leberstiftung ist zu lesen:

„Es gibt dringenden Handlungsbedarf, die Zahlen sind alarmierend. Immer mehr Kinder sind zu dick und leiden unter einer chronischen Lebererkrankung wie beispielsweise der nicht-alkoholischen Fettleber“,

warnt Professor Ulrich Baumann, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin aus der Pädiatrischen Gastroenterologie und Hepatologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Lesen Sie auch den Artikel: Fettleber bei Kindern, die Zahlen sind alarmierend

Was können Eltern machen?

Essen Sie zusammen mit Ihren Kindern weniger Zucker und verarbeitete Lebensmittel. Geben Sie Ihren Kindern keine Getränke mit Fruktose. Kochen Sie gemeinsam mit Ihren lieben Kleinen. Belohnen Sie Ihre lieben Kleinen nicht mit Süßigkeiten. Gehen Sie mit Ihren Kindern in die Natur, treiben Sie gemeinsam Sport… Es gibt viele Möglichkeiten, um mit Leichtigkeit gesund durch Leben zu gehen. Nutzen Sie die Chance, Ihre Kinder werden es Ihnen danken!

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de, www.LCHF-Akademie.de und https://low-carb-lchf-kongress.de/

 

 

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