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Vitamin D – das Sonnenvitamin

Vitamin D – das Sonnenvitamin von Sylvia Preuß aus dem Low Carb – LCHF Magazin 3 / 2016.

Vitamin D – das Sonnenvitamin

Stellen Sie sich den ersten, warmen Frühlingstag vor. Die Sonne strahlt vom Himmel…. und Sie bekommen das dringende Bedürfnis, sich in die Sonne zu setzen und die Sonnenstrahlen zu genießen. Dieses Bedürfnis entspricht unserem natürlichen Instinkt und ist tief in uns verankert. Ganz einfach, weil die UV-Strahlung der Sonne für uns so extrem wichtig ist, um das  lebenswichtige Vitamin D zu bilden. Kein anderes Vitamin ist derzeit so im Gespräch wie Vitamin D. Und das hat durchaus seinen Grund, denn das Vitamin D hat für unsere Gesundheit wesentlich mehr Bedeutung, als den meisten Menschen bekannt ist. Die meisten Ärzte reagieren abweisend, wenn man sie darauf anspricht – viele Patienten bekommen auf ihre Nachfrage die Antwort: „Gehen Sie einfach ab und zu mal etwas in die Sonne, dann haben Sie auch keinen Vitamin-D-Mangel.“ Und selbst wer seinen Arzt dazu überreden konnte, einen Vitamin-D-Test zu machen, wird bei einem Ergebnis des Speicherwertes (25 OH Vitamin D3) von 20-30 ng/ml zu hören bekommen, dass das „völlig normal“ sei. Normal ist es in Deutschland leider schon – mit extremen Auswirkungen auf die Gesundheit.

 

Genau genommen ist Vitamin D gar kein Vitamin, sondern vielmehr ein Hormon. Und zwar eines, das an unendlich vielen, lebensnotwendigen Vorgängen in unserem Körper beteiligt ist. Vieles ist schon seit Langem bekannt – einige wichtige Funktionen des Vitamin D wurden erst in den letzten Jahren bekannt.

Natürlich weiß jeder, dass Vitamine allgemein wichtig sind und dass Rachitis eine Krankheit ist, die durch Vitamin-D-Mangel hervorgerufen wird. Aber sowas gibt es ja in der heutigen modernen Zeit nicht mehr, denkt man. Dabei nehmen die Zahlen von Rachitis erschreckenderweise wieder zu! Aber nicht nur Rachitis ist eine Folge des Vitamin-D-Mangels. Tasächlich jedoch spielt der Mangel an Vitamin D bei der Entstehung von vielen schweren Erkrankungen – wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Osteoporose und Diabetes eine wesentliche Rolle! Man kann es ganz einfach ausdrücken:

 

Wer längere Zeit mit einem zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel lebt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit krank. Die Gefahr, an Krebs oder einem Herzinfarkt zu erkranken, steigt um ein Vielfaches – und das sollte JEDEN alarmieren! Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie gibt an, dass über 70% aller deutschen Kinder und über 60% aller erwachsenen Deutschen einen Vitamin-D-Mangel haben. Wenn man dabei berücksichtigt, dass diese Gesellschaft Vitamin-D-Spiegel noch als „im Rahmen“ ansieht, die die Fachleute auf diesem Gebiet schon als Mangel bezeichnen, nämlich Werte von um die 30 ng/ml, dann muss man davon ausgehen, dass mehr als 80% der deutschen Bevölkerung betroffen sind. Und bei unseren europäischen Nachbarn sieht es nicht besser aus.

Wie kommt es aber nun zu solch alarmierenden Zahlen?

Grundsätzlich hat die Natur das alles gut eingerichtet. Im Sommer, wenn die Sonne hoch steht, können Mensch (und Tier) richtig Vitamin D tanken und die Speicher auffüllen. Im Winter, in der sonnenarmen Zeit, kann der Körper von diesen Vorräten zehren. Was die Natur nicht voraussehen konnte: Wir halten uns weitestgehend in geschlossenen Räumen auf! Wer hat denn noch die Möglichkeit, den ganzen Sommer über regelmäßig den Körper möglichst unbekleidet ausreichend der Sonne auszusetzen? 14 Tage Urlaub im Sommer reichen da leider bei weitem nicht aus. Erschwerend kommt hinzu: Bei Verwendung von Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 7 und höher, kann der Körper gar kein Vitamin D bilden! In früheren Zeiten konnte man einen Teil des Vitamin-D-Bedarfes noch über die Nahrung abdecken, denn Fleisch, Milch, Butter und Eier enthielten Vitamin D – aber auch das ist heute schon sehr kritisch zu sehen, weil die Tiere ja heute auch kaum noch im Freien sind und selbst gar kein Vitamin D mehr bilden können. Einzig fetter Fisch enthält noch nennenswerte Mengen, aber kein Mensch in unseren Breiten wird so viel davon essen, wie es für die Vitamin-D-Versorgung notwendig wäre.

