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Wie kann das Risiko einer Fettleber eingeschätzt werden?

Mediziner setzen vermehrt auf den Fatty Liver Index (kurz: FLI), um das Risiko einer Fettleber einzuschätzen. Der Wert wird aus dem Körpergewicht, der Größe, dem Taillenumfang sowie den Laborwerten für Triglyzeride und Gamma-GT errechnet. Ab einem FLI über 60 liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Leberverfettung vor.

 

Doch wie entsteht überhaupt eine Fettleber?

Vielen ist nicht klar, wie eine Fettleber entsteht, wenn Alkohol als Grund ausscheidet. Ähnlich, wie die von Feinschmeckern geschätzte Fettleber bei Gänsen. Das Gänseleber stammt zu einem Teil aus Frankreich oder Ungarn, wo den mit Gewalt gemästeten Tieren die durch Maisbrei verfettete Leber entnommen und als Delikatesse („foie gras“) verkauft wird.

Wird die menschliche Leber mit einem Überangebot an Kohlenhydraten (Zucker) belastet, werden die Kohlenhydrate, die nicht verbraucht werden, in der Leber zu Fett umgebaut und bei einem Überangebot auch dort eingelagert. Das passiert nicht nur bei übergewichtigen Menschen, inzwischen sind über 15% der schlanken Menschen ebenfalls betroffen. Insgesamt leider inzwischen 40% der Deutschen an einer Fettleber.

 

Wo kann der FLI ermittelt werden?

 

Der Fatty-Liver-Index (FLI) wurde von dem Italiener Giorgio Bedogni (1) und seinen Kollegen erfunden. Er soll relativ zuverlässig anzeigen, ob die Leber verfettet ist. Hier geht es zu dem Rechner, geben Sie einfach Ihre Werte ein und Sie erhalten sofort Ihr Ergebnis.

 

Warum treten Fettleber und Typ-2-Diabetes so häufig zusammen auf?

 

Weil eine verfettete Leber nicht mehr ihren angedachten Aufgaben nachkommen kann. Dazu gehört eben auch die Regulation des Blutzuckers. 2010 berichteten Tübinger Forscher über das schon länger bekannte „Fetuin-A“ (2), einem Zucker-Eiweißstoff: Es blockiert die Wirkung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin und ist bei einer verfetteten, entzündeten Leber in einer erhöhten Konzentration im Blut zu finden. Durch die Hemmung der Insulinwirkung, steigt der Blutzucker an und führt zu einem Prädiabetes und zu Schäden an den Gefäßen. Ein Teufelskreis.

 

Wie kann der Teufelskreis durchbrochen werden?

 

Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Die Kohlenhydrate reduzieren und Bewegung ins Leben bringen. Diese Umstellung führt dazu, dass weniger Insulin produziert werden muss, der Insulin- und Blutzuckerspiegel sich wieder auf ein gutes Niveau einpendeln. Die Leber kann sich erholen und das Risiko für Folgeerkrankungen minimiert sich. Rezepte für eine gesunde Ernährung mit wenigen Kohlenhydraten und dafür mit mehr gesunden Fetten finden Sie in unseren Kochjournalen.

 

LCHF-Kochjournale-web

Durch das ganze Jahr mit der Low Carb / LCHF-Ernährung

Das ganze Jahr mit leckeren Low Carb-Rezepten zu  gestalten – geht ganz einfach mit den auf die Jahreszeiten abgestimmten Rezepten in den Low  Carb – LCHF Kochjournalen.

 

Bei allen Rezepten sind die Nährwerte angegeben, die Energieverteilung und die Skaldeman-Ratio. Jedes Journal enthält als Anregung einen Essensplan für vier Wochen. Tipps und eine Lebensmittelkunde runden die Kochjournale ab.

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de und www.LCHF-Akademie.de

 

 

 

(1) https://bmcgastroenterol.biomedcentral.com/articles/10.1186/1471-230X-6-33

 

(2) http://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2014/141210.html

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