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Gibt es einen Silberstreifen am Horizont?

Horizont

Das Coronavirus hält derzeit die Welt in Atem. Doch wir halten nichts von der sich ausbreitenden Panik und stellen uns viellieber die Frage, ob es einen Silverstreifen am Horizont gibt. Und genau darüber hat unsere Kollegin und Mitarbeiterin Melanie Ryan einen Beitrag geschrieben, der zum Nachdenken anregt. Vielen herzlichen Dank dafür.

Gibt es einen Silberstreifen am Horizont?

 

Wir durchleben gerade eine Ausnahmesituation. Fast überall auf der Welt werden die Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben, sind die Schulen geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, Versammlungen und Partys bis auf weiteres verschoben. Unnötige Reisen – ob in die Nähe oder die Ferne – soll man im Moment auch nicht unternehmen. Bisher kann niemand sagen, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Nicht nur in den Medien, sondern auch unter Freunden, Familie und Bekannten gibt es kein anderes Thema mehr als die Coronavirus-Pandemie. Wir alle haben Angst: um unsere Gesundheit, die Gesundheit unserer alten oder kranken Lieben, unseren Lebensunterhalt, unsere Existenz. Und, dass uns das Toilettenpapier ausgehen könnte.

 

Die Angst ist verständlich, die Dinge, die wir befürchten, liegen durchaus im Bereich des Möglichen (außer, dass das Klopapier nicht reicht). Dennoch …

 

In meiner Praxis als Ernährungsberaterin habe ich irgendwann meine Klienten gebeten, nicht nur den Anamnesebogen auszufüllen, sondern mir auch eine Liste ihrer wichtigsten Lebens- und Krankheitsereignisse zu geben. Ich war schockiert darüber, was meine Klienten alles erlebt hatten und aushalten mussten. Bis dahin hatte ich nicht ausreichend zu schätzen gewusst, wie gut es mir selbst ergangen war. Und es kam die Erkenntnis, dass meine Klienten wahrscheinlich deshalb krank waren und meine Hilfe suchten, dass Stress der wichtigste Umweltfaktor ist, der unsere Gesundheit mehr angreift als schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung, und vielleicht sogar Umweltgifte. Die meisten Gesundheitsexperten – ob Ärzte, Pfleger, Ernährungsberater, Psychotherapeuten, Osteopathen oder Schmerztherapeuten – alle – bestätigen das.

 

Stress bringt unseren Hormonhaushalt durcheinander, macht uns hungrig, dick, müde, und reizbar, tötet unsere Darmbakterien ab und lässt den Darm ungeschützt, raubt uns den Schlaf und schwächt das Immunsystem. Dabei ist erwiesen, dass schon Sorgen allein unseren Körper dazu bringen ebenso viele Stresshormone auszuschütten, wie er es täte, wenn das, worüber wir uns Sorgen machen tatsächlich einträte. Dabei tut es das oft gar nicht. Selbst wenn es eintritt: Sorgen verhindern das nicht! Es ist, wie es ist.

 

Sorgen nützen niemandem, machen aber krank. Womit ich wieder beim Thema wäre: der Coronavirus-Pandemie. Wir sitzen nun alle zu Hause und machen uns Sorgen – aus gutem Grund zwar, aber sie ändern ja nichts. Nun gelingt es auch mit diesem Wissen vielleicht nicht, sie abzustellen, aber es kann die Sorgen möglicherweise in Perspektive setzen.

 

Immerhin können wir unsere Gedanken in andere Bahnen lenken. Wir können beispielsweise für Vieles dankbar sein. Es könnte schlimmer sein. Immerhin wird es keine Versorgungsengpässe geben. Wir werden nicht verhungern. Immerhin haben wir das Internet, dass es zwar nicht jedem, aber vielen ermöglicht auch von zu Hause aus noch ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wer mit einer Filmkomödie auf andere Gedanken kommen will – Lachen ist ja schließlich gesund -, kann das tun, ohne in eine Videothek zu müssen. Wer lieber liest, kann ein eBook kaufen oder sogar aus der Bücherei ausleihen. Wir haben Telefone und können trotz Ausgangssperre miteinander reden.

 

Darüber hinaus hat alles irgendwo immer auch sein Gutes und wenn wir uns hinsetzen und uns bemühen, den Silberstreif am Horizont zu finden, dann schaffen wir das auch. Das Gute an der Situation ist nicht für jeden gleich, aber hier ein paar Beispiele:

 

  • Wir schützen die Umwelt, denn wir bleiben ausnahmsweise mal wo wir sind – gibt uns das nicht wertvolle Anregungen, wie wir den Klimawandel doch noch abwenden können?

 

  • Wir sparen viel Geld, denn wir kaufen nur noch Lebensnotwendiges, kochen selbst, machen unseren Kaffee selbst, kaufen keine Flugtickets, Zug- und Busfahrkarten und brauchen kein oder viel weniger Benzin.

 

  • Wir können länger schlafen, denn wir müssen weder pendeln, noch morgens um sechs Make-up auflegen und die Haare ondulieren. Wer will kann den ganzen Tag im Schlafanzug zubringen und kann trotzdem arbeiten. Kein Mensch merkt, wie wir aussehen.

