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Platz 2: Gesunde Low-Carb-Ernährung für Kinder

Kinder

Iris und ich haben vorgestern nachgeschaut, welche Artikel auf unserer Website die meisten Zugriffe haben. Heute wollen wir den wirklichen Platz 2 vorstellen, denn gestern haben wir uns leider vertan. Also, Platz 2 bei den Artikeln geht an: Gesunde Low-Carb-Ernährung für Kinder

Kochen mit Kindern

Kochen mit Kindern: gesunde Low-Carb-Ernährung

mit 21251 Klicks.

 

Gestern haben wir Platz 3 vorgestellt:  Update II: Demenz und Brot, daswar gestern, mit 18691 Klicks.  Vorgestern haben wir Platz 1 vorgestellt: So funktioniert LCHF und Eierfasten mit 32483 Klicks.

 

Low-Carb-Ernährung für Kinder

Der Artikel Low-Carb-Ernährung für Kinder von dem Schweden Jonas Bergqvist ist im Low Carb- LCHF Magazin erschienen und nach wie vor aktuell.

 

Jonas Bergqvist

Es gibt kein Risiko, wenn Kinder Low Carb ernährt werden. Es ist eine natürliche Ernährung, mit guten Lebensmitteln, bei der sich Kinder wohl fühlen. Sie sind satt, haben den ganzen Tag ein konstantes Energieniveau und haben gute Laune. Bei einer kohlenhydratreichen und fettarmen Ernährung, die es üblicherweise in Schulen und in Kitas gibt, ist eher das Gegenteil der Fall. In den Kitas gibt es häufig Obst als Zwischenmahlzeit, natürlich in guter Absicht. Doch selten werden die Kinder von Obst satt. In den Schulen kommt das Problem hinzu, dass in der Cafeteria oder im Kiosk meistens Süßigkeiten, Kuchen und anderes ungesundes Essen verkauft wird. Ernähren sich die Jugendlichen hauptsächlich von solchen Lebensmitteln, kann das große Auswirkungen auf die schulischen Leistungen haben.

 

Viele Kinder und Jugendlich leiden unter einer biochemischen Unausgeglichenheit im Gehirn. Es kann sich dabei um einen Mangel an Fett oder Ernährung insgesamt, sowie um das Ungleichgewicht von Signalsubstanzen handeln, wie sie bei Zuckersucht vorkommen. Dadurch wird das Verhalten der Kinder und Jugendlichen beeinflusst, ebenso das Konzentrationsvermögen, das Lernverhalten und generell auch das Wohlfühlen. Somit ist es jedoch zu verstehen, dass die Jugendlichen sich niedergeschlagen fühlen, nicht in die Schule möchten, aggressiv werden oder andere Auffälligkeiten zeigen. Nicht selten schieben die Erwachsenen dieses Verhalten auf eine schlechte Erziehung, ein turbulentes Zuhause oder auf schlechten Umgang, ohne die dahinterliegenden Gründe wirklich zu erkennen.

 

Meistens fehlt das Hintergrundwissen bei diesen Fragen. Die Frage ist, ob die Kinder und Jugendlichen überhaupt eine Möglichkeit haben, einen gesunden Körper und ein gut funktionierendes Gehirn zu bekommen, mit der Ernährung, die sie heutzutage zu sich nehmen.

 

Das Erste woran Sie denken sollten ist, Ihren Kindern eine Ernährung zu bieten, die ihnen gut tut. Schon als Fötus werden die Geschmäcker beeinflusst. Es ist bewiesen, dass Schwangere, die sich ausgewogen und gesund ernähren, Säuglinge haben, die Lust auf einen variierenden Geschmack haben. Doch Sie sollten die Ernährung nicht zu einem empfindlichen Thema werden lassen. Ernährung sollte nie die Brutstätte für Konflikte darstellen, für Machtkämpfe oder schlechte Beziehungen.

 

Das Kochen sollte eher das Zentrum für Gemeinschaft, Genuss und Freude sein. Natürlich ist das leichter gesagt als getan, da viele Kinder über die Lust oder Unlust beim Essen ihre Machtkämpfe mit den Erwachsenen austragen. Binden Sie die Kinder so gut und soviel wie möglich beim Essenkochen mit ein. Aber werden Sie nicht übereifrig, wenn Ihre Kinder nicht so wollen wie Sie. Es gehört auch zur normalen Entwicklung, gegen seine Eltern zu revoltieren. Es gibt viele Situationen, in denen Sie keinen Einfluss auf die Ernährung Ihrer Kinder haben. In der Kita, in der Schule, bei Kinderfesten oder wenn die Jugendlichen alleine unterwegs sind.

 

Machen Sie sich Gedanken, bei welchen Auseinandersetzungen Sie streng bleiben und in welchen Situationen Sie bereit sind, Ihre Meinung zu ändern. Doch bleiben Sie gelassen: Wir alle gehen unseren eigenen Weg und in den meisten Fällen werden sich Ihre Kinder an die Ernährung erinnern und zurückhaben wollen, die sie als Kind bekommen haben.
Bei manchen geht es schnell, bei einigen dauert es fünf oder sogar zwanzig Jahre. Aber natürlich möchte man immer nur das Beste für die eigenen Kinder.

 

Das können Sie Ihren Kindern zu essen anbieten:

0 bis 6 Monate:

Wenn möglich stillen.