Wie erkenne ich einen Vitamin-D-Mangel?

Die Symptome können sehr vielfältig sein. Leiden Sie unter einem dieser Symptome?

» Blässe
» ständig matt
» anhaltend müde
» häufige Infekte
» hoher Schlafbedarf
» oder unruhiger, schlechter Schlaf
» oder Sekundenschlaf im PKW
» Antriebslosigkeit
» Winterdepression
» Frühjahrsmüdigkeit
» Erschöpfung
» Muskelzucken, Lidzucken
» Wadenkrämpfe, Fußsohlenkrämpfe und andere
» Schmerzen in der Nackenmuskulatur
» regelmäßig Kopfschmerzen
» Sonnenallergie
» Pollenallergie
» Heuschnupfen
» Fließschnupfen
» chronische Nebenhöhlenentzündung
» Kreislaufprobleme
» Schwindel
» Übelkeit unter Belastung
» Unsicherheit auf den Beinen
» Schmerzen im Rücken und in den Leisten
» Osteoporose
» Arthrose
» Spontan-Frakturen
» Knochenbrüche
» Trümmerbruch
» Wirbelkörperfraktur
» Herzmuskelschwäche

Wenn Sie hier Ihre Symptome wiederfinden, sollten Sie sich mit dem Gedanken vertraut machen, wahrscheinlich unter einem Vitamin-D-Mangel zu leiden.

 

Der Allgemeinmediziner Dr. Raimund von Helden, der mit dem Buch „Gesund in 7 Tagen“ ein Werk geschaffen hat, das sehr viel zur Aufklärung über das Thema Vitamin D beiträgt, und das ich Ihnen wirklich sehr ans Herz legen möchte, hat auf seiner Webseite einen Onlinetest veröffentlicht, mit dem man einen ersten (und erstaunlich genauen!) Test selbst vornehmen kann:
https://www.vitamindservice.de/online-selbst-test-meinenvitamin-d-spiegel-schätzen

Der Titel des Buches ist vielleicht etwas reißerisch, aber auch sehr zutreffend. Es ist erstaunlich, wie schnell sich bei den meisten Menschen nach Erreichen eines guten Vitamin-D-Spiegels im Blut die Symptome bessern. Viele – darunter auch ich selbst – sind danach ein neuer Mensch.

Wie hoch ist ein guter VitaminD-Spiegel?

Von den führenden Vitamin-D-Fachleuten werden heute meist folgende Richtwerte gegeben:
» 30 – 50 ng/ml ausreichend
» 50 – 70 ng/ml befriedigend
» 70 – 100 ng/ml gut
» >200 ng/ml toxisch

 

Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich um einen guten Vitamin-D-Spiegel zu kümmern. Lesen Sie, informieren Sie sich! Ihr Körper, Ihre Gesundheit, wird es Ihnen danken. Füllen Sie einen vorhandenen Mangel auf und erhalten Sie auf Dauer einen guten Vitamin-D-Spiegel. Nutzen Sie immer, so oft es geht, die Sonne. 20 Minuten ungeschützt (ohne Sonnencreme) in der Mittagssonne im Sommer (zwischen 11 und 15 Uhr) ermöglichen dem Körper, ca. 20.000 IE Vitamin D zu bilden. Jeder Tag, den man mit einem Vitamin-D-Mangel verbringt, ist ein Tag mit höherem Krankheitsrisiko und – wenn der Mangel schon Symptome verursacht hat – ein Tag mit verminderter Lebensqualität!

 

Sylvia Preuß (Facebook-Gruppe „Vitamin D – die alternative Gruppe“ https://www.facebook.com/groups/VitaminD.alternativeGruppe/)

 

Bildnachweise: Sylvia Preuß

 

Mehr über die gesundheitlichen Vorteile von Vitamin D, dem Sonnenvitamin, erfahren Sie im Beitrag „Vitamin D – die gesundheitlichen Vorteile„.

 

Literatur zum Thema über das Sonnenvitamin finden Sie im Buchshop der Expert Fachmedien.

 

www.LCHF-Deutschland.de

 

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britta.wingartz@dvs-hg.de

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