 

  • Wir haben Gelegenheit, mehr Zeit mit unseren Kindern und Eltern zu verbringen. Vielleicht kann man auch mal wieder die alten Gesellschaftsspiele abstauben, wenn einem der Gesprächsstoff ausgeht.

 

  • Wir können die Gelegenheit nutzen, einen Beitrag zu leisten und vielleicht für die alte Dame nebenan oder den alten Herrn gegenüber mit einkaufen.

 

  • Wir haben endlich Zeit, den Pullover zu Ende zu stricken, den wir im Oktober angefangen hatten.

 

  • Wir kommen endlich dazu, die Fenster zu putzen, die Regale abzustauben oder den Dachboden aufzuräumen.

 

  • Wir kochen unser Essen selbst (was auf jeden Fall ein Pluspunkt ist!) und wer das nicht kann, hat jetzt Zeit, es zu lernen.

 

Bestimmt fällt euch noch viel mehr ein. Schreibt uns in die Kommentare, was euer Silberstreif ist. Wir sind gespannt!

 

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3 COMMENTS
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    Gnubbel 17. März 2020

    Mein persönlicher Silberstreif ist ein Zitat vom amerikanischen Prediger Reinhold Niebuhr: „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die sich ändern lassen, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.“

    Ich habe heute einen Chefsessel montiert, eine Kaffeemaschine eingeweiht und ein leckeres Abendessen gezaubert. Und jetzt sitze ich daheim und lasse es mir gut gehen. Angst? Wovor? Ich habe ein gut gepflegtes Immunsystem, bin ausreichend und hochwertig ernährt, besitze noch genügend Klopapier für die nächsten vier Wochen und mache mir keinen Stress. Und sollte das Virus trotzdem bei mir aufschlagen, werde ich ihm seinen Aufenthalt mit löffelweise Vitamin C so unangenehm wie möglich machen. Mehr kann ich nicht tun, und das ist gut so.

  • Anna-Lena Leber
    Anna-Lena Leber 17. März 2020

    Mein persönlicher Silberstreifen ist die Zeit! Plötzlich Ruhe wo gestern noch Trubel war. Besonnenheit und in der Familie für einander da sein. So kommt mein Neffe nun jeden Vormittag für 1,5 Stunden Schulaufgaben machen zu uns. Mein Mann arbeitet von zu Hause. Was uns die Möglichkeit für einen gemeinsamen Kaffee am Nachmittag gibt. Und seit der Veränderung im Alltag, gehört nun auch ein gemeinsamer Spaziergang bei Abenddämmerung zum Tag dazu!
    Plötzlich ist alles ganz anders.
    Doch so schlimm die Gegebenheiten sind, die Auslöser der Umstrukturierung des Alltags sind, so zugleich wertvoll finde ich die Veränderung! Gemeinsame Zeit genießen, den Tag in der Natur ausklingen lassen. Weg vom Konsum und Trubel hin zur Ruhe und Wertschätzung der kleinen Dinge und der Gesundheit! Ist es nicht das was Mensch und Natur verlorengegangen war?
    Wie die Medaille hat alles im Leben zwei Seiten. Die Frage ist von welcher Seite möchte ich die Geschehnisse im Außen betrachten? In jedem Negativen steckt immer auch etwas Positives und alles was geschieht hat immer auch einen Sinn!

  • Avatar
    Kirsten Degener 18. März 2020

    Ich hoffe, so schlimm es auch klingt, dass in der Gesellschaft ein Umdenken stattfindet.
    Ich arbeite in einer gynäkologischen Praxis. Mir ist seit Jahren aufgefallen wie rücksichtslos und egoistisch sich verhalten wird, Da kommen Patientinnen, die wegen eines grippalen Infektes mit Husten und Fieber krank geschrieben sind in die Praxis zur Krebsvorsorge, weil sie ja jetzt „Zeit“ haben. Oder gehen zum Friseur. Die Mutter, deren Kind wegen Scharlach nicht in den Kindergarten gehen kann, bringt ihr krankes Kind mit in die Praxis (zu einer Untersuchung die nicht dringend notwendig ist, weil keine akuten Beschwerden vorliegen)
    Mir ist schleierhaft warum man krank nicht zu Hause bleibt! In den letzten Jahren ist auch die Impfbereitschaft gegen die saisonale Grippe stark zurück gegangen,
    Natürlich ist mir klar, dass manche krank zur Arbeit gehen, aus Angst vor Entlassung. Auch da müsste sich grundlegend am Verhalten der Arbeitnehmer etwas ändern.
    Ich bin zur Zeit zu Hause, da ich zu einer Risikogruppe (Autoimmunerkrankung) gehöre. Mein Mann macht Home Office. Wir sind relativ gut versorgt mit allem.
    Beim Metzger habe ich online meine Sachen bestellt und konnte es an der Türe abholen.
    Mein Gemüse bekomme ich ab Freitag über den Gemüsehändler über eine Kiste die mir vor die Türe gestellt wird,
    Gestern war ich gegen Abend im Wald spazieren. Jeder der mir begegnete hat freundlich gelächelt. Irgendwie eine Art gegenseitigen Mut machen und „es wird schon wieder“. Fand ich sehr schön.
    Vielleicht lernen wir ja daraus uns gegenseitig mit mehr Respekt zu behandeln!

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