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Verursacht LCHF/Keto eine Ketoazidose?

Verursacht LCHF/Keto eine Ketoazidose?

„Eine LCHF- oder Keto-Ernährung ist doch gefährlich, da kann eine Ketoazidose entwickelt werden.“ Selbst von Medizinern haben wir schon solche Aussagen zu hören bekommen. Ist da etwas dran?

Verursacht LCHF/Keto eine Ketoazidose?

Verursacht LCHF/Keto eine Ketoazidose?

Verursacht LCHF/Keto eine Ketoazidose?

Leider verwechseln sowohl Laien, als auch Experten die Begriffe Ketose und Ketoazidose. Dabei ist die Definition extrem unterschiedlich.

Grundwissen Ketoazidose

Bei der diabetischen Ketoazidose handelt es sich um eine schwerwiegende Stoffwechselentgleisung bei absolutem Insulinmangel, die eine sofortige intensivmedizinische Behandlung notwendig macht. Sie tritt vor allem eine Komplikation des Typ-1-Diabetes und Folge eines absoluten Insulinmangels auf. Zwar ist der Körper dann mit Glukose überschwemmt, kann diese jedoch nicht als Energie nutzen. Der Körper deckt dann seinen Energiebedarf über den Abbau von Fetten, was zu einem vermehrten Anfall von Ketonkörpern führt.

 

Durch die extrem hohen Blutzuckerwerte werden verstärkt Wasser und Elektrolyte ausgeschieden, da ab einem Glukosespiegel von ca. 180 mg/dl die Nierenschwelle der maximalen Rückresorption von Glukose überschritten ist. Dies zieht einen Flüssigkeits- und Elektrolytmangel nach sich. Also ein Teufelskreis, der schnellst möglich unterbrochen werden muss.

Ketoazidose im Pschyrembel

Selbst im Pschyrembel, in der Bibel der Mediziner, entdeckte ich am 14.01.2018 etwas, was mich zur Tat schreiten ließ. Denn als ich mir die Definition der Ketoazidose durchlas, entdeckte ich unter Vorkommen: Kohlenhydratarme Ernährung

Daher hinterließ ich folgenden Kommentar:

Kommentare zu Ketoazidose (K0BML) am 04.10.2018

Eine Ketoazidose entsteht nicht durch eine Ernährung mit wenigen Kohlenhydraten. Die Folge einer Low Carb High Fat- bzw. ketogenen Ernährung ist die Ketose.

Eine nahrungsindizierte Ketose ist ein natürlicher Zustand und weist Keton-Werte von 0,5 bis 3,5 mmol/L auf, der Blutzucker und der pH sind im Normbereich.

Eine Ketoazidose kennzeichnet sich durch folgende Werte: Glukose >15 mmol/L, Ketone 15 – 25 mmol/L und einem pH < 7,3.

 

Eine Reaktion zu meinem Kommentar kam am 18. Oktober 2018 mit dieser E-Mail:

Sehr geehrte Frau Ache,

vielen Dank für ihr Feedback! Ich habe den Punkt im Artikel gelöscht.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Rita Wenczel

Medizinische Redaktion

im Auftrag des Verlags de Gruyter Berlin

 

Ein schönes Gefühl einen kleinen Beitrag im Pschyrembel geleistet zu haben.

Grundwissen Ketose

Die Ketose ist ein Stoffwechselzustand, bei dem der Körper Fett und Ketone anstelle von Glukose als Hauptenergiequelle verwendet.

 

Glukose wird in der Leber gespeichert und bei Energiebedarf freigesetzt. Nachdem die Aufnahme von Kohlenhydraten ein bis zwei Tage lang extrem niedrig war, sind diese Glukosespeicher jedoch erschöpft. Die Leber kann aus den Aminosäuren des Proteins aus der Nahrung, über einen Prozess, (Glukoneogenese) etwas Glukose herstellen. Diese Menge ist aber nicht annähernd ausreichend, um den Bedarf Ihres Gehirns zu decken, das eine konstante Brennstoffzufuhr benötigt.[1]

 

Zum Glück kann uns der Körper über die Ketose eine alternative Energiequelle bieten. Bei der Ketose produziert der Körper schnell und sicher ausreichend Ketone. Ketone, oder Ketonkörper, werden von Ihrer Leber aus Nahrungsfett und / oder eigenem Körperfett hergestellt. Die drei Ketonkörper sind Beta-Hydroxybutyrat (BHB), Acetoacetat und Aceton (obwohl Aceton technisch gesehen ein Abbauprodukt von Acetoacetat ist).[2]

 

Die Leber produziert sogar regelmäßig Ketone, selbst wenn wir uns kohlenhydratreicher ernähren. Dies geschieht hauptsächlich über Nacht, während des Schlafs, allerdings nur in winzigen Mengen. Wenn jedoch der Glukose- und Insulinspiegel bei einer kohlenhydratarmen Ernährung abnimmt, steigert die Leber ihre Produktion von Ketonen, um ausreichend Energie für das Gehirn bereitzustellen.

 

Sobald der Ketonspiegel im Blut einen bestimmten Schwellenwert erreicht, spricht man von einer ernährungsbedingten Ketose. Laut den führenden Forschern auf dem Gebiet der ketogenen Ernährung, Dr. Steve Phinney und Dr. Jeff Volek, liegt die Schwelle für eine Ernährungsketose bei mindestens 0,5 mmol/L BHB (der im Blut gemessene Ketonkörper).[3]

 

Obwohl die Ketose sowohl durch Fasten als auch durch eine LCHF- / Keto-Ernährung zu erreichen ist, ist nur eine Ketose über die Ernährung auf lange Zeit nachhaltig. Tatsächlich scheint es sich um eine gesunde Ernährungsweise zu handeln, die potenziell unbegrenzt befolgt werden kann.[4] [5]

Zusammenfassung: Ketose und Ketoazidose

Die Ketoazidose ist eine seltene und lebensgefährliche Komplikation, die vor allem bei Menschen mit Typ-1-Diabetes auftritt. Sie tritt bei einem absoluten Insulinmangel auf. Menschen mit Typ-2-Diabetes, die bestimmte Medikamente (z.B. SGLT2-Hemmer) einnehmen, können ebenfalls in extrem selten Fällen eine Ketoazidose entwickeln.[6]

 

Dagegen ist die Ketose (manchmal auch als Ernährungsketose genannt) ein natürlicher und sicherer Zustand, der vom Körper vollständig kontrolliert wird. Sie kann durch eine LCHF-/ Keto-Ernährung oder durch eine kurze Fastenperiode hervorgerufen werden.[7] Die Ketose ermöglicht, schnell Fett zu verbrennen.[8] [9]

 

Wie schön, dass Sie die Begriffe Ketose und Ketoazidose auseinanderhalten können und wissen, dass eine Ketoazidose nicht durch eine LCHF- oder Ket-Ernährung entstehen kann.

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Margret Ache und Iris Jansen www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland AkademieLCHF KongressLCHF MagazinFacebook,  Instagram und YouTube

 

Titelbild:  its_al_dente by Envato.com

 

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC292907/pdf/jcinvest00272-0077.pdf

[2] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2656155/

[3] http://docshare02.docshare.tips/files/10568/105685548.pdf

[4] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26768850/

[5] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26485706/

[6] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28570924/

[7] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29607218/

[8] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23651522/

[9] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28433617/

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