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Entzündungen und Low Carb Diäten: Aktuelle Studie

Low-Carb-Ernährung und Entzündungen: Aktuelle Studie, für dich entschlüsselt

Low-Carb-Diäten und Entzündungen: Neue Erkenntnisse aus einer Meta-Analyse, für dich entschlüsselt

Hallo, liebe Leserinnen und Leser! In einer Welt, in der Ernährungstrends kommen und gehen, bleibt eine Frage immer aktuell: Welche Diät tut unserem Körper wirklich gut? Heute tauchen wir in eine spannende Studie ein, die den Einfluss von Low-Carb-Diäten (LCDs) auf Entzündungen im Körper beleuchtet. Speziell geht es um das C-Reaktive Protein (CRP), einen Marker, der uns verrät, ob unser Körper unter chronischem Stress steht. Erhöhte CRP-Werte hängen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und sogar Krebs zusammen. Kann eine kohlenhydratarme Ernährung hier Abhilfe schaffen? Eine kürzlich veröffentlichte systematische Übersicht und Meta-Analyse gibt Aufschluss. Lasst uns das gemeinsam durchgehen – wissenschaftlich fundiert, aber leicht verständlich.

Was ist CRP und warum ist es ein wichtiger Marker bei Entzündungen?

Low-Carb-Ernährung und Entzündungen: Aktuelle Studie, für dich entschlüsselt

Low-Carb-Ernährung und Entzündungen: Aktuelle Studie, für dich entschlüsselt

Bevor wir in die Studie eintauchen, eine kurze Erklärung: Das C-Reaktive Protein ist ein Protein, das die Leber produziert, wenn Entzündungen im Körper toben. Es ist wie ein Alarmsignal: Niedrige Werte bedeuten Frieden, hohe Werte bedeuten Krieg, also Probleme. Chronische Entzündungen sind ein unsichtbarer Feind – sie fördern Übergewicht, Insulinresistenz und Herzinfarkte. Viele Faktoren beeinflussen CRP, darunter Rauchen, Stress und auch die Ernährung. Low-Carb-Diäten, bei denen weniger als 45 % der Energie aus Kohlenhydraten stammen, versprechen nicht nur Gewichtsverlust, sondern auch eine Dämpfung dieser Entzündungen. Aber stimmt das wirklich? Frühere Studien waren widersprüchlich, daher haben Forscher nun die besten verfügbaren Daten zusammengefasst.

Methodik der Studie: Low-Carb-Diäten und ihre Wirkung auf Entzündungen im Überblick

Die Untersuchung ist ein systematisches Review und eine Meta-Analyse von randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) – dem Goldstandard in der Medizin. Die Autoren haben Datenbanken wie PubMed, EMBASE und Scopus bis Februar 2024 durchforstet, ohne Einschränkungen bei Sprache oder Zeitraum. Eingeschlossen wurden nur Studien mit Erwachsenen ab 18 Jahren, die LCDs mit anderen Diäten (z. B. fettarm) verglichen und CRP-Werte vor und nach der Intervention gemessen haben. Am Ende landeten 60 Studien mit insgesamt 5511 Teilnehmern in der Analyse. Das ist eine beeindruckende Stichprobe! Die Qualität der Studien wurde streng geprüft, unter anderem mit dem Cochrane-Tool. Für die statistische Auswertung nutzten die Forscher ein Random-Effects-Modell, um Unterschiede zu berücksichtigen. Sie schauten auf Heterogenität (wie unterschiedlich die Ergebnisse waren), führten Subgruppenanalysen durch und testeten auf Bias (systematische Verzerrung, Voreingenommenheit). Kurzum: Das Ganze ist methodisch top – registriert bei PROSPERO und nach PRISMA-Richtlinien.

Senken Low-Carb-Diäten Entzündungen und CRP-Werte? Die Ergebnisse einer Meta-Analyse

