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Genuss-Inspirationen gegen Stress: Bourbon-Vanille

Genießen Sie den Stress weg Teil 7: von Dr. Sabine Paul aus dem Low Carb – LCHF Magazin 3/2017.

Dr. Sabine Paul schreibt für das Low Carb – LCHF Magazin die Serie: Genießen Sie den Stress weg, heute geht es um Genuss-Inspirationen gegen Stress: Bourbon-Vanille

 

Wie hilft Ihnen Bourbon-Vanille bei Stress?

Vanille entspannt, mindert Anspannung, Angst sowie depressive Verstimmung und wirkt schmerzlindernd. Das wirkt Echte Vanille hat etwa 400 Bestandteile. Der Hauptaromastoff ist das Vanillin. Das komplexe Vanillearoma vermittelt im Emotionszentrum des Gehirns Geborgenheit und Zuwendung. In Studien wurde nachgewiesen, dass der Duft von Vanillin sowohl die Menge des Glückshormons Serotonin als auch des Belohnungs- und Motivationshormons Dopamin im Gehirn erhöht. Vanillin überwindet die Blut-Hirn-Schranke, ist entzündungshemmend und schützt Nervenzellen vor Stress- und Altersschäden. Vanille wirkt gegen Schlafstörungen, Stress, Ängste, bei Burnout-Syndrom, Trauer und depressiver Verstimmung. Nutzen Sie dafür Gerichte mit echter Bourbon-Vanille oder Duftsteine, Duftlampen, Raumsprays, Bäder, Einreibungen und Massagen mit dem ätherischen Öl der Vanille.

 

Aufgepasst!

Industriell aus Abfällen der Papierherstellung hergestelltem Vanillin fehlen viele Aromakomponenten, die in echter Vanille enthalten sind. Es schmeckt daher eindimensional und flach. Die Wirkung bei Stress ist nicht vergleichbar mit echter Vanille. Die bei industrieller Vanille-Eiscreme sichtbaren schwarzen Pünktchen müssen nicht unbedingt echte Vanille sein… Neben der Bourbon-Vanille (Vanilla planifolia) gibt es Tahiti-Vanille (Vanilla tahitensis). Sie enthält weniger Vanillin als die Bourbon-Vanille, d.h. sie hat weniger stresslindernde Wirkung. Ihr Aroma ist sehr viel blumiger und süßlich-fruchtiger als das der Bourbon-Vanille – perfekt für pikante und fruchtige Gerichte. Ein starkes Verlangen nach Cola-Getränken bei Stress liegt möglicherweise nicht am energiespendenden Zucker (oder dem ebenso empfundenen Austauschstoff), sondern am Vanillearoma.

 

Genuss-Happen zum Ausprobieren

Durch das facettenreiche Aromaprofil passt Vanille zu süßen, salzigen, bitteren und sauren Gerichten. Sie verstärkt die natürlichen Aromen und sorgt für einen vollen Geschmack.

Tipp: In Drogerie-/Biosupermärkten und Reformhäusern gibt es fertig gemahlenes Bourbon-Vanillepulver für die schnelle Küche. So können Sie Bourbon-Vanille von früh bis spät bei Stress
einsetzen:
» Morgens stärkt ein Anti-Stress-Drink: Vanillemark in einen Bananen-Nuss- oder Beeren-Smoothie geben
» Gerichte mit Kürbis, Wirsing und Steinpilzen bekommen mit ein wenig Vanille kulinarischen Pfiff
» Klassisch wird Vanille in vielen Desserts, Eiscreme (selbst machen!), Vanillesoße und Gebäck verwendet
» Probieren Sie Vanille aber auch einmal als Zugabe zu Fruchtkompott, in Tomaten-Gerichten, über roten Zwiebeln und Schalotten – oder reiben Sie Geflügel wie Huhn und Ente vor dem Braten damit ein
» Eine selbst zubereitete Mandelmilch mit etwas Vanille ist der perfekte Schlummertrunk

 

Kulinarisch-aromatische Kombinationen

Vanille ist auch als ätherisches Öl in Duftlampen, auf Duftsteinen, in Bädern, Handcremes etc. einsetzbar. Es mischt sich gut mit allen Gewürzölen, sowie mit Zitrusfrüchten wie Bergamotte, Grapefruit, Mandarine – aber auch mit Geranie, Iris, Jasmin, Kamille, Neroli, Patchouli, Rose, Rosenholz, Sandelholz, Weihrauch und Ylang-Ylang.
Unerwünschte Wirkungen und Kontraindikationen zu ätherischem Öl der Vanille sind nicht bekannt. Vanillemark kann in seltenen Fällen Hautreaktionen auslösen.

 

Noch mehr Vanille für wissensdurstige Genießer

Vanille ist eine Orchidee – und die Bourbon-Vanille nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt. Ideale Wachstumsbedingungen findet sie in Mexiko, auf Madagaskar und der Insel Réunion (früher „île Bourbon“).
Lange war nur wenigen Mexikanern bekannt, wie die Blüte bestäubt wird: von der Melipona-Biene und bestimmten Kolibris, die nur in einigen Regionen Mexikos vorkommen. Bis heute werden deshalb die einzelnen Blüten in den Plantagen von Hand bestäubt. Die Pflanzen tragen nach fünf bis sechs Jahren erste Früchte, die für optimales Aroma bis zu acht Monate an der Pflanze reifen. Auch Ernte und hochwertige Fermentation sind noch immer aufwändige Prozesse.

 

Bis heute ist Vanille-Eis die beliebteste Eis-Sorte. Der amerikanische Präsident Jefferson entwickelte das vermutlich erste Rezept für Vanille-Eiscreme in Amerika und ließ sich dafür Bourbon- Vanille aus Frankreich senden. Vanille war eines der Standardgewürze in der Schokolade der Azteken. Heute wird sie als Aromastoff vielen Schokoladen zugegeben, auch, um aromaarme Sorten wie weiße Schokolade und Milchschokolade aufzuwerten. In günstigen Schokoladen wird synthetisches Vanillin eingesetzt.

 

Viele Parfum-Klassiker greifen auf die beruhigende und verführerische Wirkung des Vanilledufts zurück, zum Beispiel „Chanel No 5“, „Tresor“ und „Opium“. Auch Naturkosmetikhersteller haben die Vanille für sich entdeckt. In vielen Lotionen, Cremes, Badedüften ist Vanillin enthalten, jedoch meist das industriell produzierte. Wer in die Geschichte und Geschichten rund um die „Eiscreme- Orchidee“ eintauchen möchte, findet Inspirierendes im, leider nur englischsprachigen, Buch „Vanilla – Travels in Search of the Ice Cream Orchid“ von Tim Ecott.

 

Bildrechte: Pixabay, Fotolia, Sabine Paul

 

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Gesunde Ernährung für mehr Stressresistenz lesen Sie auch das Interview mit Sabine Paul.

 

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britta.wingartz@dvs-hg.de

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