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Die gesunde Low Carb / LCHF-Ernährung: Vitamin D

Zur gesunden Low Carb / LCHF-Ernährung gehört mehr als das Wissen um die Makronährstoffe (Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate), nämlich die Mikronährstoffe. Nachdem wir uns schon mit dem fettlöslichen Vitamin A befasst haben, geht es heute um das ebenfalls fettlösliche Vitamin D.

Unter den Vitaminen nimmt Vitamin D eine Sonderrolle ein. Denn streng genommen, ist es gar kein Vitamin, sondern ein Hormon, genauer gesagt ein Steroidhormon. Im Gegensatz zu den anderen Vitaminen kann unser Körper Vitamin D selbst bilden. Dazu benötigt er allerdings ausreichend Sonnenlicht (UVB-Strahlung) in einem bestimmten Winkel.

In Deutschland haben wir das Problem, dass die Kraft der Sonne nur von April bis September ausreichend ist. Hinzu kommt, dass viele Deutsche ihre Haut vor der Sonne schützen. Ab Lichtschutzfaktor 20 werden 95% der UV-Strahlung abgeblockt. Zwar verhindert das einen Sonnenbrand, aber auch einen Großteil der Vitamin-D-Produktion. Hält man sich kurze Zeit (ungefähr 15 Minuten) ohne Sonnenschutz im Freien auf, kann ausreichend Vitamin D gebildet werden.

Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gehen davon aus, dass 60 Prozent der erwachsenen Deutschen und 86 Prozent der Kinder nur unzureichend mit Vitamin D versorgt sind. „Wir befinden uns in einem Mangelland“, sagt Prof. Jörg Reichrath von der Universität des Saarlands. „Es konnte gezeigt werden, dass die Lebenserwartung von Menschen mit Vitamin-D-Mangel niedriger ist als die von Menschen mit ausreichender Versorgung. Viele aktuelle Studien sprechen dafür, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel neben bestimmten Krebserkrankungen auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöht. So ist beispielsweise gezeigt worden, dass das Immunsystem Vitamin D braucht, um bestimmte Bakterien wie die Tuberkulose-Erreger effektiv abtöten zu können. Das ist einer der Gründe, aus denen man früher Hauttuberkulose mit Lichttherapie behandeln und teilweise sogar heilen konnte.“

Wie macht sich akuter Vitamin-D-Mangel bemerkbar?

Die typischen Beschwerden eines akuten Vitamin-D-Mangels sind laut Dr. von Helden fünf Gruppen zugeordnet: Muskulatur, Adynamie, Nervensystem, Orthostase, Skelettschäden.

Gruppe Symptome
Muskulatur Verkrampfung, Zucken, Zittern, Vibrieren, Schmerzen und Schwäche der Muskel
Adynamie Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit, Energieverlust, dauernde Erschöpfung und Niedergeschlagenhei
Nervensystem Störung der Nierenfunktion, dadurch Schlafstörungen, ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Rastlosigkeit und innere Unruhe, Verhaltensveränderungen, Koordinationsstörungen, deshalb auch Unsicherheit bei gehen und Stehen
Orthostase Kreislauf- und Durchblutungsstörungen, Kältegefühl, besonders an Händen und Füßen
Skelettschäden Osteoporose und Osteomalazie

Wie wirkt Vitamin D?

 Vitamin D hat ein sehr weitreichendes Spektrum. Die gesundheitlichen Vorteile eines guten Vitamin-D-Spiegels von mindestens 40 ng/ml:

Immunsystem Stärkeres Immunsystem: Schutz vor Erkältungen und Grippe, Vorbeugung von Autoimmunerkrankungen wie : MS, Diabetes, Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Morbus Basedows, Psoriasis, Sklerodermie, Rheuma, Morbus Parkinison, …
Zellen Vorbeugung bestimmter Krebserkrankungen wie Brust- und Prostatakrebs, Vorbeugung von Heuschnupfen und Asthma, …
Organe Vorbeugung von Herzerkrankungen und Schlaganfall, Vorbeugung vor entzündlichen Erkrankungen, …
Nerven Vorbeugung von depressiven Verstimmungen und Depression, Vorbeugung vor Demenz, Myasthenia Gravis, …
Wohlbefinden Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der Lebensqualität, Verbesserung der Energie, …
Knochen Vorbeugung von Osteoporose und Knochenbrüchen, …
Muskeln Verbesserung der Muskelkraft, …

Durch was werden Mangelerscheinungen begünstigt?

