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Krebs ist kein Schicksal!

Schicksal

Am 03. September 2019 wurde beim Europäischen Kardiologie-Kongress (ESC) in Paris eine erschreckende Studie* vorgestellt: Bei den 35- bis 70-Jährigen einiger reicher und aufstrebender Länder hat Krebs inzwischen die Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache Nr. 1 abgelöst. Gibt es Möglichkeiten selbst etwas zu unternehmen, um gesund zu bleiben oder nehmen wir Erkrankung als Schicksal hin? Unsere Gastautorin Carola Schröder stellt Ihnen zwei Möglichkeiten vor, die einen Versuch wert sind, dem Schicksal die Stirn zu bieten.

 

Krebs ist kein Schicksal!

Nach den Herzkreislauferkrankungen zählt Krebs zur zweithäufigsten Todesursache in Deutschland. Das Risiko, daran zu erkranken, liegt hoch. Laut Robert-Koch-Institut betrifft dies nach derzeitigem Stand (2014) jeden zweiten Mann und jede zweite Frau im Laufe des Lebens.1 Zwischen 2008 und 2013 ist die Zahl der Krebskranken um rund 18 Prozent gestiegen.Trotz größter Anstrengungen der Wissenschaft und jahrzehntelanger Forschungsarbeit mit hohem finanziellen Aufwand gibt es nur wenig Erfolg beim Kampf gegen den Krebs.

 

Auch wenn sich sicherlich nicht jede Krebserkrankung vermeiden lässt, kann man doch in vielen Fällen wirksam vorbeugen. Denn Krebs ist eine von vielen Zivilisationskrankheiten. Also eine Krankheit, die es bei Naturvölkern oder Ureinwohnern (außerhalb der Zivilisation) kaum gibt. Der Grund dafür findet sich nicht vorrangig in der Genetik, sondern in unserem Ernährungsverhalten, in unserer Art zu leben und darin, welche Einflüsse aus der Umgebung auf unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele wirken.

 

Gesundheit betrifft den gesamten Organismus und verdient einen ganzheitlichen Blick auf der Ebene der Natur. So gibt es ein ganzes Bündel an Maßnahmen, das dabei helfen kann, sich vor der Entstehung von Krankheiten wie Krebs zu schützen oder sogar dafür zu sorgen, dass er nicht weiter wächst.

 

In diesem Beitrag werden zwei dieser Maßnahmen vorgestellt: Ernährung und Vitamin D.

 

Ernährung bei Krebs

Gesunde Ernährung senkt nicht nur das Risiko an Krebs zu erkranken, sondern hilft auch, neuerlichen Erkrankungen nach überstandener Therapie vorzubeugen. So stärkt eine körpergerechte Ernährung die Abwehrkräfte und unterstützt die Genesung. Bei Krebs wird im Allgemeinen eine vollwertige, möglichst naturbelassene und abwechslungsreiche Ernährung empfohlen.

 

Da sich aber der Stoffwechsel vielerlei Krebszellen von gesunden Körperzellen unterscheidet, findet sich mit der Ketogenen Ernährung ein völlig anderer Ansatz. Denn  Krebszellen nutzen bevorzugt Zucker zur Energiegewinnung und haben eine ausgeprägte „Gier“ danach.

 

Gesunde Zellen gewinnen die Energie der Kohlenhydrate (Glukose) durch Zellatmung. Dafür wird viel Sauerstoff benötigt. Tumorzellen erhalten die Energie stattdessen durch Gärung. Die Gärung zur Energiegewinnung kommt völlig ohne Sauerstoff aus. So können die Krebszellen auch bei Sauerstoffmangel wachsen und sind völlig unabhängig davon. Stattdessen benötigt die Energiegewinnung der Tumorzellen sehr große Mengen an Zucker (Glukose). Je mehr Kohlenhydrate als Glukose im Blut landen, desto besser werden die Krebszellen mit Energie versorgt und können wachsen.3

 

Mit der richtigen Ernährung dem Schicksal die Stirn bieten

Oft ist der Kohlenhydratstoffwechsel der Betroffenen durch eine Insulinresistenz gestört. Daran sind auch die Krebszellen beteiligt, denn sie verhindern mit Hilfe von Botenstoffen die Aufnahme der Glukose in die Muskeln. So bleibt mehr Glukose für die Tumorzellen übrig.

