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Dr. Annika Dahlqvist – siegt die Kämpferin?

Dr. Annika Dahlqvist

Iris und ich haben Dr. Annika Dahlqvist 2013 in Schweden kennen und schätzen gelernt. Seitdem verbindet uns eine Freundschaft, die uns viel wert ist. Annika war 2015 auch sofort bereit uns in der LCHF Deutschland Akademie im wissenschaftlichen Beirat zu unterstützen.

Dr. Annika Dahlqvist – die Kämpferin

Dr. Annika Dahlqvist ist eine echte Kämpfernatur, betrachten wir drei Ereignisse, bei denen sie es gewagt hat gegen den Mainstream zu schwimmen und offen ihre Meinung kund zu tun.

Das Jahr 2005

Am Nikolaustag 2005 wurde Dr. Dahlqvist von zwei Diätassistenten im Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen angezeigt, da sie Diabetikern eine Low-Carb-Ernährung empfahl. Den Patienten ging es auch nachweislich bestens mit der Kohlenhydratreduzierten Ernährung, denn eine Low-Carb-Diät entsprach nicht den damaligen Leitlinien. Ihr wurde unterstellt, dass diese Behandlung eine Gefahr für die Gesundheit ihrer Patienten darstelle. Nach einer Untersuchung von Professor Christian Berne im akademischen Lehrkrankenhaus in Uppsala wurde das Low Carb-Konzept am 16.01.2008 offiziell als Therapie erlaubt. Das war die offizielle Geburtsstunde der erfolgreichen LCHF-Ernährung in Schweden.

1 : 0 für Dr. Annika Dahlqvist

Das Jahr 2009

Im Juni 2009 erklärte die Weltgesundheitsorganisation die H1N1-Schweinegrippe zur Pandemie. Sie verbreitete sich in > 70 Ländern und allen 50 US-Bundesstaaten. Die Mehrheit der Todesfälle traten zu Beginn in Mexiko auf.

Die Symptome und Komplikationen der pandemischen H1N1-Influenza ähnelten denen einer normalen Influenza. In der Regel verliefen die Symptome schwach. Allerdings hatten einige Infizierte auch eine verstärkte Symptomatik, bekamen eine Lungenentzündung, die teilweise zum Lungenversagen führte.

Ein Schweinegrippe-Impfstoff musste her, in kürzester Zeit, für Millionen Menschen. Nur so könne der Mensch die Macht über die Verbreitung des Virus zurückgewinnen, hieß es in den Medien.

Damals kam Kritik auf, dass aufgrund der Eile die Standards zu stark heruntergesetzt wurden. Ein Bericht in der Fachzeitschrift „British Medical Journal“ bestärkte 2018[1], dass der Impfstoff-Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) bekannte Informationen zu Nebenwirkungen des in Europa eingesetzten Impfstoffs Pandemrix  ignorierte.

Es war schon zu Beginn der Impfkampagne bekannt, dass der in Europa produzierte und angewendete Impfstoff Pandemrix eindeutig häufiger Nebenwirkungen aufzeigte als sein kanadisches Pendant Arepanrix – obwohl die Mittel beide von GSK mit dem gleichen Wirkstoff und dem gleichen Wirkverstärker hergestellt wurden. Die Ursache könnten Stoffe sein, die bei der Produktion in den europäischen Impfstoff gelangten.

Dr. Annika Dahlqvist sprach sich gegen den Impfstoff aus und sagte, dass sie sich selbst auch nicht impfen lassen würde. Dieses Statement wurde in Schweden nicht gerne gesehen und brachte Dr. Dahlqvist allerlei Scherereien ein.

Doch wie wir heute wissen, hatte Annika Dahlqvist mit ihren Bedenken recht.

Der schwedische Regierung riet damals, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, und 60 Prozent der Schweden folgten dieser Aufforderung, zum Leidwesen von Dr. Dahlqvist. Im August 2010 kam es zuerst in Schweden, später auch in Finnland, Norwegen und Irland zu Berichten über Narkolepsie-Erkrankungen bei geimpften Kindern und Jugendlichen. Vermutlich handelt es sich dabei um eine Autoimmunerkrankung, die gegen Hypocretin-Rezeptoren im Schlaf/Wach-Zentrum des Gehirns gerichtet war[2]. Zunächst waren es nur vereinzelte Fälle. Nach den aktuellen Zahlen der EudraVigilance-Datenbank der Europäischen Arzneimittelagentur sind bis Januar 2015 mehr als 1.300 Fälle bekannt geworden, darunter einige auch aus Deutschland.

2 : 0 für Dr. Annika Dahlqvist

Das Jahr 2020

Am 12. März erklärt die WHO den COVID-19-Ausbruch zur Pandemie. Zu Beginn der Corona-Krise rät die inzwischen pensionierte Ärztin auf ihrem Blog u.a. zu Vitamin C und D, bzw. bei Erkrankten auch zu intravenösem Vitamin C. Die Journalistin Anna Bäséns von der Zeitung Expressen führt ein Telefoninterview mit Dr. Dahlqvist und zerreißt ihre Empfehlungen und bezeichnet sie als Quacksalber. Weitere Medien ziehen nach, Annika Dahlqvist wird bei der zuständigen Behörde angezeigt und eine Untersuchung wird eingeleitet.

Um selbst eine Entscheidung zu treffen und nicht über sich entscheiden zu lassen, gibt Dr. Dahlqvist ihre Approbation freiwillig zurück. Kurz darauf wird ihr von einem Journalisten mitgeteilt, er habe gelesen, dass die Behörde die Approbation eingezogen habe…

Inzwischen gibt es zu Vitamin D eine positive Studie[3] und intravenöses Vitamin C wird in einigen Kliniken getestet[4].

Sieg für Dr. Annika Dahlqvist

Wir gehen davon aus, dass es 3 : 0 für Dr. Dahlqvist steht. Sie hat übrigens verlauten lassen, dass sie weiterkämpfen wird. Dafür gibt es von uns einen Extrapunkt.

Für uns hat Annika eindeutig gewonnen, für Sie auch?

Neuigkeiten

 

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Margret Ache und Iris Jansen / www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie und LCHF Kongress und LCHF Magazin

 

 

 

 

 

[1] https://www.bmj.com/content/362/bmj.k3948

[2] https://stm.sciencemag.org/content/7/294/294ra105

[3] https://www.researchsquare.com/article/rs-21211/v1

[4] https://covid19criticalcare.com/

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