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Sechs Tipps für kohlenhydratarme COVID-19-Bereitschaft

Coronavirus

Aus aktuellem Anlass haben Iris und ich Melanie Ryan gebeten, den Artikel „Sechs Tipps für kohlenhydratarme COVID-19-Bereitschaft“

von unseren Kollegen der Website Diet Doctor zu übersetzen. Der Originalartikel „Six tips for low-carb COVID-19 preparedness“ ist am 16.03.2020 auf der Website Diet Doctor by , medical review by  in Low carb & high fat erschienen .

 

Sechs Tipps für kohlenhydratarme COVID-19-Bereitschaft

 

Da die COVID-19-Pandemie die Welt und ihre Regionen mit Reiseverboten und sogar Quarantänen überzieht und man nicht weiß, was in den nächsten Tagen und Wochen auf uns zu kommt, ist es hilfreich, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Einige Menschen entscheiden, sich für sich zwei Wochen selbst zu isolieren, um auf diese Weise hoffentlich die Kette der Virusübertragung zu durchbrechen.

 

In der Fernsehberichterstattung wird gezeigt, wie sich die Leute mit Nudeln, Reis und Bohnen und anderen kohlenhydratreichen, lagerstabilen Lebensmitteln eindecken. (Und, ja, sie hamstern auch Toilettenpapier).

 

Was kannst du aber zu deiner und der Sicherheit deiner Familie beitragen, wenn du kohlenhydratarm oder keto isst? Welche Lebensmittel solltest du im Vorratsschrank, im Kühlschrank und in der Tiefkühltruhe vorrätig haben?

 

Hier sind die sechs wichtigsten Empfehlungen von Diet Doctor zur Vorbereitung auf COVID-19:

 

  1. Nimm jetzt Abstand!

 

Warte nicht, bis die Regierungen oder lokalen Gesundheitsbehörden auf Einschränkungen und Quarantänen bestehen. Trage jetzt deinen Teil dazu bei, die Ausbreitung des Virus zu stoppen und die Kurve der Ausbreitung abzuflachen. Das bedeutet:

 

  • auf sorgfältige Handhygiene zu achten, indem du deine Hände entweder häufig gut mit Wasser und Seife wäschst oder Händedesinfektionsmittel verwendest,
  • sein Gesicht nicht zu berühren,
  • Menschenansammlungen zu vermeiden,
  • Reisen so weit es geht einzuschränken,
  • einen Mindestabstand von 1 Meter zu anderen Personen einzuhalten,
  • zu Hause zu bleiben, wenn man krank ist,
  • von zu Hause aus zu arbeiten, sofern dies möglich ist,
  • öffentliche Verkehrsmittel zu meiden; es ist sicherer, zu Fuß zu gehen,
  • Selbstisolierung in Betracht zu ziehen, wenn man auf Reisen war oder das Gefühl hat, möglicherweise dem Virus ausgesetzt gewesen zu sein.

 

Sollte es in deinem Land oder deiner Gegend bestätigte Fälle von COVID-19 geben, musst du davon ausgehen, dass das Virus bereits seit Tagen oder gar Wochen dort im Umlauf ist.

 

Wir von Diet Doctor haben beschlossen, unseren Teil dazu beizutragen, die Kette der Krankheitsübertragung zu unterbrechen. Wir haben alle internationalen Reisen, einschließlich unserer Präsenz bei Low Carb Denver 2020, abgesagt und alle Mitarbeiter angewiesen, zwei Wochen lang von zu Hause aus zu arbeiten.

 

Eine solche soziale Distanzierung wird die Kurve der geometrischen Zunahme der Fallzahlen abflachen, die Chance verringern, dass Krankenhäuser und Intensivstationen überfordert werden, und dazu beitragen, dass drastischere Notfallvorbereitungen und ‑maßnahmen später getroffen werden können.

 

  1. Füll den Kühlschrank mit kohlenhydratarmen Optionen

 

Es ist unwahrscheinlich, dass die Pandemie zu einer Unterbrechung der Stromversorgung führt, deshalb kannst du deinen Kühl- und Gefrierschrank auffüllen, um deine Familie für ein paar Wochen freiwillige Selbstisolierung oder eine von der Regierung verhängte Quarantäne zu versorgen.

 

Man hört und liest, dass sich die Leute mit Produkten wie Corned Beef und Fleischkonserven eindecken. Es ist jedoch nicht nötig, Lebensmittel zu kaufen, die du nicht magst und die du normalerweise nie essen würdest, nur weil das Coronavirus im Umlauf ist.