Die gute Nachricht zuerst: Ja, LCDs scheinen das CRP-Level zu senken, wenn auch moderat. Die Meta-Analyse ergab eine mittlere Differenz von -0,18 mg/L im Vergleich zu Kontroll-Diäten (95%-Konfidenzintervall: -0,32 bis -0,03; p=0,016). Das klingt nach wenig, ist aber klinisch relevant, da selbst kleine Reduktionen das Risiko für Herzkrankheiten senken können. Die Heterogenität war moderat (I²=42,7 %), was bedeutet, dass die Studien nicht total einheitlich waren, aber das Ergebnis hält stand. Allerdings: Die Effekte sind nicht bei allen gleich stark. Sensitivitätsanalysen zeigten, dass das Ergebnis fragil ist – es hängt stark von einer Studie ab (Abbaspour Rad et al.). Ohne diese sinkt die Signifikanz (p=0,052). Dennoch: In Subgruppen glänzen LCDs besonders:
Bei längeren Diätphasen (>12,5 Wochen):Hier sinkt CRP um -0,24 mg/L (p=0,046). Fazit: Geduld zahlt sich aus!
Bei jüngeren Menschen (≤49,6 Jahre): -0,30 mg/L (p=0,003). Ältere profitieren weniger, vielleicht wegen anderer Faktoren wie Hormonen.
Bei hohen Ausgangswerten (>4,5 mg/L): Beeindruckende -0,70 mg/L (p=0,002). Wer stark entzündet ist, hat den größten Nutzen.
Bei stark Übergewichtigen (BMI >35): -1,21 mg/L (p=0,001). Low-Carb scheint hier entzündungshemmend zu wirken, möglicherweise durch Gewichtsverlust. Meta-Regressions bestätigten: Der basale CRP-Wert ist ein Schlüsselprädiktor (p=0,017). Es gab Hinweise auf Publikationsbias, was bedeutet, dass positive Studien öfter veröffentlicht werden – ein klassisches Problem in der Forschung.

Die entzündungshemmende Wirkung von Low-Carb-Diäten im Detail: Mechanismen und Einflussfaktoren

Die Forscher erklären das so: LCDs führen oft zu Gewichtsverlust, was Entzündungen drosselt. Weniger Kohlenhydrate stabilisieren den Blutzucker, reduzieren Insulinresistenz und verändern die Darmflora positiv. Gesunde Fette (aus Avocados, Nüssen, Fisch) könnten anti-inflammatorisch wirken, im Gegensatz zu verarbeiteten Carbs. Das passt zu anderen Studien, die ähnliche Effekte bei Keto- oder Atkins-Diäten zeigten. Aber Achtung: Nicht alle LCDs sind gleich – die Qualität der Fette und Proteine zählt. Billige Wurst statt Lachs könnte kontraproduktiv sein.

Wie du mit Low-Carb-Diäten Entzündungen und erhöhte CRP-Werte effektiv senken kannst

Hier: Die Kontroll-Diäten variierten stark (manchmal fettarm, manchmal kalorienreduziert), was Vergleiche erschwert. Viele Studien waren kurzfristig, und langfristige Effekte fehlen. Zudem: Potenzieller Bias und die Abhängigkeit von wenigen Studien machen die Evidenz nicht bombensicher. Die Autoren fordern mehr hochwertige RCTs, die auch die Nährstoffqualität und Mechanismen beleuchten. Für den Alltag? Wenn du entzündungsgeplagt bist (z. B. durch Übergewicht oder hohe CRP-Werte), könnte Low-Carb eine smarte Wahl sein. Starte langsam: Reduziere Brot, Pasta und Zucker, setze auf Gemüse, Eier, Nüsse und gesunde Fette. Kombiniere mit Bewegung und Stressmanagement für maximale Effekte.
Aber: Lass dich ärztlich checken, besonders bei Vorerkrankungen. Low-Carb ist kein Allheilmittel.

Praktische Tipps: So gelingt der Einstieg in eine Low-Carb-Diät gegen Entzündungen

Frühstück: Statt Müsli – Rühreier mit Avocado und Spinat.
Mittag:  Salat mit Hähnchen, Olivenöl und Nüssen.
Abend: Fisch mit Brokkoli und Butter.
Snacks: Käsewürfel oder Beeren (in Maßen).
Tracken: Apps wie FDDB oder MyFitnessPal helfen, unter 100g Carbs/Tag zu bleiben.
Motivation: Setze Ziele, wie „eine Woche ohne Zucker“ – und messe CRP nach 3 Monaten.

Fazit: Low-Carb-Diäten als vielversprechender Ansatz bei Entzündungen und chronischem Stress

Diese Meta-Analyse stärkt die Evidenz für Low-Carb als entzündungsdämpfend, besonders bei Risikogruppen. Es ist ein Puzzleteil im großen Bild gesunder Ernährung, wobei dem Thema chronischer Stress besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte.
Was denkt ihr? Habt ihr Low-Carb ausprobiert? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren! Bleibt gesund und neugierig.