 

Bei einer Ketogenen Ernährung wechselt man hier deshalb den Energielieferanten, Kohlenhydrate werden stark reduziert. Stattdessen wird der Körper des Krebspatienten über einen äußerst hohen Fettanteil mit Energie versorgt, denn Fette sind ebenfalls Energielieferanten. Ausreichend Proteine ergänzen diese Ernährungsform. So wird der Blutzuckerspiegel abgesenkt und pegelt sich auf ein konstantes Niveau ein. Den Tumorzellen wird also sozusagen die Energiezufuhr gekappt, sie können kaum mehr wachsen. Die übrigen Körperzellen erhalten endlich ausreichend Energie und die Krebszellen sind nicht in der Lage, Energie aus Fettsäuren und Ketonkörpern zu verwerten.

 

Glukose stellt der Körper aus allen verwertbaren Kohlenhydraten her. Dazu gehören stärkehaltige Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Kartoffeln, Brot, Pizza, Burger und alle zuckerhaltigen Speisen wie Desserts, Honig, Zucker, Süßigkeiten, Kuchen, Eis, gezuckerte Getränke, Kekse usw. All das „füttert“ die Krebszellen! Eine gesunde Ketogene Ernährung besteht stattdessen aus stärkearmem Gemüse, moderater Eiweißzufuhr mit Fleisch, Fisch, Eiern und Hartkäse sowie einem hohen Fettanteil mit ausreichend Omega 3 Fettsäuren, Kokosöl, MCT’s, Butter und Olivenöl. Auch Eier, Sahne, Nüsse, Samen und Schmalz sind erlaubt. Pflanzliche Öle mit einem hohen Omega-6-Anteil sollten vermieden werden.

 

Zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen ist eine gesunde, körpergerechte Ernährung am Besten. Diese ist möglichst zuckerfrei, stärkearm und besteht aus einem hohen Gemüseanteil mit gesunden Fetten und moderater Eiweißzufuhr. Auch Beerenobst, Nüsse und Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil sind machbar. Ideal sind möglichst unverarbeitete Lebensmittel in guter Qualität und tierische Produkte aus artgerechter Haltung und Fütterung.

 

Vitamin D

Das Sonnenvitamin hat zahlreiche Funktionen in unserem Körper und wirkt in seiner aktiven Form als Hormon. Am Bekanntesten ist die Wirkung auf den Knochenstoffwechsel: Bei einem Mangel besteht die Gefahr von Rachitis und Osteoporose.

 

Weniger bekannt ist, dass das Wachstum von Krebszellen durch einen Vitamin D-Mangel begünstigt wird und die meisten Krebszellen den Vitamin-D-Spiegel reduzieren.Vitamin D unterdrückt also das Tumorwachstum und wirkt auch an anderen Stellen der Tumorentwicklung positiv auf den Körper.

 

Eine Studie aus 2016 zeigt, dass das Risiko an Krebs zu erkranken bei einem Vitamin D-Spiegel von über 40 ng/ml um 65 Prozent sinkt!4 Aber jeder Zweite in Deutschland erreicht diesen Wert nicht.

 

Ist Krebs ein Schicksal?

Auch das Robert-Koch-Institut bestätigt aufgrund von Beobachtungsstudien einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Werten und verschiedenen Krebserkrankungen.5

 

2017 erschien eine Studie, die den positiven Einfluss von Vitamin D auf eine Vielzahl bösartiger Tumore bestätigt.6

 

Doch welcher Wert ist wirklich gut? Darüber ist sich die Fachwelt uneins. Während das Institute of Medicine, an dessen Werten sich auch das Robert-Koch-Institut orientiert, die unterste Grenze bei 20 ng/ml festlegt, fordern Experten wie Dr. Michael F. Holick (Entdecker der aktiven Form des Vitamin D) und Uwe Gröber Bereiche zwischen 40-60 ng/ml.

 

Um den Vitamin-D-Wert bestimmen zu lassen, ist eine Blutprobe beim Arzt nötig. Dieser schickt die Probe an ein Labor und lässt den 25-OH-D-Wert, also die Speicherform des Vitamin D, bestimmen. Die Kosten dafür werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und liegen bei ca. 30 Euro. Ergibt die Untersuchung einen Mangel oder eine Unterversorgung, ist eine Auffüllung empfehlenswert. Im Anschluss daran empfiehlt sich eine regelmäßige und dauerhafte Zufuhr, um den nun guten Wert dauerhaft zu erhalten und auch langfristig von der positiven Wirkung des Vitamin D zu profitieren.

