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Diabetes und Demenz sind eng miteinander verflochten

Häufige Unterzuckerungen (Hypoglykämien) führen zu einer Verminderung der geistigen Leistungsfähigkeit und letztendlich auch vermehrt zu Demenz (1). Das zeigt deutlich, wie wichtig eine gute Blutzuckereinstellung bei Diabetikern ist.

 

Veränderung der grauen Gehirnsubstanz

In einer am 27. April 2017 publizierten Studie (2) konnten Wissenschaftler nachweisen, dass die graue Hirnsubstanz bei Typ-2-Diabetes-Patienten und Übergewichtigen dünner als bei Normalgewichtigen ist. Das Ärzteblatt (3) schreibt: „Frühere Studien konnten bereits zeigen, dass sowohl Übergewicht als auch Diabetes Typ 2 unabhängig voneinander das Risiko einer Demenz erhöhen. Eine der ersten Veränderungen im Gehirn von Alzheimerpatienten, die Ärzte beobachten können, ist eine Atrophie der Hirnsubstanz des Temproallappens. Jene Region, die auch in der Studie von Yoon und seinem Team strukturell beeinträchtigt war.“

 

Hypoglykämien erhöhen das Demenzrisiko

 

Besonders bei älteren Typ-2-Diabetikern steigt das Risiko einer Hypoglykämie zu deren langfristigen Folgen die Demenz gehört (4). Das weitere Problem ist, dass bei zunehmender Demenz die Zahl von Hypoglykämien zunimmt. Ein wahrlicher Teufelskreis. Da Glukose bei einer „normalen“ Ernährung der primäre Energieträger für das Gehirn ist, kommt es bei einer Hypo­glykämie schnell zu massiven Problemen. Es sind sogar bleibende Hirnschäden möglich, die sich auf die Dauer als Demenz manifestieren können. Daher sollten Ärzte bei älteren Patienten Medikamente bevorzugen, die keine Hypoglykämie auslösen. Noch besser wäre natürlich eine Ernährungsberatung Richtung Low Carb, da mit dieser Ernährung sowohl der Blutzucker- als auch der Insulinspiegel wesentlich konstanter bleiben.

 

Zur Einschränkung der Kohlenhydrate gibt es eine tolle Aussage von Dr. Strunz:

Diabetes Typ II wird hervorgerufen durch erhöhten Blutzucker. Blutzucker schafft sich jeder von uns Menschen jeden Tag durch Genuss von Kohlenhydraten. Lässt man die weg… gibt es keinen Diabetes Typ II mehr. Volksschullogik.

 

Die gesunde Low-Carb-Ernährung

 

Eine Ernährung ohne schnell verwertbare Kohlenhydrate (Zucker, Stärke) schenkt uns ein gesünderes Leben. Das bestätigen Studien (5) und tausende von Menschen haben genau das erlebt und erleben es täglich aufs Neue. (Lesen Sie gerne die Erfolgsgeschichten der an Typ-2-Diabetes erkrankten Bettina Meiselbach und Frank Linnhoff.).

 

Gesunde Ernährung – Low Carb – Healthy Fat

Es ist zum Glück kein Geheimnis mehr, dass sich die schnell verwertbaren Kohlenhydrate hinter der weltweiten  Fettepidemie verstecken. Sie sorgen dafür, dass zuerst der Blutzucker in die Höhe rauscht. Es kommt zu einem kurzfristigen Energieschub, danach fällt der Blutzucker wieder ab, es kommt nun häufig zum Leistungsabfall und zu Hungergefühlen. Gleichzeitig kommt es zu einer hohen Insulinausschüttung, dem Hormon, das für die Blutzuckersenkung und für die „Öffnung“ der Fettzellen verantwortlich ist. Das bedeutet: Je mehr Insulin im Blut vorhanden ist, umso mehr Fett kann eingelagert werden. Somit entsteht für viele Menschen ein Teufelskreis.

 

Bei der Low Carb Healthy Fat-Ernährung kommt es nur zu einer geringen und sehr langsamen Erhöhung des Blutzuckers. So wird der Blutzuckerwert stabil niedrig gehalten, ebenso das Insulinniveau  und die Fettverbrennung wird verbessert. Die Kohlenhydrate bei der LCHF-Ernährung gehören nämlich zu den langsam verwertbaren. Sie können also die Kontrolle über Ihren Blutzucker übernehmen.

 

Literatur zum Thema

 

Schauen Sie sich gerne im Buchshop der Expert Fachmedien GmbH um, dort finden Sie zum Beispiel die Bücher von Bettina Meiselbach „Happy Carb: Diabetes Typ 2 – nicht mit mir!“ und „Happy Carb: Meine liebsten Low-Carb-Rezepte“ oder die Kochjournale von LCHF Deutschland.

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de und www.LCHF-Akademie.de

 

Titelbild: © freshidea – Fotolia.com

 

 

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23753199

 

(2) http://link.springer.com/article/10.1007/s00125-017-4266-7

 

(3) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/74420/Diabetes-Typ-2-und-Uebergewicht-Graue-Hirnsubstanz-duenner-als-bei-Normalgewichtigen

 

(4) http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/1696172

 

(5) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19082851

 

 

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