 

6 bis 12 Monate:

Noch soviel wie möglich stillen. Bieten Sie kleine Portionen Wurzelgemüse mit viel Butter an. Sie können auch Ihr eigenes kohlenhydratreduziertes Essen so pürieren, dass es Ihr Kind gut schlucken kann. Vermeiden Sie jedoch Eier, Milchprodukte, Getreide und Nüsse. Natürlich ist Zucker genauso tabu wie Fruchtpürees. Milchsuppe ist etwas, was kein Kind braucht.

 

12 bis 24 Monate:

Nun sollten Sie Ihrem Kind ganz vorsichtig etwas Gluten zu essen geben. Beginnen Sie auch behutsam Eier, Joghurt und Käse zu füttern. So gewöhnen Sie die Kinder an die Proteine, die sonst später häufig zu Allergien und Lebensmittelintoleranzen führen. Stillen Sie am besten mindestens 12 Monate, gerne auch 24. Stillen bietet den Kindern den besten Schutz gegen Unverträglichkeiten. Kindern, die mit einem Kaiserschnitt geboren wurden, fehlt die natürliche Bakterienflora des Geburtskanals, dadurch haben sie häufig eine schlechte Darmflora.

 

Falls Sie nicht stillen können, nehmen Sie einen Muttermilchersatz. Doch vermeiden Sie den auf Sojabasis hergestellten, denn das kann zu einer frühen Pubertät führen und zu einem Krebsrisiko im Erwachsenenalter. Soja enthält nämlich eine große Menge Phytoöstrogene, die im Körper für einen ähnlichen Effekt wie Östrogene sorgen.

 

Genau wie wir Erwachsenen benötigen die Kinder Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Probiotika können für die Kinder für ein besseres Immunsystem sinnvoll sein, besonders wenn sie mit Kaiserschnitt auf die Welt gekommen sind oder wenn sie ein schwaches Immunsystem haben. Bitte halten Sie sich stets vor Augen, dass ein Kind unter zwei Jahren nie etwas essen soll, das Vollkorn enthält. Denn Vollkorn wirkt sich negativ auf die Darmschleimhaut aus. Fett hingegen ist sehr gut, um den Darm geschmeidig zu halten. Seien Sie also in Bezug auf Butter und Kokosöl großzügig.

 

Jonas Bergqvist ist Physiotherapeut, persönlicher Trainer, Ernährungsratgeber und Buchautor. Seit 2008 betreibt er in Stockholm ein Ausbildungszentrum für die Bereiche Ernährung, Training und persönliche Entwicklung.

 

Low-Carb-Rezepte für Kinder

Sie kennen unseren Testesser Jonas sicher schon. Seit einigen Monaten beurteilt er unsere zuckerfreien Rezepte für die süßen Kleinen. Und das macht er inzwischen wirklich schon richtig professionell.

Wie viele Fans hat unser Testesser Jonas?

Warum stellen wir diese Frage? Weil Jonas das gerne wissen möchte! Er hat sich so seine Gedanken gemacht und hofft auf 100 Fans. Und so haben wir uns gedacht, wir geben diese Frage mal weiter. Wenn Sie ein Fan von Jonas sind, dann schreiben Sie ihm bitte einen Kommentar. Diesen leiten wir dann an Jonas weiter. Er hat übrigens am 19.8. Geburtstag ;-).

Jonas ziert das überarbeitete Kinder-Koch-Journal

Kinder

Low-Carb-Ernährung für Kinder, einfach lecker.

Und weil Jonas inzwischen das Gesicht für die zuckerfreien Kinderrezepte geworden ist, ziert er auch das Titelbild des überarbeiteten Kochjournals. Das Journal gibt es als E-Paper beim Verlag Expert Fachmedien. Falls Sie lieber eine Printauflage in der Hand halten, hier es gibt noch Restbestände der 1. Auflage.

 

Wie gelingt es Eltern, ein Zuviel an Zucker zu umgehen/vermeiden? In unserer heutigen Welt ist Zucker omnipräsent und schon lange kein Luxusartikel mehr. Ganz im Gegenteil! Doch die Dosis macht das Gift. Es spricht nichts dagegen, den Kindern täglich eine kleine Kinderhandvoll Süßigkeiten zu geben. Aktuell liegt der Zuckerkonsum der EU-Bürger aber bei 40 Kilogramm Zucker pro Kopf im Jahr. Das sind 110 Gramm Zucker pro Tag! Dabei wird der sogenannte Haushaltszucker jedoch nur in relativ geringen Mengen als Zucker im Haushalt verbraucht. Das meiste steckt in industriell verarbeiteten Produkten, wie Kakaopulver, Kaltgetränken, Knabberartikeln und Eis, aber auch in Feinkostsalaten, Gewürzgurken, Ketchup, Rotkohl oder Pizza.

 

Welche zuckerreduzierten oder zuckerfreien Alternativen gibt es beim Kochen und Backen? Genau um diese geht es in dem Kochjournal „Geschmacksabenteuer“.

 

Neuigkeiten

 

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Margret Ache und Iris Jansen / www.LCHF-Deutschland.de und LCHF Deutschland Akademie und LCHF Kongress und LCHF Magazin

 

 

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Bild Jonas Bergqvist: Jonas Bergqvist

Bild Kochjournal: Expert Fachmeiden

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