 

Gebündelt mit weiteren Lebensstil-Maßnahmen wie Bewegung und Sport, Schlaf, Stress, Entgiftung, Darmgesundheit und weiterem hat man viele Hebel in der Hand, um dem Krebs die Stirn zu bieten.

 

Carola Schröder

Zertifizierter Gesundheits- und Ernährungscoach
Zertifizierter Stress-Coach
Ärztlich zertifizierte Vitamin D-Beraterin u. Vitamin D-Coach
Ärztlich zertifizierte Omega-3-Fettsäure-Beraterin

 

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Lesen Sie auch „Neues Denken in der Krebstherapie, Dank Jean-Jacques Trochon“ von unserem Teammitglied Ulrike Gonder.

 

Ausbildung zum Vitamin-D-Coach

Etwa 90 Prozent der Deutschen leiden unter einem Vitamin-D-Mangel. Die aktuellen Studien zeigen, dass dieses Vitamin  zahlreichen Krankheiten vorbeugt, von Atemwegserkrankungen über Diabetes, Herzinfarkt und Krebs bis hin zu Osteoporose und Sonnenallergie.

 

Regelmäßige Falschmeldungen bzw. widersprüchliche Aussagen über die Wirkung dieses Sonnenvitamins und zur Notwendigkeit einer Supplementierung sorgen für Verwirrung, obwohl die Vorteile einer guten Vitamin-D-Versorgung enorm sein können. Der Bedarf an gut ausgebildeten Coaches, die in dieser Angelegenheit die offenen Fragen klären können, wird daher immer größer!

 

Deshalb haben wir uns vor einem entschlossen, diese Marktlücke in Zusammenarbeit mit einem hoch angesehenen Experten auf diesem Gebiet, Professor Dr. med. Jörg Spitz, zu füllen und eine Ausbildung zum Vitamin-D-Coach ins Leben zu rufen.

 

In dieser Ausbildung lernen Sie fundiertes Wissen über die neuesten Erkenntnisse zur Wirkung von Vitamin D, wie es vor Krankheiten schützt und wie ein Mangel verhindert, bzw. therapiert werden kann. Darüber hinaus lernen Sie im Coaching, wie Sie Ihr Wissen Ihren Klienten fundiert und praxisnah vermitteln können.

 

Neugierig geworden? Prima, hier finden Sie weitere Informationen: Vitamin-D-Coach. Wir freuen uns auf Sie!

 

Lesen Sie gerne das Interview mit Prof. Spitz und den Beitrag Vitamin D – Wieder nur ein Hype? Die äußerst interessanten Bücher von Professor Dr. Jörg Spitz können Sie bequem hier bestellen.

 

Neuigkeiten

Sie möchten Prof. Spitz erleben? Dann besuchen Sie gerne den LCHF Kongress 2020, dort treffen Sie Prof. Spitz persönlich.

 

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* https://www.escardio.org/The-ESC/Press-Office/Press-releases/cardiovascular-disease-is-biggest-killer-globally-but-cancer-overtakes-in-some-countries

1)https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2017/kid_2017_c00_97_krebs_gesamt.pdf?__blob=publicationFile

2)https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebsgeschehen/Krebsgeschehen_download.pdf?__blob=publicationFile

3)http://krebszellen-lieben-zucker-patienten-brauchen-fett.de/wp-content/uploads/2012/09/InfoBroschuereKetogen1011.pdf

4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4822815/

5)https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/2492/JoHM_2016_02_ernaehrung4.pdf?sequence=4&isAllowed=y

6)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28213657

 

Bildquellen:

Bild 1 von zuzyusa auf Pixabay

Bild 2 von Brian Merrill auf Pixabay

 

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2 COMMENTS
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    Irene V. 7. November 2019

    Nach neuen Erkenntnissen sollte Vitamin D mit Magnesium (am besten Magnesiumchlorid) kombiniert werden. Davon wird in Ihrem Artikel nichts erwähnt.

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