 

Kaufe wie gewohnt für den Kühlschrank ein. Du könntest auch den Diet-Doctor- Menüplaner verwenden. Zu den Rezepten gibt es Einkaufslisten für zwei Wochen als Leitfaden. Generell ist es sinnvoll, diese kohlenhydratarmen Grundnahrungsmittel zu kaufen:

 

  • Eier – Eier halten sich im Kühlschrank mindestens fünf Wochen (hier gibt‘s Eierrezepte). [https://lchf-deutschland.de/?s=Eier]
  • Sahne – Schlagsahne, Sauerrahm und Creme fraiche
  • Käse – Cheddar, Mozzarella und Frischkäse sind zum Kochen besonders praktisch
  • Gemüse mit längerer Haltbarkeit – verwende zuerst Salat und grünes Blattgemüse, um es zu verbrauchen, aber robusteres kohlenhydratarmes Gemüse wie Grünkohl, Kohlrabi, Zucchini, Sellerie, Sellerie, Fenchel, Brokkoli, Blumenkohl hält sich bei richtiger Lagerung in der Gemüseschublade des Kühlschranks sogar ein paar Wochen
  • Fleisch und/oder Fisch – Rinderhackfleisch, Speck, Hartwurst, Koteletts und Steaks, Fischfilets
  • Butter

 

Wenn sich das eine oder andere in deinem Kühlschrank seinem Verfallsdatum nähert, könntest du es in kleinere Portionen einteilen und einfrieren. Brokkoli- und Blumenkohlröschen können blanchiert und eingefroren werden. Zucchini kann man mit dem Spiralschneider zu Spaghetti verarbeiten oder reiben und dann einfrieren. So halten sie sich monatelang. Du kannst sie dann mit Sauce anstelle von Nudeln verzehren oder als Zutat in Suppen oder Aufläufen verwenden.

 

  1. Fülle deinen Gefrierschrank mit Low-Carb-Optionen

 

Du könntest einiges von dieser Liste einkaufen:

 

  • Kohlenhydratarmes TK-Gemüse – gefrorener Blumenkohl, Brokkoli, Spinat, Zucchininudeln, Erbsen, Pilze – sogar Blumenkohlreis ist jetzt als Gefrierprodukt in vielen Geschäften erhältlich.
  • Fleisch – jede Art frisches Fleisch, Speck, Fisch oder Meeresfrüchte können bis zu 3 Monate im Gefrierfach gelagert werden. Kaufe Hähnchenschenkel, Hamburger, Steaks, Koteletts, Schmorbraten usw. Im Tiefkühlregal gibt es eine Reihe fertig zubereiteter, aber nicht panierter Produkte ohne Zusatzstoffe: Hamburger, einzeln verpackte Fischfilets, Hühnerbrust, Garnelen oder Krabben.
  • Käse – die meisten Käsesorten können eingefroren werden. Am besten schneidest du den Käse vorher in verwertbare Portionen, z. B. Scheiben. Pack die Scheiben oder Käsestücke in Pergamentpapier ein und bewahre ihn dann in luftdicht verschlossenen Gefrierbeuteln auf. Innerhalb von zwei bis drei Monaten verwenden. Auch Frischkäse kann eingefroren werden, kann aber nach dem Auftauen eine körnigere Textur haben.
  • Sahne – Sahne aller Art kann eingefroren werden, auch Schlagsahne. Du solltest sie vor dem Einfrieren nur gut schütteln, damit Fett und Milch gut vermischt bleiben. Nach dem Auftauen wieder gut schütteln. Zwar kann auch saure Sahne eingefroren werden, sie wird jedoch, wie Frischkäse, körnig. Aufgetaut eignet sie sich am besten als Zutat in gegarten Gerichten wie Aufläufen und Suppen.
  • Eier – ja, man kann sogar Eier einfrieren (obwohl es hoffentlich nicht nötig ist, dies zu tun). Um Eier einzufrieren, schlägst du jedes Ei auf und gibst es in eine Mulde einer Muffinform oder getrennt nach Eigelb und Eiweiß in verschiedenen Mulden. Wenn sie fest sind aus der Muffinform nehmen, in Frischhaltefolie einwickeln und in einem luftdichten Gefrierbeutel aufbewahren. Tiefgefroren bleiben sie bis zu einem Jahr haltbar.

 

Teile alles, was du einfrieren möchtest, in übliche Rezept- oder Portionsgrößen auf, damit du nur so viel aufzutauen brauchst, wie du benötigst. Wenn du einen Auflauf oder Eintopf zubereitest, mach mehr als du brauchst. Dann hast du gleich ein paar Extraportionen zum Einfrieren für den späteren Gebrauch.

