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Die Wichtigkeit von ausreichend Schlaf

Neben der gesunden Ernährung ist der Schlaf ein wichtiges Thema für eine gute Gesundheit. Dr. Vilmos Fux hat für uns das Thema Schlaf beleuchtet.

Die Wichtigkeit von ausreichend Schlaf und die Risiken von Schlafmangel

 

von Dr. med. univ. Vilmos Fux aus dem Low Carb – LCHF Magazin 1 / 2017

 

Dr. Vilmos Fux

Schlaflosigkeit hat epidemische Züge erreicht, denn mehr als ein Drittel der Bevölkerung berichtet über Schlafprobleme. Das Problem scheint eher zu- als abzunehmen, mit dramatischen negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

 

In unserer Gesellschaft wird vermehrt Wert auf Produktivität gelegt, während Erholung und Entspannung eher weniger im Vordergrund stehen. Allerdings kann man ohne ausreichend Schlaf nicht gesund bleiben. Schlaf ist dermaßen wichtig für unseren Körper, dass längerfristiger Schlafentzug zum Tode führt.

Die Schlafdauer

Die Dauer von ausreichend Schlaf ist sehr individuell. Ein Kraftsportler, der sehr intensives Training betreibt, wird mehr Schlaf brauchen als jemand, der einen körperlich inaktiven Lebensstil mit wenigen Stressfaktoren betreibt.

 

Weniger als sechs Stunden Schlaf wird mit einem höheren Risiko für Übergewicht, Entzündungen, metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angststörungen und Depressionen assoziiert. Menschen, die mindestens acht Stunden schlafen, haben oft den niedrigsten BMI. Schlafmangel erhöht die Ausschüttung von Insulin nach der Aufnahme von Mahlzeiten und erhöht den Spiegel des Stresshormons Cortisol, welches im Übermaß den Fettanteil erhöht. Nicht ausreichender Schlaf senkt das Hormon Leptin, welches unserem Gehirn sagt, dass wir genug gegessen haben und erhöht die Ausschüttung von Ghrelin, dem Hungerhormon. Des Weiteren sinkt unsere Stresstoleranz ab, unser Immunsystem wird anfälliger für Infekte und unsere Gedächtnisleistung und die Regeneration von Nervenzellen nimmt ab. Schlafmangel stört die Produktion von Schilddrüsenhormonen und führt zu krankhaft erhöhten Stresshormonwerten. Auch Sinnestäuschungen und Halluzinationen können durch Schlafmangel auftreten.

 

Zusätzlich wird Schlafmangel als ein Risikofaktor für manche Tumorarten postuliert, da während des Schlafes viele Reparaturprozesse in unserem Körper stattfinden. Ausreichend Schlaf verstärkt auch unsere körperliche Leistung. Ein kleiner Tagschlaf, auch als „power nap“ bekannt, hilft unsere Konzentration für den restlichen Tag wieder zu steigern und uns leistungsfähiger zu machen. Allerdings sollte dieser nicht zu lang sein, da wir sonst abends eher dazu neigen, erschwert einzuschlafen.

Tipps für einen besseren Schlaf

Tipps zur Förderung eines guten Schlafs sind: Gehe nicht zu spät ins Bett und versuche immer um dieselbe Uhrzeit ins Bett zu gehen, meide Blaulicht von Smartphones, Fernsehern oder digitalen Uhren in späten Abendstunden sowie exzessiven Stress tagsüber. Sei nicht zu hungrig oder zu vollgegessen abends. Habe mindestens zwei Stunden Abstand zwischen körperlichem Training und Schlafzeit und führe Meditations- und Atemübungen aus.

 

Die Einnahme von Supplementen wie Melatonin oder Melatoninpräkursoren und Schlafmedikation sollten dringendst mit einem Arzt besprochen werden. Falls weiterhin Schlafprobleme bestehen, muss das Vorliegen von ernsthaften zu behandelnden Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Schlafstörungen

Im Schlaflabor

Schlafstörungen können heute sehr gut in Schlaflabors diagnostiziert werden.

 

Schlafmangel erhöht das Risiko für Sekundenschlaf oder Minutenschlaf, was sich wie im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz fatal auswirken kann.

 

Eine einzige Nacht mit wenig Schlaf verändert die Expression von über 700 Genen. Nur eine Zahl, um den Eindruck zu gewinnen, wie rasch Schlafmangel sich auf unseren Körper auswirken kann. Schlafentzug wurde in Diktaturen als Foltermethode verwendet, um von Menschen Geständnisse zu erpressen oder sie gefügig zu machen. Schlafmangel lässt sich auch nicht mit einer gesunden Ernährung oder Supplementen kompensieren.

 

Studien zeigen, wer fünf Stunden oder weniger pro Nacht schläft, hat ein 15% allgemein erhöhtes Mortalitätsrisiko. Als Mindestschlafdauer sollten daher ca. sieben Stunden angestrebt werden.

 

Vilmos Fux

Empfehlenswert sind die Bücher Keto Info und Keto Basics von Dr. Vilmos Fux und Daniela Pfeifer

 

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Margret Ache und Iris Jansen / www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie

 

Bildrechte: Pixabay und Dr. Vilmos Fux

 

 

 

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