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Der Unterschied zwischen Ketose und Ketoazidose

Ketoazidose

„Eine ketogene Ernährung ist doch gefährlich, da übersäuert der Körper.“ Immer wieder bekomme ich diese Aussage von Menschen zu hören, die Angst vor einer LCHF-/Keto-Ernährung haben, da sie die Begriffe Ketose und Ketoazidose nicht zu deuten wissen. Hinzu kommt, dass auch Ernährungsberater oder gar Ärzte diese Begrifflichkeiten nicht kennen, bzw. bunt durcheinander würfeln. Dabei sind die Unterschiede wirklich gravierend. Während die Ketose ein durchaus natürlicher Zustand ist, ist die Ketoazidose ein Zustand, der lebensgefährlich werden kann.

 

Ketose

 

Die Definition: Ketose ist ein Stoffwechselzustand, bei dem die Konzentration der Ketonkörper im Blut über dem Normalwert liegt.

 

Was bedeutet das in der Praxis?

 

Werden nur wenige Kohlenhydrate gegessen, stellt der Körper immer so viel Glukose her, dass der Blutzucker stabil bleibt. Das wird Gluconeogenese genannt. Es bedeutet, dass die Leber die benötigte Glukose aus Protein und Fett herstellt. Die Aminosäuren aus den Proteinen und die Glycerolmoleküle aus den Triglyceriden werden dafür benötigt.

 

Bei der Ketogenese werden sogenannte Ketonkörper gebildet. Als Ketonkörper werden die Verbindungen β-Hydroxybutyrat, Acetoacetat und Aceton bezeichnet. Das sind leicht saure, energiereiche Moleküle, die der Körper perfekt zur Energiegewinnung anwenden kann. Deswegen kann, im Gegensatz zur kohlenhydratreichen Ernährung, der Blutzuckerspiegel stabil gehalten werden.

 

Finden sich diese Ketonkörper im Blut, spricht man von einer Ketose. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang, wenn Menschen eine Weile keine, bzw. nur ganz wenig  Kohlenhydrate essen. Dasselbe passiert auch beim Fasten. Der gesundheitliche Vorteil ist, dass das Hormon IGF-1 in verminderter Konzentration gebildet wird. Hohe Konzentrationen dieses Hormons haben schädliche Effekte auf unseren Körper. Der Nachteil beim längeren Fasten ist allerdings, dass der Körper kein Fett und Protein bekommt, was jedoch für einen kurzen Zeitraum kein Problem darstellt. Daher ist es besser, wenig Kohlenhydrate und ausreichend Protein und Fett zu essen, also LCHF oder Keto und dazu intermittierend zu Fasten.

 

Was sagen Ketonwerte aus?

 

Der schwedische Ernährungsexperte Dr. Andreas Eenfeldt, weltbekannt als Diet Doctor, empfiehlt die Blutketone am besten morgens, mit nüchternem Magen zu messen. So interpretiert er die Werte:

 

  • Unter 0.5 mmol/l wird nicht von einer Ketose gesprochen. Hier sind Sie weit von der optimalen Fettverbrennung entfernt.
  • Zwischen 0,6 und 1,4 mmol/l wird von beginnender Ketose gesprochen. Die Wirkung auf das Gewicht ist gut, jedoch nicht optimal.
  • Zwischen 1,5 und 3 mmol/l liegt eine optimale Ketose vor und ist perfekt für eine maximale Fettverbrennung.
  • Werte über 3 mmol/l sind erfahrungsgemäß unnötig, sie geben keinen besseren oder schlechteren Effekt als die Werte zwischen 1,5 und 3 mmol/l. Höhere Werte können auch ein Zeichen dafür sein, dass zu wenig Nahrung aufgenommen worden ist.

 

Ketoazidose

 

Die Ketoacidose entsteht auf eine ganz andere Art und Weise. Nämlich bei Diabetikern, die einen absoluten Insulinmangel haben, das betrifft überwiegend Typ-1-Diabetiker. Der Blutzucker kann dann so sehr ansteigen, dass es lebensgefährlich wird. Ebenso wird das Blut durch die Mengen von Ketonen sehr sauer, was die Dramatik verstärkt. Der Körper versucht als Gegenmaßnahme, Glukose und Ketonkörper mit dem Urin auszuscheiden. Dabei geht viel Flüssigkeit mit den lebenswichtigen Elektrolyten verloren. Der Teufelskreis verstärkt sich. Es drohen Austrocknung, Koma und Kreislaufversagen. Das erklärt, warum eine Ketoacidose lebensbedrohlich sein kann.

 

Dieser Zustand kann man nur mit kontrollierten Insulin-, Flüssigkeits- und Elektrolytgaben therapieren werden. Häufig ist eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich.

 

Ketoazidose bei Typ-2-Diabetes

Die Ketoazidose ist bei Typ-2-Diabetes eine sehr ungewöhnliche Komplikation. Allerdings wurde am 08.06.2017 eine Studie (1) publiziert, dass es unter der Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren zu einer Ketoazidose kommen kann. Das erste Medikament mit diesem Wirkstoff wurde Ende 2012 zugelassen. Nach der Einführung der Behandlung mit SGLT2-Inhibitoren häuften sich Berichte über Ketoazidosen. Allerdings waren keine genauen Zahlen verfügbar, um das Risiko objektiv zu quantifizieren. Das Ergebnis der aktuellen Studie ist beruhigend, da die Ketoazidose bei den 50.220 analysierten Patienten eher selten auftrat. Zum entsprechenden Artikel im Ärzteblatt geht es hier.

 

Mit Leichtigkeit gesund durchs Leben

Davon träumen wir alle, mit Leichtigkeit gesund durchs Leben zu gehen. Es kann so einfach und doch so kompliziert sein. Wenn Sie Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an unsere zertifizierten Coaches wenden. Vielleicht aber möchten Sie sich auch lieber selbst weiterbilden, dann empfehlen wir Ihnen die LCHF Deutschland Akademie.

 

Die Basisausbildung zum Gesundheits- und Ernährungscoach erfreut sich großer Beliebtheit, ebenso wie die Ausbildung zum Keto-Coach und Vitamin-D-Coach. Ganz neu gibt es in der Akademie einen Kurs über Mikronährstoffe.   Wie sagte schon August Bebel:

Genies fallen nicht vom Himmel. Sie müssen Gelegenheit zur Ausbildung und Entwicklung haben.

Und genau das finden Sie in unserer Akademie: Ausbildung und Entwicklung für ein gesünderes Leben. Schon John F. Kennedy sagte:

Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung.

 

In diesem Sinne, wünschen wir allen eine gute Bildung und wenn wir durch unsere LCHF Deutschland Akademie dazu beitragen dürfen, ist das ein großes Geschenk für uns, für das wir zutiefst dankbar sind.

 

 

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Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie und LCHF Kongress und LCHF Magazin

 

 

Titelbild: ©-Syda-Productions – Fotolia.com

 

 

 

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