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4 COMMENTS
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    Gnubbel 30. Juli 2025

    Es macht mich jedesmal tieftraurig, wenn ich sehe, wie sich die etablierte Wissenschaft mit Datenerhebungen, zum Teil noch nicht mal aus eigenen Studien, begnügt und sich und uns jegliche naturwissenschaftlichen Herleitungen zu Ursachen und Auswirkungen schuldig bleibt. Beliebtestes Beispiel: das immer wieder herangezogene Übergewicht, das ja für so ziemlich alle Krankheiten der Welt schuldig gesprochen wird. Hier soll es also ein Risikofaktor für systemische Entzündungen sein. Nun, ich hatte vor einigen Jahren meinen CRP-Wert bestimmen lassen, der damals bei 26 lag (normal ist unter fünf). Ein Jahr später, ich hatte aus schon mal erwähnten Gründen deutlich zugenommen, lag er unter fünf. Und kurz darauf las ich in der Wikipedia, dass Werte über 500 gar nicht so selten seien. Wie war das nochmal mit dem Übergewicht? Vielleicht lag es ja auch mit daran, dass ich meine Omega-3-Ration inzwischen deutlich erhöht hatte?

    Auch hätte ich mir gewünscht, dass gerade beim Thema Übergewicht ein wenig mehr Augenmerk auf die Ursachen gelegt würde, anstatt zu sagen, ist eben so, und das ist ganz schlimm. Da ist die Hirnforschung schon ein wenig weiter, und die hat festgestellt, dass die besagten Entzündungen nicht vom Übergewicht herrühren, sondern genau wie das Übergewicht eine Folge von chronischem Stress sind und dass Übergewicht keine Krankheit und auch nicht die Ursache für solche, sondern eine sehr effektive und schonende Art der Stressbewältigung ist. Aber mit dem Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität hat sich die evidenzbasierte Forschung schon immer schwer getan.

    Ja, gut möglich, dass Lachs statt Wurst besser für den CRP-Wert ist. Allerdings sollte man dabei das Budget des Konsumenten nicht außer Acht lassen; teuren Lachs muss man sich gerade in Anbetracht der aktuellen Preisentwicklung erst mal leisten können. Wenn ich mein Kleingeld für auserlesene Nahrungsmittel opfere und dann die nächste Mieterhöhung oder Stromrechnung ins Haus flattert, dann dürfte das für meinen Stresspegel und damit auch für meinen CRP-Wert wohl alles andere als günstig sein. Ich denke, ein wenig mehr Realismus seitens unserer Evidenzbasierten und ab und zu ein Blick über den Tellerrand würden uns sicherlich gut tun.

    Wenn wir einmal einen Blick über den Großen Teich werfen, so können sich einer Statistik zufolge etwa 90 Prozent der Amerikaner keine gesunden Nahrungsmittel mehr leisten. Und wenn ich so lese, was dort in den Regalen und nachher auf deren Tellern liegt, dann läuft es mir eiskalt den Rücken runter, auf was auch wir hier zutreiben. Aber eins haben die Amerikaner uns bereits voraus: Bei denen liegen die verschiedensten Nahrungsergänzungsmittel wie selbstverständlich in den Supermarktregalen, und dort zerreißt sich auch niemand das Maul, was Vitamine für eine sinnlose Geldmache wären.

    Und was letztendlich das Budget angeht, so können wir das am Beispiel des Omega-3-Öls ganz einfach nachrechnen: Der Omega-3-Gehalt von Wildlachs liegt bei einem Prozent (https://angelmagazin.de/ernaehrung/omega-3-fisch/); wenn wir also vier Gramm EPA und DHA zu uns nehmen wollen, dann müssten wir stattliche 400 Gramm Wildlachs verspeisen! Wenn ich mir dagegen 15 Gramm gutes Omega-3-Öl (https://omega3zone.de/) einverleibe, dann habe ich für dieselbe Menge gerade mal 1,50 Euro bezahlt und dabei noch den Vorteil, dass mir die ganzen giftigen Schwermetalle, die sich vorzugsweise im Fett der wildlebenden Meeresfische anreichern, erspart bleiben.

    Ja, die Mathematik ist schon eine nützliche Sache – vorausgesetzt, dass man das Gespür dafür behält, dass bei einem Radfahrer mit errechneten 240 km/h irgendetwas nicht stimmen kann. 😉

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      Gnubbel 30. Juli 2025

      Zu den Amerikanern und den Vitaminen (die dort übrigens nicht nur viel populärer, sondern auch viel billiger sind als bei uns) sei hier noch ein Link nachgeliefert: https://www.strunz.com/news/140-millionen-….html

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        Gnubbel 30. Juli 2025

        Sorry, mit den Punkten in der Adresse war die Blogsoftware wohl etwas überfordert. Hier der Kurzlink: https://bab.si/dmqc

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