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Abnehmblockaden mit Blitzhelfern und Langfriststrategie lösen

Genießen Sie den Stress weg Teil 6: Abnehmblockaden mit Blitzhelfern und Langfriststrategie lösen von Dr. Sabine Paul aus dem LCHF Magazin 2/2017.

 

Dr. Sabine Paul schreibt für das Low Carb – LCHF Magazin die Serie: Genießen Sie den Stress weg, heute geht es um das Lösen von Abnhemblockaden , mit Blitzhelfern und Langfriststrategien. Wenn Sie die vorherigen Teile verpasst haben, können Sie diese hier nachlesen.

 

Sie nehmen schon vom Ansehen der Nahrungsmittel zu? Trotz gesunder Ernährung, LCHF und Bewegung wollen die Pfunde nicht purzeln? Dann liegt es vielleicht an diesem Knackpunkt: Stress. Er ist für das Gewicht oft wichtiger als Kalorienzählen und die Nährstoffzusammensetzung. Denn Stress blockiert nicht nur das Gehirn, sondern auch Stoffwechselwege.

Wie Stress den Körper auf den Kopf stellt

Bei Stress starten in Millisekunden etwa 1400 Reaktionen im Körper. Sie lassen uns schnell reagieren, bei Bedarf kämpfen oder flüchten. Dieses evolutionäre Erbe steigert die Überlebenschancen. Es macht uns wach, konzentriert, leistungsfähig. Es werden körpereigene Fett- und Zuckerreserven mobilisiert, Appetit und Verdauungssystem gedrosselt. Das nutzen wir oft unbewusst, wenn wir etwas vor uns her schieben, bis der Stress so groß ist, dass er die notwendige Energie freisetzt, um die ungeliebte Aufgabe zu erledigen.

 

Ist die Situation bewältigt, geht der Körper in den Entspannungsmodus. Die aktivierten Systeme fahren herunter, die blockierten Systeme nehmen ihre Arbeit wieder auf. Daher schmeckt nach einer Anstrengung ein herzhaftes Essen oder ein Stück Kuchen richtig gut. Es ist zugleich Belohnung und notwendiges Auffüllen der verbrauchten Energiereserven.

 

Der Wechsel zwischen An- und Entspannung funktioniert, solange Stress punktuell auftritt. Bei chronischem Stress bleiben wir im „Überlebensmodus“ stecken – mit drastischen Auswirkungen: Blutdruck und Herzschlag sind chronisch erhöht, überhöhte Blutzucker- und Blutfettspiegel führen zu einer Insulinresistenz.  Zudem geraten Signale für Sättigung und Hunger aus dem Lot. Eine vieler Folgen: Gewichtszunahme. Auch die Darmflora wird beeinträchtigt, es kommt zu Darmfunktionsstörungen und Entzündungen, die auf den Zucker- und Fettstoffwechsel wirken. Bewegungs-, Licht- und Nährstoffmangel durch einseitiges Essen verhindern die ausreichende Bildung der Entspannungs- und Schlafbotenstoffe. Das Stress-Hamsterrad dreht sich immer schneller. So wirkt Stress als Abnehmblocker und führt schleichend zu mehr Gewicht, auch wenn Sie kaum etwas essen.

James Bond vs. Naschkatze: Sind Sie Stress-Hungerer oder Stress-Esser?

Bei Stress entwickeln Menschen oft eines von zwei Essmustern. Stress-Hungerer (etwa 38%), die kaum einen Bissen herunterbringen, wie James Bond keine Zeit haben oder das Essen einfach vergessen – und Stress-Esser (gut 40%): Naschkatzen mit einem großen Bedürfnis nach energiereichen Nahrungsmitteln.

Stress-Hungerer sind im Stress-Muster „Kampf-oder-Flucht“. Auch wenn es für das Gewicht vorteilhaft wirkt, geraten bei Dauerstress das Hunger- und Sättigungsgefühl aus dem Lot, so dass normales Essen schwierig wird und die Regenerationsfähigkeit aufgrund fehlender Nährstoffe sinkt.

 

Stress-Esser folgen einem anderen Mechanismus: der „Strategie des Verbündens und Beschützens“. Sie hat sich evolutionär herausgebildet für Situationen mit wenig Chance auf erfolgreichen Kampf oder Flucht. Beim Verbünden werden energiereiche Nahrungsmittel geteilt – in der modernen Welt etwa beim gemeinsam verzehrten Geburtstagskuchen oder dem Teilen von Süßigkeiten. Menschen können sich auch mit sich selbst „verbünden“ – Trost und Belohnung führen sie mit der Nahrung selbst zu. Oder sie „beschützen“ sich durch Energieaufnahme vor der nächsten Stresswelle und legen sich einen „Schutzpanzer“ zu.

 

Die gute Nachricht ist: Akuten Stress gleichen Menschen durch kompensatorisches Essen aus. Was bei Stress zu wenig oder zu viel gegessen wurde, wird in der Entspannungsphase durch höhere oder geringere Energieaufnahme ausgeglichen. Die schlechte Nachricht ist: Bei chronischem Stress entfällt das kompensatorische Essen, der Stoffwechsel gerät aus dem Lot, es etablieren sich Gewichts- und andere Gesundheitsprobleme. Wichtig ist also, aus dem chronischen Stress heraus zu kommen.

Genussvolle Wege aus der Stressfalle: Blitzhelfer und Langfriststrategien

Im ersten Schritt sind Blitzhelfer gefragt, die Notbremse, die das Hamsterrad verlangsamt. Solche Blitzhelfer sind ätherische Öle, die beim Einatmen direkt im Emotionszentrum des Gehirns wirken. Wenn Sie zugleich einen positiven Effekt auf die Stressreduktion und Ihr Gewicht anstreben, greifen Sie am besten zu Grapefruit- und Zitronengrasöl. Atmen Sie ein paar Atemzüge lang bewusst diese Aromen ein. Sie schalten dann im Gehirn vom Stress- in den Entspannungsmodus und dämmen Frustessen ein.

 

Langfristig hilft eine Anti-Stress-Ernährung. Sie ist reich an Nüssen, Fleisch, Fisch, Eiern, Innereien, Krustentieren, Gemüse und Hülsenfrüchten und liefert dem Gehirn alle Nährstoffe, um Leistungs- und Entspannungsbotenstoffe zu bilden. Auch die Darmgesundheit spielt eine wichtige Rolle. Nur wenn das „Bauchhirn“ die richtigen Signale funkt, kommen die Botenstoffe des Körpers in Balance. Nahrungsmittel, die reich an Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind, wie Gemüse, Salat und Hülsenfrüchte, sowie echtes Kakaopulver sind ebenso nützlich wie fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut, fermentierter Tee (Kombucha) oder Apfelessig. Sie alle helfen, die Darmflora und Darmbarriere in Bestform und das Gewicht bei Stress in Balance zu halten.

 

Aus dem Hamsterrad steigen: So geht’s genussvoll und entspannt

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Bildnachweis: Dr. Sabine Paul, www.nerven-power.de, Fotolia.com

 

www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie

 

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britta.wingartz@dvs-hg.de

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2 COMMENTS
  • Ulla 3. Juli 2018

    Hallo, ich habe gerade den Beitrag über die Abnehmblockaden gelesen. Unter anderem werden dort als Nahrungsmittel Hülsenfrüchte angegeben. Ich dachte bei LCHF seien diese nicht erlaubt.
    Entschuldigung das ich nachfrage, aber ich bin nicht so LCHF erfahren

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