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Schlank = gesund? Ein Trugschluss!

Schlank = gesund und dick = krank? So einfach ist es nicht. Inzwischen leiden 20 Prozent der Schlanken unter einem ungesunden Stoffwechsel, damit erhöht sich das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so eine Studie (1) vom August 2017. Aber egal, ob dick oder dünn, ob schlank oder mollig, eine gesunde Ernährung ist das A und O für ein besseres Leben. Daher haben wir für Sie die 10 Gebote einer gesunden Ernährung. Denn die Ernährungsdocs vom NDR Dr. med. Anne Fleck (die Sie beim Low Carb – LCHF Kongress live erleben können), Dr. med. Jörn Klasen und Dr. med. Matthias Riedl sind sich einig:

„Mehr als die Hälfte unserer Erkrankungen sind ernährungsbedingt. Es liegt auf der Hand, das Übel an der Wurzel zu packen, anstatt zur Pille zu greifen.“ 

Die 10 Gebote der Ernährung, um gesund zu bleiben oder zu werden

Ausgewogen und zuckerarm zu essen, fördert Gesundheit, Leistung und Wohlbefinden. Wir von LCHF Deutschland haben auf der Basis der aktuellen Studienlage 10 Gebote formuliert, die Ihnen helfen, genussvoll zu essen und mit Leichtigkeit gesund durchs Leben zu gehen.

Natürliche und saisonale Lebensmittel genießen

Kombinieren Sie gesunde Kohlenhydrate und Eiweißquellen mit hochwertigen Fetten, das macht satt, zufrieden und gibt dem Körper viel Energie. Wählen Sie nach Möglichkeit Ihre Lebensmittel nach Saison und Nachhaltigkeit aus. Vermeiden Sie Fertigprodukte und verarbeitete Lebensmittel, die haben eine negative Auswirkung auf Ihre Gesundheit.

Vermeiden Sie Getreide und Stärkeprodukte

Brot, Weißmehlprodukte, Getreideflocken, Nudeln, Reis, auch aus Vollkorn, sowie Kartoffeln enthalten reichlich Zucker und Stärke. Verbannen Sie diese Lebensmittel aus Ihrem Leben. Denn eine hohe Zufuhr begünstigt die Entstehung vieler Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, metabolisches Syndrom oder auch Krebs.

Essen Sie Gemüse und Salat und genießen Sie Beeren als süße Köstlichkeit

Gemüse – Salat – sekundäre Pflanzenstoffe

Gemüse und Salat sind gesund und enthalten wertvolle Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Genießen Sie gerne „2 am Tag“. Wenn Sie eine Insulinresistenz haben, verzichten Sie am besten auf Gemüse, welches unter der Erde wächst, da es mehr Stärke enthält.

Wählen Sie Ihr Gemüse und Ihren Salat entsprechend der Jahreszeit aus und setzen Sie auf regionale Produkte.

Beim Obst setzen Sie auf Beeren, sie enthalten wesentlich weniger Zucker. Doch genießen Sie Beeren eher selten und dann als Süßigkeit.

Genießen Sie täglich Eier, Fisch oder Fleisch

Diese Lebensmittel versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Achten Sie bitte unbedingt auf artgerechte Haltung, bzw. nachhaltige Fischerei der Tiere, die Sie essen. Wenn Sie Milchprodukte wie Käse und Sahne vertragen, können Sie diese auch in Ihren Tagesplan einbauen. Vermeiden Sie fettreduzierte Lebensmittel, denn sie enthalten als Ausgleich dafür mehr Zucker.

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nur einen moderaten Bedarf an Eiweiß haben, wählen Sie Ihre Portionen in einer entsprechenden Größe. Als Daumenregel gilt: Ihre Eiweißportion sollte etwa so groß wie Ihr Handteller sein.

Ausreichend gesunde Fette und Öle

Butter – Fett – Energie

Unser Körper benötigt eine Energiequelle, bei unserer Ernährung ist es das Fett, bzw. Öl. Keine Angst vor gesättigten Fettsäuren! Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die potenziell cholesterinsteigernden gesättigten Fettsäuren, werden sie im Austausch gegen Kohlenhydrate verzehrt, die LDL-Partikel größer und damit gesundheitlich unproblematisch werden lassen. Essen Sie mit gutem Gewissen Butter und vermeiden Sie unbedingt alle industriell gefertigten Streichfette.

Fett ist ein wichtiger Baustein für die sogenannten Steroidhormone. Diese Hormone sind an vielen wichtigen Regelkreisläufen in unserem Körper beteiligt. Vitamin D zählt übrigens auch zu den Steroidhormonen.

Vermeiden Sie Pflanzenölen wie Raps-, Soja- oder Sonnenblumenöl, die bestehen zum Großteil aus Omega-6- Fettsäuren und diese wirken in großen Mengen entzündungsfördernd.

Keinen Zucker und ausreichend Salz

Verzehren Sie keinen Zucker und trinken Sie keine zuckerhaltigen Limonaden oder Alkoholpops.

Bei einer reinen Ernährung kann es sein, dass Sie zu wenig Salz essen. Würzen Sie daher Ihre Lebensmittel mit Meersalz oder ähnlichen hochwertigen Salzen.

Sorgen Sie für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt

Wasser – Flüssigkeit – Element des Lebens

Wasser ist für unseren Körper ein Element des Lebens. Versorgen Sie ihn daher ausreichend damit, für die meisten Menschen sind das 1,5 oder mehr Liter. Testen Sie, was die richtige Menge für Sie ist.

Moderat Kaffee und Tee ist absolut in Ordnung, bei Alkohol lieber etwas Zurückhaltung zeigen. Wenn Sie Alkohol trinken, bitte nur trockenen Wein oder zuckerfreie Sorten wie Gin oder Wodka.

So schonend wie möglich zubereiten

Bereiten Sie Ihre Lebensmittel schonend zu, nehmen Sie zum Braten gerne Ghee oder Kokosöl. Gemüse schmeckt dampfgegart besonders gut. Verwenden Sie nach Möglichkeit so viele frische Zutaten wie nur möglich. So helfen Sie Verpackungsmüll zu vermeiden.

Nehmen Sie sich Zeit für Genuss

Wenn Sie essen sollten Sie nichts anderes machen, genießen Sie Ihr Essen mit all Ihren Sinnen. Essen Sie zu den Mahlzeiten so viel, dass Sie mindestens 5 Stunden satt sind. Vermeiden Sie Zwischenmahlzeiten.

Halten Sie Geist und Körper fit

Halten Sie Ihren Geist und Ihren Körper fit, mit der einfachen Formel: richtig bewegen, gut essen, anders denken.

 

Wir hoffen, dass Ihnen die 10 Gebote helfen, sich gesund zu ernähren. Wenn Sie nicht jeden Tag alle Gebote beherzigen können, dann beginnen Sie am nächsten Tag einfach von vorne. Viel Erfolg.

 

Und Sie wissen, schlank ist nicht gleich gesund und dick ist nicht gleich krank. Mit einer gesunden Ernährung lässt sich Ihr Leben positiv beeinflussen. Lesen Sie auch Projekt 259, wie wirkt sich Zucker aus?

 

Rezepte ohne Zucker finden Sie hier und in unseren Kochjournalen.

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland

 

Bildrechte: Fotolia.com

 

 

 

 

 

(1) http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21739-2017-08-07.html

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