  • Durch den modernen Lebensstil
  • Durch das Eincremen mit Sonnencreme

Und was ist mit einer Überdosierung?

Zu einer Überdosierung kann es, wenn überhaupt, nur kommen, wenn über einen langen Zeitraum sehr hohe Dosen supplementiert werden. Der Vitamin-D-Experte Dr. von Helden sagt: Eine Vergiftung kann man aber mit Vitamin D allenfalls bekommen, wenn man 150 ng/ml im Vitamin-D-Spiegel überschreitet. Diese „Gefahr“ besteht erst mit einer Einmaldosis von ca 1.000.000 (1 Million!) Einheiten oder 25mg Vitamin D.“

Anfang des Jahres wurde eine Studie aus Brasilien publiziert, die von einer Befreiung jeglicher Symptome der Erkrankung Myasthenia gravis berichtete. Dr. Raimund von Helden schreibt dazu auf seiner Website: „Mit einem Vitamin-D-Spiegel zwischen 400 und 600 ng/ml gehen die Autoren an die Grenze zur Toxizität und erzielen einen erstaunlichen Erfolg. Nach Beginn der Therapie im Mai trat eine Besserung ein, die im Dezember eine völlige Symptomfreiheit ergab. Eine Toxizität des Vitamin D wurde von den behandelnden Ärzten immer wieder gesucht, zum Glück jedoch nicht gefunden. Das Calcium im Serum blieb unberührt.

Bedarf pro Tag

Die DGE empfiehlt seit 2012: Säuglinge bis 12 Monate 400 IE und alle anderen 800 IE täglich.

Dr. med Ulrich Strunz sieht das ganz anders. Er schrieb am 18.05.2015 auf seiner Website in den News: Das Institute of Medicine (IOM) generiert Empfehlungen. Die fließen dann in die Recommended Dietary Allowance (RDA), also die empfohlene Tagesdosis. Die soll den korrekten Blutwert bei 97,5 % aller gesunden Individuen erreichen.

Die RDA für Vit D ist auf dieser Basis 600 IU. Gilt für USA und Canada.

Im Oktober 2014 nehmen sich zwei Forscher aus Kanada die Berechnungen der IOM zur Brust. Die beruhen auf 10 wohldurchdachten Studien. Die zwei jungen Forscher beweisen nun, dass die statistische Auswertung schlicht und einfach falsch war. Dass die empfohlenen 600 I.U. falsch sind. Richtig wären für den gleichen Zweck

8895 I.U. Vitamin D.

Also mehr als eine 10er Potenz höher. Ganz unglaublich. Wenn man Ihr Monatsgehalt um den Faktor 10 steigern würde… Das würden Sie merken, oder?

Und dann folgt im März 2015 die Antwort des IOM. Die sich sehr präzise mit den Vorwürfen auseinandersetzt. Und tatsächlich zum Schluss kommt, sie hätten sich geirrt. In Wahrheit sollte jeder Mensch so etwa

7000 I.U. Vitamin D

täglich zu sich nehmen.“ Noch Fragen?

Vitamin-D-Quellen für Low Carber

Ermittelt mit der interaktiven Lebensmittelanalyse der Uni Hohenheim

Lebensmittel je 100 g Eiweiß in g Fett in g Kohlenhydrate in g Vitamin D in μg
Butter 0,7 83,2 0,6 1,9
Champignons 2,7 0,2 0,6 2,0
Ei 12,9 11,2 0,7 2,0
Hering 18,0 23,6 0,6 37,5
Lachs 36,4 30,0 0,0 24,4

Prof. Spitz – der Vitamin-D-Experte in Deutschland

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Vitamin D im Low Carb – LCHF Magazin

Da mir persönlich das Thema Vitamin D sehr am Herzen liegt, ist es immer wieder Thema im  Magazin.

Bücher

Gesund in sieben Tagen von Dr. von Helden, Heilkraft D – Wie das Sonnenvitamin vor Herzinfarkt, Krebs und anderen Krankheiten schützt von Dr. Worm oder Superhormon Vitamin D: So aktivieren Sie Ihren Schutzschild gegen chronische Erkrankungen von Prof. Spitz. Gerne können Sie diese Bücher bei dem Verlag Expert Fachmedien bestellen. Damit unterstützen Sie den weiteren Aufbau des Bereichs Gesundheit und Ernährung – vielen Dank.

Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de

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