 

  1. Füll deinen Vorratsschrank oder die Speisekammer mit kohlenhydratarmen Produkten

 

Es gibt eine Reihe haltbarer Produkte, die sich zur Vorratshaltung eignen. Du wirst nicht alle brauchen, aber vielleicht findest du ein paar Dinge, die du magst.

 

  • Dosen und Gläser – Lachs, Thunfisch, Sardinen, Hühnerfleisch, Garnelenfleisch, Krabbenfleisch, Muscheln, geräucherte Austern, ganze Tomaten, Tomatenmark, Oliven, Artischocken und gegrillte Paprika
  • Nussmehl – Mandel- und Kokosmehl
  • Flohsamenschalen – dieses kohlenhydratarme Verdickungsmittel ist sehr nützlich zum Backen und für Pizzaböden; auch Chiasamen haben verdickende Eigenschaften
  • Nüsse – Walnüsse, Macadamianüsse, Pekannüsse, Paranüsse und Mandeln sind die kohlenhydratärmsten Sorten (siehe den Diet-Doctor-Leitfaden für kohlenhydratarme Nüsse). [https://www.dietdoctor.com/low-carb/nuts]
  • Dörrfleisch – Rindfleisch, Schweinefleisch, Bison, Hirsch, Pfau und sogar Lachs werden jetzt alle getrocknet und als Dörrfleischprodukte mit langer Haltbarkeit angeboten; achte auf Marken ohne oder mit der geringstmöglichen Menge Zucker
  • Olivenöl oder andere Speiseöle, Ghee, Kokosöl
  • verschiedene Trockenprodukte – Salz und Pfeffer, trockene Gewürze, Zwiebeln und Knoblauch nicht vergessen

 

  1. Behalte die Verfallsdaten deiner Vorräte im Auge

 

Es ist frustrierend und verschwenderisch, gutes Essen wegwerfen zu müssen, erst recht, wenn es nicht einfach ist, mehr zu kaufen.

 

Ein einfacher Trick besteht darin, eine Liste aller Lebensmittel in der Speisekammer, im Kühlschrank und im Gefrierschrank zu erstellen und deren Verfallsdaten zu notieren. Häng die Liste an deinen Kühlschrank. Wenn du deine Mahlzeiten planst, achte darauf, die verschiedenen Produkte vor ihrem Verfallsdatum einzubauen.

 

Wenn du auf der Liste durchstreichst, was du verbraucht hast, weißt du auch gleich, was du nachfüllen musst, wenn du wieder einkaufen kannst.

 

Wie bereits erwähnt, kannst du auch planen, Dinge einzufrieren, wenn sie sich ihrem Verfallsdatum nähern. Denk aber daran, neue Gefrierartikel auf deiner Liste mit dem Verfallsdatum zu vermerken, damit du sie am Ende auch wirklich verbrauchst.

 

  1. Dinge, die keine Nahrungsmittel sind, nicht vergessen

 

Überlege, welche anderen Dinge du vorrätig haben musst. Diese könnten beinhalten:

 

  • einen Vorrat an Medikamenten,
  • Haustierfutter und Haustierbedarf,
  • Kaffee und Tee,
  • Zahnpasta, Shampoo und andere Körperpflegeprodukte
  • Waschpulver, Geschirrspülmittel und Handseife sowie Handdesinfektionsmittel (falls du noch welche auftreiben kannst)
  • ein guter Erste-Hilfe-Kasten für kleinere Verletzungen
  • und ja, Toilettenpapier – aber in haushaltsüblichen Mengen – lass noch welches für andere übrig.

 

Glücklicherweise ist es unwahrscheinlich, dass COVID-19 die Stromversorgung unterbrechen oder Wasser verunreinigen wird. Im Gegensatz zu den meisten Notfall-Prep-Kits musst du dich also nicht mit Wasser oder Wasserreinigungsmitteln eindecken. Es besteht auch kein Bedarf an Taschenlampen, Batterien, Kerzen, Streichhölzern, einem batteriebetriebenen Funkgerät und anderen wichtigen Dingen, die bei Störungen des Stromnetzes erforderlich sind. Aber denk daran, dass es für zukünftige Notfälle immer ratsam ist, diese Dinge vorrätig zu haben.

 

Bleib‘ ruhig, bleib‘ sicher und bleib‘ gesund!

 

Anne Mullens

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Margret Ache und Iris Jansen / www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie und LCHF Kongress und LCHF Magazin

 

Titelbild: Unsplash.com

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